Nachdem wir nun mit den Welten, den Globen und den Kreisläufen, die den Evolutionsweg während der sieben Perioden ausmachen, bekannt geworden sind, sind wir in der Lage zu betrachten, welche Arbeit in jeder Periode geleistet wird, und welche Methoden zu ihrer Vollbringung angewandt werden.
Der "Ariadnefaden", der uns durch die verwirrende Menge von Globen, Welten, Kreisläufen und Perioden führen soll, wird gefunden, wenn wir uns daran erinnern und festhalten, daß die jungfräulichen Geister - aus denen die sich entwikelnde Lebenswoge besteht - vollkommen unbewußt wurden, als sie ihre evolutionäre Reise durch jene fünf Welten begannen, deren Substanz dichter war als die der Welt der jungfräulichen Geister.
Die Absicht der Evolution ist es, sie völlig bewußt und fähig zu machen, die Materie aller Welten zu bemeistern. Daher sind die dargestellten Bedingungen in den Globen, Welten, Kreisläufen und Perioden aus dem Gesichtspunkt dieses Endzieles angeordnet.
Während der Saturn-, Sonnen-, Mond- und der halben gegenwärtigen Erdperiode haben die jungfräulichen Geister ihre Träger unter der Aufsicht von erhabenen Wesen, die ihren Fortschritt leiteten, unbewußt gebaut. Dabei sind sie allmählich erwacht, bis sie den gegenwärtigen Zustand wachen Bewußtseins erlangt haben. Diese Periode heißt "Involution".
Von der Gegenwart bis zum Ende der Vulkanperiode werden die jungfräulichen Geister, unsere jetzige Menschheit, ihre Träger vervollkommnen und ihr Bewußtsein durch ihre
eigenen Bemühungen und ihre Genialität über die fünf Welten ausdehnen. Diese Periode heißt "Evolution".
Das oben Gesagte ist der Schlüssel zum Verständnis dessen, was folgt.
Ein vollkommenes Verständnis des Schemas der planetarischen Evolution, wie es in den vorhergehenden Seiten gegeben wurde, ist für den Studierenden von außerordentlicher Wichtigkeit. Obwohl mancher, der an die Gesetze der Wiedergeburt und der Ursache und Wirkung glaubt, zu denken scheint, daß der Besitz dieser Kenntnisse unwichtig und unnötig sei, so sind sie doch für den, der sich ernsthaft mit dem Studium dieser Gesetze befaßt, von größter Wichtigkeit. Das Studium übt den Intellekt in der Erfassung abstrakter Gedanken und erhebt ihn (den Intellekt) über die gewöhnlichen Angelegenheiten des konkreten Daseins. Es hilft der Vorstellungskraft, sich über die hindernden Wirkungen des Eigeninteresses zu erheben. Wie bei unserer Auseinandersetzung über die Empfindungswelt festgestellt wurde, ist Interesse der Ursprung zur Handlung, doch wird in unserem gegenwärtigen Zustand das Interesse hauptsächlich durch die Selbstsucht erweckt. Dieses ist oft von sehr feiner Natur, aber es spornt zu Handlungen aller Art an. Jede Handlung, die durch das Interesse hervorgerufen wurde, ruft gewisse Wirkungen hervor, die uns beeinflussen, wodurch wir durch jene Handlungen gefesselt werden, die sich mit der konkreten Welt befassen. Wenn sich unser Intellekt jedoch mit Dingen wie Mathematik oder dem Studium der planetarischen Entwicklungsphasen befaßt, so bewegen wir uns in einer Region, in der sich ausschließlich abstrakte Gedanken befinden, jenseits dem Einfluß aller Gefühle. Der Intellekt ist dann aufwärts gerichtet, den geistigen Sphären und der Befreiung entgegen. Wenn wir Kubikwurzeln ziehen oder Zahlen multiplizieren, wenn wir an Perioden, Kreisläufe und dergleichen denken, so haben wir kein Gefühl dabei. Wir streiten nicht darüber, daß zwei mal zwei vier ist. Wenn unser Gefühl daran beteiligt wäre, würden wir vielleicht versuchen, fünf daraus zu machen und würden mit einem anderen in Streit geraten, der es aus persönlichen Gründen
nur bei drei belassen will. In der Mathematik jedoch ist das Gefühl ausgeschlossen, und die Wahrheit zeigt sich klar. Darum ist für den Durchschnittsmenschen, der gerne in Gefühlen lebt, Mathematik eine trockene und uninteressante Wissenschaft. Pythagoras lehrte seine Schüler in der Welt des ewigen Geistes zu leben, und er verlangte daß jene, die seine Schüler werden wollten, zuerst Mathematik studieren sollten.
Ein Intellekt, der fähig ist, Mathematik zu erfassen, steht über dem Durchschnitt und ist auch fähig, in das Reich des Geistes zu steigen, weil er nicht von Gefühlen und Begierden gefesselt wird. Je mehr wir uns gewöhnen, in Ausdrüken der geistigen Welten zu denken, umso besser wird es uns möglich werden, über die Täuschungen emporzusteigen, die uns in der konkreten Existenz umgeben. Hier wird die Wahrheit durch die Zwillingsgefühle Interesse und Gleichgültigkeit verdunkelt. Wir werden verwirrt, so wie die Brechung der Lichtstrahlen in der Erdatmosphäre uns keine richtige Vorstellung von der Lage der Himmelslichter gibt, die sie ausstrahlen.
Daher wird dem Schüler, der wünscht, die Wahrheit kennenzulernen, in die Bereiche des Geistes einzudringen, sie zu erforschen und sich von den Banden des Fleisches so schnell zu befreien, wie es sich auch mit seiner Sicherheit und seinem ordnungsgemäßen Wachstum verträgt, ernsthaft angeraten, das Folgende so gründlich wie möglich zu studieren, es aufzunehmen und sich geistige Vorstellungen von diesen Welten, Globen und Perioden zu machen.
Wenn er wünscht in dieser Weise fortzuschreiten, ist das Studium der Mathematik und Hinton's "Die vierte Dimension" ebenfalls eine wichtige Übung zur Auslösung abstrakter Gedanken.
Diese Arbeit Hinton's hat (obwohl sie im Grunde nicht korrekt ist, da in Wirklichkeit die vierdimensionale Empfindungswelt nicht durch dreidimensionale Methoden gefunden werden kann) die Augen mancher Menschen, die sie studiert haben, geöffnet und sie hellsichtig gemacht. Wenn man sich außerdem erinnert, daß die Logik der beste Lehrer in einer
jeden Welt ist, so ist sicher, daß ein Schüler, der durch diese abstrakten Gedankenstudien erfolgreich in die überphysische Welt eindringt, nicht verwirrt werden wird, sondern unter allen Umständen selbst eine gute Darstellung zu liefern imstande sein wird.
Ein staunenerregender Plan ist hier enthüllt und in dem Maß, wie immer mehr und mehr auf Einzelheiten eingegangen wird, wird seine Kompliziertheit beinahe unfaßbar. Wer fähig ist, ihn zu verstehen, wird für die aufgewandte Mühe die höchste Belohnung ernten. Darum soll der Schüler langsam lesen, oft wiederholen und tief und viel denken.
Dieses Buch, besonders das vorliegende Kapitel, darf nicht flüchtig gelesen werden. Jeder Satz hat Gewicht und Einfluß auf das Folgende und setzt die Kenntnis des Vorhergegangenen voraus. Wenn das Werk nicht gründlich und systematisch studiert wird, so wird es mit jeder Seite immer unverständlicher. Andererseits wird es, wenn gut durchstudiert und durchdacht, mit jeder Seite durch die vermehrte Kenntnis, die aus dem Studium des vorhergehenden entspringt, klarer beleuchtet.
Kein Werk dieser Art, das sich mit den tiefsten Phasen des großen Weltmysteriums befaßt, soweit es dem menschlichen Geist auf seiner gegenwärtigen Stufe begreiflich ist, kann in einer Weise geschrieben werden, die leicht zu lesen wäre. Und doch sind die tiefsten Phasen, die uns jetzt verständlich zu sein scheinen, nur das ABC des Planes, der uns offenbart werden wird, wenn unser Intellekt fähig geworden ist, mehr zu verstehen, ein Zustand, der unserer Entwicklung zum Übermenschen vorausgeht.
Die Globen der Saturnperiode bestanden aus viel dünnerer und feinerer Substanz als unsere Welt, wie wir aus dem Studium von Diagramm 7 und 8 ersehen. Wir raten dem Schüler, diese Diagramme immer bei der Hand zu behalten, da sich der Text häufig darauf bezieht. Der dichteste Globus
dieser Periode lag in demselben Teil der Gedankenwelt, wie der feinste Globus unserer gegenwärtigen Periode - in der Region der konkreten Gedanken. Diese Globen hatten keine Dichtigkeit, die wir mit unseren Sinnen fassen könnten. "Wärme" ist das einzige Wort, das sich der Idee der ehemaligen Saturnperiode am ehesten nähert. Es war finster, und wenn ein Mensch in den Raum, den dieser Globus einnahm, hätte eindringen können, so hätte er nichts gesehen. Alles um ihn wäre Finsternis gewesen, er hätte aber seine Wärme gefühlt.
Dem Materialisten wird es sicherlich als eine Unsinnigkeit erscheinen, einen solchen Zustand als "Globus" zu bezeichnen und zu versichern, daß er die Entwicklungsstätte für Form und Leben gewesen sei. Wenn wir die Urnebeltheorie betrachten, werden wir erfassen, daß der Urnebel dunkel gewesen sein muß, ehe er licht aufglühen konnte, und daß er heiß gewesen sein muß, ehe er feurig werden konnte. Diese Hitze muß durch Bewegung hervorgerufen worden sein, und Bewegung ist Leben.
Wir können sagen, daß die jungfräulichen Geister, die Bewußtsein und Körper entwickeln sollten, in diesem Globus eingebettet waren, oder vielleicht besser, daß der ganze Globus aus jungfräulichen Geistern bestand, so wie eine Himbeere aus einer großen Anzahl kleiner Himbeeren besteht. Sie waren in die Globen "hineinverkörpert", gleich dem das Mineral beseelende Leben in unserer Erde. Darum sagt der Okkultist, daß der Mensch in der Saturnperiode durch den mineralischen Zustand ging.
Außerhalb dieses "Wärme-Globus" - sozusagen in seiner Atmosphäre - hielten sich die großen schöpferischen Hierarchien auf, die den jungfräulichen Geistern helfen sollten, Form und Bewußtsein zu entwickeln. Es waren viele Hierarchien, wir wollen uns aber eben nur auf die hauptsächlichsten beschränken, auf die, welche in der Saturnperiode die wichtigste Arbeit leisteten. In der Terminologie der Rosenkreuzer heißen sie wegen der herrlichen Leuchtkraft ihrer Körper und wegen ihrer großen
geistigen Kräfte: "Herren der Flamme". In der Bibel heißen sie "Throne", und sie arbeiten aus eigenem freien Willen am Menschen. Sie waren so weit fortgeschritten, daß dieser evolutionäre Schöpfungstag ihnen keine neuen Erfahrungen geben und daher ihre Weisheit nicht mehr vermehren konnte; dies gilt auch von den zwei noch größeren Hierarchien, die später genannt werden sollen. Die übrigen schöpferischen Hierarchien waren zum Zweck ihrer eigenen Entwicklung genötigt, an, in und mit dem Menschen zu arbeiten.
Diese Herren der Flamme waren außerhalb des dunklen Saturnkörpers, und ihre Körper strahlten ein starkes Licht aus. Sie projizierten sozusagen ihr Bild auf den ehemaligen Saturnkörper, der so wenig an Eindrücken aufnahm, daß er alles, was mit ihm in Berührung kam, in einer echogleichen Weise zurückgab, die Bilder vervielfältigte. (Das findet seinen Ausdruck in der griechischen Mythologie, in dem Mythos von Saturn, der seine Kinder zerstört.)
Und doch ist es den Herren der Flamme während des ersten Kreislaufes durch wiederholte Anstrengungen gelungen, in das sich entwickelnde Leben den Keim zu pflanzen, der unseren gegenwärtigen dichten Körper gebildet hat. Dieser Keim entwickelte sich während der ersten sechs Kreisläufe noch etwas weiter und erhielt die Fähigkeit, Sinnesorgane, besonders das Ohr zu bilden. Darum ist das Ohr das höchstentwickelte Organ, das wir besitzen. Es ist das Instrument, das Eindrücke von äußeren Zuständen mit der größten Genauigkeit übermittelt. Es ist den Täuschungen der Sinnenwelt weniger unterworfen als die anderen Sinnesorgane.
Das Bewußtsein des sich in dieser Periode entwickelnden Lebens war das der heutigen Mineralien, ein Zustand der Unbewußtheit, wie Medien sie im tiefsten Trancezustand aufweisen, und doch arbeitete während der ersten sechs Kreisläufe das sich entwickelnde Leben am Keim des dichten Körpers unter der Anleitung und mit Hilfe der verschiedenen schöpferischen Hierarchien. In der Mitte des
siebten Kreislaufes wurden die Herren der Flamme - die untätig geblieben waren, seit sie im ersten Kreislauf den Keim des dichten Körpers gegeben hatten - wieder aktiv; dieses Mal, um das höchste geistige Prinzip zu erwecken. Sie erweckten die erste Tätigkeit des göttlichen Geistes im Menschen.
So verdankt der Mensch seinen höchsten und seinen niedersten Träger - den göttlichen Geist und den dichten Körper - der Evolution der Saturnperiode. Diese zu manifestieren, halfen ihm die Herren der Flamme aus ihrem eigensten freien Willen und ohne den geringsten Zwang, es tun zu müssen.
Die Arbeit der verschiedenen schöpferischen Hierarchien fängt nicht zu Beginn einer Periode oder eines Kreislaufes auf Globus A an. Sie setzt in der Mitte eines Kreislaufes ein, wächst an Stärke und erreicht ihre höchste Kraft in der Mitte der kosmischen Nacht, die sowohl zwischen den Kreisläufen als auch zwischen den Perioden besteht. Dann nimmt sie nach und nach in dem Grad ab, wie die Lebenswoge der Mitte des nächsten Kreislaufes zustrebt.
Daher war die Tätigkeit der Herren der Flamme an der Erweckung des keimenden Bewußtseins während der Ruheperiode zwischen der Saturn- und der Sonnenperiode am wirksamsten.
Wir wiederholen, daß die kosmische Nacht nicht als eine Zeit der Untätigkeit anzusehen ist. Sie ist kein untätiges Dasein, wie wir aus dem Beispiel des Individuums, das vom Tod zu einer neuen Geburt übergeht, ersehen konnten. Auch der große Tod aller Globen einer Periode ist nur ein Aufhören tätiger Manifestation, damit eine angemessen stärkere subjektive Tätigkeit entfaltet werden kann.
Die Idee der Natur dieser subjektiven Tätigkeit wird vielleicht am besten durch die Beobachtung dessen erfaßt werden, was geschieht, wenn eine reife Frucht in den Boden versenkt wird. Gärung und Verfall des Fruchtfleisches setzen ein. Aus diesem Chaos aber steigt die neue Pflanze empor,
der Luft und dem Sonnenschein entgegen! So ist, wenn eine Periode geendet hat, alles anscheinend in Chaos aufgelöst, und sich darin einer Ordnung bewußt zu werden, ist uns unmöglich. Aber zur rechten Zeit werden die Globen einer neuen Periode gebildet und zum Bewohnen für die Menschen bereitet.
Dorthin wird nun das sich entwickelnde Leben von den fünf dunklen Globen, über welche es während der kosmischen Nacht strich, übertragen, um seine Tätigkeit an einem neuen Schöpfungstag in veränderter Umgebung wieder aufzunehmen, vorbereitet und objektiviert (externalized) durch die Tätigkeiten der kosmischen Nacht. So wie die Gärungskräfte in der Frucht den Samen stärken und den Boden, in dem er wachsen soll, fruchtbar machen, so stärkten die Herren der Flamme den Keim des göttlichen Geistes besonders während der kosmischen Nacht zwischen der Saturn- und der Sonnenperiode und setzten ihre Tätigkeit bis zur Mitte des ersten Kreislaufes der Sonnenperiode fort.
Bevor die Tätigkeit irgendeiner Periode beginnen kann, findet eine Wiederholung all dessen statt, was durchlaufen wurde. Auf Grund des spiralförmigen Entwicklungspfades geschieht auch diese Wiederholung jedesmal auf einer höheren Stufe als der des Entwicklungsstadiums, welches sie wiederholt. Diese Notwendigkeit wird klar, wenn die eigentliche Arbeit bei der Wiederholung beschrieben werden wird.
Der erste Kreislauf jeder Periode ist eine Wiederholung der Arbeit am dichten Körper während der Saturnperiode, und die Rosenkreuzer sprechen davon als vom "Saturnkreislauf".
Die zweite Periode ist die Sonnenperiode, daher wird der zweite Kreislauf jeder Periode folgerichtig der "Sonnenkreislauf" sein.
Die dritte Periode ist die Mondperiode, darum wird der dritte Kreislauf jeder folgenden Periode eine Wiederholung
der in der Mondperiode vollbrachten Arbeit sein und "Mondkreislauf" genannt.
Die eigentliche Arbeit einer Periode beginnt nicht, ehe die wiederholenden Kreisläufe vorüber sind. In der gegenwärtigen Erdperiode mußten wir zum Beispiel vorerst dreieinhalb Kreisläufe durchlaufen. Das heißt, daß im ersten oder Saturnkreislauf unserer Erdperiode die während der Saturnperiode geleistete Arbeit wiederholt wurde, jedoch auf einer fortgeschrittenen Stufe. Im zweiten oder Sonnenkreislauf wurde die Arbeit der Sonnenperiode noch einmal durchgenommen. Im dritten oder Mondkreislauf wurde die Arbeit während der Mondperiode wiederholt. Und erst im vierten - dem gegenwärtigen Kreislauf - begann die wirkliche Arbeit der Erd-periode.
In der letzten der sieben Perioden, der Vulkanperiode, wird nur der letzte Kreislauf wirklich mit Vulkan-Arbeit ausgefüllt sein. In den vorhergehenden sechs Kreisläufen werden die Arbeiten der sechs vorhergehenden Perioden wiederholt werden.
Ferner (und das wird dem Schüler besonders helfen, sich daran zu erinnern) wird der Saturnkreislauf jeder Periode immer mit der Entwicklung einer neuen Errungenschaft des dichten Körpers zu tun haben, weil dieser in der Saturnperiode begann, und jeder siebte oder Vulkankreislauf hat als besondere Arbeit eine Tätigkeit in Verbindung mit dem göttlichen Geist, weil dieser in dem siebten Kreislauf der Saturnperiode begann und im siebten Kreislauf der siebten Periode vollendet werden wird. In eben dieser Weise werden wir sehen, daß eine Verbindung zwischen den verschiedenen Kreisläufen und allen Trägern der Menschheit besteht.
Die Bedingungen während der Sonnenperiode unterscheiden sich gründlich von denen der Saturnperiode. Statt deren "Wärme-Globen" waren die Globen der Sonnenperiode glühende Lichtbälle, aus Gas zusammengesetzt. Diese großen Gasbälle enthielten alles, was sich in der Saturnperiode
entwickelt hatte, und die schöpferischen Hierarchien befanden sich auf ähnliche Weise in der Atmosphäre.
Statt der echogleichen, rückstrahlenden Eigenschaft der Saturnperiode hatten diese Globen bis zu einem gewissen Maß die Eigenschaft, jedes Bild oder jeden gegen ihre Oberfläche gerichteten Klang aufzunehmen und zu verarbeiten. Sie waren sozusagen "sinnesbegabte" Dinge.
Die Erde scheint das nicht zu tun, und ein Materialist würde zu dieser Idee spöttisch den Kopf schütteln, der Okkultist jedoch weiß, daß die Erde alles in und auf sich fühlt. Dieser leichtere Globus war viel empfindlicher als die Erde, weil er nicht auf so harte und feste Zustände der Materie beschränkt und in ihnen gefesselt war, wie unsere gegenwärtig bewohnte Erde.
Gewiß war das Leben dort anders, weil keine Formen, die so geartet sind, wie wir sie kennen, dort hätten bestehen können. Doch das Leben kann sich in der Form von feurigem Gas ebensogut oder sogar besser ausdrücken als in den Formen aus schwer zu behandelnder chemischer Materie, wie es die gegenwärtigen dichten Formen von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen sind. Als das sich entwickelnde Leben im ersten oder Saturnkreislauf der Sonnenperiode auf Globus A auftauchte, stand es noch unter der Obhut der Herren der Flamme, die im Menschen in der Mitte des letzten Kreislaufes der Saturnperiode den Keim des göttlichen Geistes erweckt hatten. Sie hatten zuerst den Keim des dichten Körpers gegeben und waren daran während der ersten Hälfte des Saturnkreislaufes der Sonnenperiode mit verschiedenen Verbesserungen beschäftigt.
In der Sonnenperiode wurde mit der Bildung des Lebensleibes und allem, was an Fähigkeit der Assimilation, des Wachstums, der Fortpflanzung, der Drüsen usw. darin enthalten ist, begonnen.
Die Herren der Flamme pflanzten dem Keim des dichten Körpers nur die Fähigkeit ein, Sinnesorgane zu entwickeln.
In der Zeit, mit der wir uns eben befassen, wurde es notwendig, den Keim so umzugestalten, daß er die Durchdringung mit einem Lebensleib sowie die Möglichkeit sich entwickelnder Drüsen und einen Ernährungskanal zuließ. Das wurde durch die vereinte Tätigkeit der Herren der Flamme, die den ursprünglichen Keim gaben, und der Herren der Weisheit, die während der Sonnenperiode sich der körperlichen Entwicklung annahmen, geleistet.
Die Herren der Weisheit, die nicht so hoch entwickelt waren wie die Herren der Flamme, arbeiteten an der Vollendung ihrer eigenen Entwicklung. Deshalb erhielten sie den Beistand einer Ordnung von erhabenen Wesen, die wie die Herren der Flamme aus eigenem freien Willen wirkten. In der esoterischen Sprache heißen sie Cherubim. Doch traten diese erhabenen Wesen nicht eher tätig in die Entwicklung ein, als bis es nötig war, das zweite geistige Prinzip unseres werdenden Menschen zu erwecken, da die Herren der Weisheit vollkommen fähig waren, die Arbeiten in Verbindung mit dem Lebensleib zu leisten, der in der Sonnenperiode der menschlichen Zusammensetzung hinzugefügt werden sollte, nicht jedoch um das zweite geistige Prinzip zu erwecken.
Als die Herren der Flamme und die Herren der Weisheit im Saturnkreislauf der Sonnenperiode vereint, den dichten Keimkörper wiederaufgebaut hatten, leiteten im zweiten Kreislauf die Herren der Weisheit die eigentliche Arbeit der Sonnenperiode ein und strahlten aus ihren eigenen Körpern den Keim des Lebensleibes aus, machten ihn tauglich, den dichten Körper zu durchdringen und gaben dem Keim die Fähigkeit, das Wachstum und die Fortpflanzung zu fördern und die Sinnesorgane des dichten Körpers anzuregen sowie in Tätigkeit zu versetzen. Mit einem Wort, sie gaben dem Lebensleib im Keim alle Fähigkeiten mit, die er jetzt entfaltet, um ein vollkommenes und bildsames Instrument für den Gebrauch des Geistes zu werden.
Diese Arbeit erfüllte den zweiten, dritten, vierten und fünften Kreislauf der Sonnenperiode. Im sechsten Kreislauf traten
die Cherubim auf und erweckten den Keim des zweiten Aspektes des dreifachen Geistes des Menschen, den Lebensgeist. Im siebten und letzten Kreislauf wurde der neuerweckte Keim des Lebensgeistes dem Keim des göttlichen Geistes angegliedert und an letzterem noch weitergearbeitet.
Wir erinnern uns, daß in der Saturnperiode unser Bewußtsein tranceartig war. Durch die Tätigkeit der Sonnenperiode wurde es so verändert, daß es wie das Bewußtsein im traumlosen Schlaf wurde. Während der Sonnenperiode fügte die Evolution der Zusammensetzung des sich entwikelnden, im Werden begriffenen Menschen den nächst höheren und den nächst niederen seiner augenblicklichen Träger hinzu. Zum Schluß der Sonnenperiode besaßen wir den Keim eines dichten Körpers und den des Lebensleibes, ebenso eines göttlichen Geistes und eines Lebensgeistes. Das heißt also, wir besaßen einen zweifaltigen Geist (spirit) und einen zweifaltigen Körper.
Wir haben uns auch zu vergegenwärtigen, daß so wie der erste oder Saturnkreislauf jeder Periode sich mit Arbeiten am dichten Körper befaßt (weil dieser im ersten Kreislauf begonnen wurde), sich der zweite oder Sonnenkreislauf jeder Periode mit Verbesserungen am Lebensleib befaßt, weil er in einem zweiten Kreislauf begonnen wurde. In gleicher Weise ist der sechste Kreislauf jeder Periode gewissen Arbeiten am Lebensgeist gewidmet, und der siebte Kreislauf befaßt sich besonders mit Angelegenheiten, die den göttlichen Geist betreffen.
In der Saturnperiode ging der werdende Mensch durch einen Zustand mineralischer Existenz. Das heißt: er hatte einen dichten Körper ausschließlich im Sinne des Minerals. Sein Bewußtsein war ebenfalls dem des gegenwärtigen Minerals ähnlich.
In derselben Weise und aus analogen Gründen kann auch gesagt werden, daß der Mensch in der Sonnenperiode das Pflanzenstadium durchlebte. Er hatte wie die Pflanzen einen
dichten Körper und einen Lebensleib, und sein Bewußtsein war wie das ihre gleich einem traumlosen Schlaf. Der Schüler wird diese Analogie vollständig erfassen, wenn er sich Diagramm 4 im Kapitel über die vier Reiche vergegenwärtigt, wo die Bewußtseinsträger des Minerals, der Pflanze, des Tieres und des Menschen zugleich mit dem besonderen Bewußtsein, das jedem dieser Fälle zugrunde liegt, schematisch dargestellt werden.
Als die Sonnenperiode vorüber war, folgte eine andere kosmische Nacht der Assimilation, zusammen mit der subjektiven Tätigkeit, die vor der Eröffnung der Mondperiode notwendig war. Diese war an Länge der vorhergehenden Periode objektiver Manifestation gleich.
So wie der Hauptcharakterzug der dunklen Saturnperiode durch den Ausdruck "Wärme" beschrieben wurde, jener der Globen der Sonnenperiode als "Licht" oder glühende Hitze, so lassen sich die charakteristischsten Eigenschaften der Globen der Mondperiode am besten durch das Wort "Feuchtigkeit" wiedergeben. Es gab keine Luft, wie die uns bekannte.
In der Mitte war der heiße, feurige Kern. Ihm zunächst und als Folge der Berührung mit der Kälte des Weltraumes war eine dichte Feuchtigkeit. Durch Berührung mit dem feurigen zentralen Kern verwandelte sich die dichte Nässe in heißen Dampf, der nach außen drängte, um abzukühlen und wieder gegen das Zentrum zu sinken. Darum nennt der okkulte Gelehrte die Globen der Mondperiode "Wasser" und beschreibt die Atmosphäre dieser Zeit als "Feuernebel". So sah die Szene des nächsten Schrittes der Lebensentwicklung aus.
Die Arbeit der Mondperiode war: den Keim zur Erwerbung des Empfindungskörpers zu legen und die keimende Tätig-
keit des dritten Aspektes des dreifachen Geistes im Menschen, des menschlichen Geistes, des Ego, zu beginnen.
In der Mitte des siebten Kreislaufes der Sonnenperiode übernahmen die Herren der Weisheit die Pflege des keimenden Lebensgeistes, der durch die Cherubim im sechsten Kreislauf der Sonnenperiode gegeben worden war. Das geschah, um ihn an den göttlichen Geist anzugliedern. Ihre größte Tätigkeit bei dieser Arbeit wurde in der kosmischen Nacht zwischen der Sonnen- und Mondperiode erreicht. In der ersten Dämmerung der Mondperiode, als die Lebenswoge ihre neue Pilgerschaft antrat, erschienen die Herren der Weisheit wieder und brachten die keimenden Träger des sich entwickelnden Menschen mit sich.
Im ersten Saturnkreislauf der Mondperiode vereinigten sie sich mit den "Herren der Individualität", denen die besondere Pflege der materiellen Entwicklung während der Mondperiode oblag. Zusammen rekonstruierten sie den Keim des dichten Körpers, herübergebracht aus der Sonnenperiode. Dieser Keim hatte embryonale Sinnesorgane, Verdauungsorgane, Drüsen usw. entfaltet und war von einem knospenden Lebensleib durchdrungen, der dem embryonalen dichten Körper einen gewissen Grad von Leben verlieh. Allerdings war er nicht dicht und sichtbar wie er dies jetzt ist, aber in einer gewissen unreifen Weise war er doch einigermaßen organisiert, und der geübte Blick des berufenen hellsichtigen Forschers, der im Gedächtnis der Natur nach Szenen aus der fernen Vergangenheit sucht, kann ihn vollständig wahrnehmen.
In der Mondperiode wurde es notwendig, den dichten Körper so zu rekonstruieren, daß er von einem Empfindungsleib durchdrungen werden konnte und auch die Fähigkeit erhielt, ein Nervensystem, Muskeln, Knorpel und ein rudimentäres Skelett zu entwickeln. Diese Rekonstruktion war die Arbeit des Saturnkreislaufes der Mondperiode.
Während des zweiten - des Sonnenkreislaufs - wurde auch der Lebensleib so verwandelt, daß er die Durchdringung mit
einem Empfindungsleib zuließ und sich dem Nervensystem, den Muskeln, dem Skelett usw. anpaßte. Auch die Herren der Weisheit, welche die Schöpfer des Lebensleibes waren, halfen den Herren der Individualität bei dieser Arbeit.
Im dritten Kreislauf begann die eigentliche Arbeit der Mondperiode. Die Herren der Individualität strahlten aus sich die Substanz aus, die dem unbewußten, sich entwickelnden, Menschen half, sich einen keimenden Empfindungsleib anzueignen und ihn einzubauen. Sie halfen ihm auch, diesen keimenden Empfindungsleib in den vereinigten Lebensleib und den dichten Körper - den er schon besaß - einzubauen. Diese Arbeit erfüllte den ganzen dritten und vierten Kreislauf der Mondperiode.
Auch die Herren der Individualität standen, so wie die Herren der Weisheit, weit und erhaben über den Menschen. Doch arbeiteten sie an und in ihm, um ihre eigene Entwicklung zu vollenden. Während sie die Fähigkeit hatten, den niederen Träger zu behandeln, waren sie dem höheren gegenüber machtlos. Sie konnten den geistigen Impuls, der nötig war, um den dritten Aspekt des dreifachen Geistes im Menschen zu erwecken, nicht geben.
Darum trat während des fünften Kreislaufes der Mondperiode eine andere Klasse von Wesen auf den Plan, die über der Notwendigkeit stand, sich in einer Evolution wie der unseren fortzuentwickeln. Auch sie handelten wie die Herren der Flamme und die Cherubim aus eigenem freien Willen, um dem Menschen zu helfen. Sie werden "Seraphim" genannt und erweckten den Keim des dritten Aspektes des Geistes, den menschlichen Geist.
Im sechsten Kreislauf der Mondperiode erschienen die Cherubim wieder, und im Verein mit den Herren der Individualität gliederten sie den neu erworbenen Keim des menschlichen Geistes dem Lebensgeist an.
Im siebten Kreislauf der Mondperiode kamen die Herren der Flamme erneut dem Menschen zu Hilfe und halfen den Herren der Individualität, den menschlichen Geist an den
göttlichen Geist anzugliedern. So trat das gesonderte Ego, der dreifache Geist, ins Dasein.
Vor dem Beginn der Saturnperiode waren die jungfräulichen Geister, die jetzt die Menschheit bilden, in der Welt der jungfräulichen Geister und waren "allbewußt" wie Gott, in dem (nicht aus dem) sie geschieden wurden. Und doch waren sie nicht "selbst"-bewußt. Die Erlangung dieser Fähigkeit bildet zum Teil die Aufgabe der Evolution, die den jungfräulichen Geist in ein Meer der Materie von immer zunehmender Dichtigkeit stürzte und die ihn schließlich vom Allbewußtsein ausschloß.
So wurden die jungfräulichen Geister während der Saturnperiode in die Welt des göttlichen Geistes versenkt und in die zartesten Schleier aus dieser Substanz eingeschlossen, die sie mit Hilfe der Herren der Flamme zum Teil durchdrangen.
Während der Sonnenperiode wurde der jungfräuliche Geist in die dichtere Welt des Lebensgeistes getaucht und gegen das Allbewußtsein durch einen zweiten Schleier aus der Substanz der Welt des Lebensgeistes noch wirksamer geblendet. Aber noch durchdrangen sie mit Hilfe der Cherubim auch diesen zweiten Schleier. Auch das Gefühl der All-Einheit war nicht verloren, denn auch die Welt des Lebensgeistes ist noch eine universale Welt, die alle Planeten unseres Sonnensystems durchdringt und ihnen gemeinsam ist.
Während der Mondperiode tauchen die jungfräulichen Geister aber in die noch dichtere Materie der Region der abstrakten Gedanken, und hier wird der undurchsichtigste der Schleier, der menschliche Geist, hinzugefügt. Von da an ist das Allbewußtsein des jungfräulichen Geistes verloren. Er kann seine Schleier nicht mehr durchdringen, nicht mehr nach außen schauen und andere wahrnehmen, und wird daher gezwungen, sein Bewußtsein nach innen zu wenden, um dort sein Selbst zu finden, als ein Ego, von allen andern getrennt (separated) und abgesondert.
So wird der jungfräuliche Geist in einen dreifachen Schleier eingeschlossen, und als sein äußerster Schleier
verdeckt ihm der menschliche Geist wirksam die Erkenntnis der Einheit allen Lebens. Während der Involution gewöhnt er sich an die Täuschung des getrennten Seins und wird so zum Ego. Die Evolution wird nach und nach die Täuschung lösen, sie wird das Allbewußtsein zurückbringen und es um das Selbstbewußtsein vermehren.
So sehen wir, daß der Mensch am Ende der Mondperiode einen dreifachen Körper in verschiedenen Entwicklungsstadien und auch den Keim eines dreifachen Geistes besaß. Er hatte einen dichten Körper, den Lebens- und Empfindungsleib, sowie einen göttlichen-, einen Lebens- und einen menschlichen Geist. Ihm fehlte nur noch das Bindeglied.
Es ist festgestellt worden, daß der Mensch während der Saturnperiode durch den mineralischen Zustand ging, während der Sonnenperiode durch den Pflanzenzustand, und seine Wanderschaft durch die Bedingungen der Mondperiode entsprachen aus demselben Grund, wie bei den anderen Perioden, der Phase des tierischen Zustandes. Er hatte einen dichten Körper, einen Lebens- und einen Empfindungsleib, wie unsere jetzigen Tiere, und sein Bewußtsein war ein inneres Bildbewußtsein, so wie heute das der niederen Tiere.
Das Bildbewußtsein gleicht dem Traumbewußtsein des Menschen mit der einzigen Ausnahme, daß es vollkommen vernünftig ist, da es durch den Gruppengeist der Tiere gelenkt wird. Man vergegenwärtige sich wieder Diagramm 4 im Kapitel über die vier Reiche, worin dies gezeigt wird.
Diese Mondgeschöpfe waren nicht mehr ganz im Anfangsstadium wie in den vorhergehenden Perioden. Dem geübten Hellseher erscheinen sie in der Atmosphäre aus Feuernebel an Schnüren aufgehängt, so wie der Embryo durch die Nabelschnur mit der Mutter in Verbindung steht. Gemeinschaftliche Ströme, die für eine Art von Nahrung sorgten, fluteten aus der Atmosphäre durch diese Schnüre heraus und hinein. So entsprachen diese Ströme in ihrer Wirksamkeit ungefähr dem Blut der heutigen Tage. Der Name "Blut" auf diese Ströme angewandt, wird aber nur gebraucht, um eine
Analogie zu erwecken, denn die Wesen der Mondperiode hatten nichts unserem jetzigen roten Blut ähnliches, das eine der letzten Errungenschaften des Menschen ist. Gegen das Ende der Mondperiode fand eine Teilung des Globus statt, der die Stätte unserer und anderer Evolutionen war, was bisher der größeren Einfachheit wegen nicht erwähnt wurde; wir werden aber sogleich mit ihr bekannt gemacht.
Ein Teil dieses großen Globus wurde durch den Menschen kristallisiert, da er unfähig war, den Teil, den er bewohnte, in dem hohen - von anderen sich dort aufhaltenden Wesen benötigten - Schwingungsgrad zu halten. Und als dieser Teil immer träger wurde, schleuderte ihn die Zentrifugalkraft des rotierenden Globus in drehender Bewegung in den Raum, wo er um den glühenden feurigen inneren Teil zu kreisen begann.
Der geistige Grund für das Abstoßen solcher Kristallisationsprodukte ist, daß die höchsten Wesen auf so einem Globus zu ihrer Entwicklung der ungeheuer schnellen Schwingungen des Feuers bedürfen. Sie werden durch die Verdichtung gehemmt, obwohl dieser Zustand der Evolution anderen, weniger fortgeschrittenen Wesen, die Schwingungen von geringerer Zahl nötig haben, angemessen ist. Wenn daher ein Teil irgendeines Globus durch eine Gruppe sich entwikelnder Wesen zum Unheil der anderen verdichtet worden ist, wird dieser Teil in genau die richtige Entfernung von der Zentralmasse geschleudert, wo er dann um seinen Ursprungsplaneten (primary) als Satellit kreist.
Die ihn treffenden Hitzeschwingungen haben genau die Schnelligkeit und Stärke, welche die auf diesem Satelliten sich entwickelnden Wesen benötigen. Sicherlich kommt das Gravitationsgesetz vom rein physischen Gesichtspunkt als Erklärung vollkommen hinreichend für dieses Phänomen auf. Aber es ist immer auch noch eine tiefere Ursache vorhanden, die eine vollständigere Erklärung gewährt, und die wir finden, wenn wir die geistige Seite der Ereignisse betrachten. So wie eine physische Tat nur die sichtbare Äußerung des
unsichtbaren Gedankens ist, der ihr vorhergehen muß, so ist die Abstoßung eines Planeten von einer Zentralsonne die sichtbare und unvermeidliche Wirkung von unsichtbaren geistigen Bedingungen.
Der kleinere Planet, der in der Mondperiode abgestoßen wurde, verdichtete sich mit ziemlicher Schnelligkeit und blieb bis zum Ende dieser Periode das Feld unserer Evolution. Er war dem Mutterplaneten ein Mond, der ihn umkreiste, wie unser Mond die Erde umkreist, zeigte aber keine Phasen wie unser Mond. Er drehte sich so, daß eine Seite immer hell und die andere immer dunkel war, wie wir es im Fall der Venus sehen. Einer seiner Pole war genau gegen den großen feurigen Globus gerichtet, so wie der Pol der Venus gerade gegen die Sonne gerichtet ist.
Auf diesem Satelliten der Mondperiode waren ihn umkreisende Ströme, so wie die Ströme der Gruppengeister die Erde umkreisen. Die Mondwesen folgten diesen Strömen instinktiv von der lichten zur dunklen Seite dieses alten Mondes. Zu gewissen Zeiten des Jahres, wenn sie auf der lichten Seite waren, fand eine Art von Fortpflanzung statt. Wir finden den atavistischen Niederschlag dieser Mondreisen zum Zweck der Fortpflanzung in den Wanderzügen der Zugvögel, die bis zum heutigen Tag dem Gruppengeist zu gewissen Jahreszeiten und zu gleichen Zwecken um die Erde folgen. Selbst die Hochzeitsreisen der menschlichen Wesen zeigen, daß auch der Mensch noch nicht über den Wanderschaftsimpuls in Verbindung mit der Paarung hinausgewachsen ist.
In diesem Zustand waren die Mondgeschöpfe auch fähig, Töne oder Schreie auszustoßen. Es waren kosmische Laute, nicht der Ausdruck von individueller Freude oder Kummer,
denn noch war kein Individuum vorhanden. Die Entwicklung der Individualität kam erst später, in der Erdperiode.
Am Ende der Mondperiode kam erneut eine Ruhepause, die kosmische Nacht. Die getrennten Teile wurden aufgelöst und gingen in dem allgemeinen Chaos unter, das der Neuorganisierung des Globus für die Erdperiode voranging. Die Herren der Weisheit hatten sich nun so weit entwickelt, daß sie fähig waren, als die höchste schöpferische Hierarchie zu wirken. Ihnen wurde die besondere Pflege des göttlichen Geistes im Menschen während der Erdperiode übertragen. Auch die Herren der Individualität waren nun fortgeschritten genug, um am Geist im Menschen zu arbeiten, weshalb der Lebensgeist in ihre Pflege kam.
Eine andere schöpferische Hierarchie hatte die besondere Sorge für die drei Keime des dichten Körpers, des Lebensund des Empfindungsleibes, wie sie in ihrer Entwicklung fortschritten. Es sind die, welche nun unter der Anleitung der höheren Ordnungen die Hauptarbeit an diesen Körpern leisteten und das sich entwickelnde Leben als eine Art von Instrument benutzten. Diese Hierarchie heißt Die Herren der Form. Sie waren bereits so weit entwickelt, daß ihnen die Pflege des dritten Aspektes des Geistes im Menschen, des menschlichen Geistes, in der kommenden Erdperiode übertragen werden konnte.
Zu Beginn der Saturnperiode waren zwölf große schöpferische Hierarchien am Evolutionswerk tätig. Zwei von ihnen halfen zu Anfang. Über ihre Leistungen wurden keine Belehrungen gegeben, außer daß sie aus ihrem eigenen freien Willen arbeiteten und sich dann aus der begrenzten Existenz in die Freiheit zurückzogen.
Ihnen folgten bis zum Beginn der Erdperiode drei weitere schöpferische Hierarchien: die Herren der Flamme, die Cherubim und die Seraphim, und ließen - zur Zeit, als die Erdperiode begann - sieben Hierarchien in tätigem Dienst zurück. (Diagramm 9 wird eine klare Vorstellung über die zwölf Hierarchien und ihre Anordnung geben.)
Tierkreiszeichen Name Tätigkeit
1. Widdernamenlos . .Von der ersten und zweiten
2. Stiernamenlos. . .Ordnung sagt man, daß sie jenseits
der Erkenntnis von irgendjemand
auf Erden stehen. Man weiß, daß
sie zu Beginn unserer Entwicklung
einigen Beistand leisteten
Die drei folgenden Ordnungen waren aus eigenem freien Willen tätig,
dem Menschen während der drei Perioden, die der Erdperiode
vorangingen, zu helfen. Auch sie sind in die Befreiung hinübergegangen:
3. Zwillinge . . Seraphim. . . . . . die in der Mondperiode im wer-
denden Menschen den Keim des
menschlichen Geistes, des Ego,
legten
4. Krebs . . . . Cherubim. . . . . . .die in der Sonnenperiode den Keim
des Lebensgeistes schufen
5. Löwe. . . . . Herren der Flamme. . die in der Saturnperiode den Keim
des göttlichen Geistes erweckten
und den Keim des dichten Körpers
gaben
Die folgenden 7 Hierarchien sind in der Erdperiode tätig:
6. Jungfrau Herren der Weisheit . . . die in der Sonnenperiode den
Lebensleib begannen
7. WaageHerren d. Individualität. . . die in der Mondperiode den
Empfindungsleib begannen
8. Skorpion Herren der Form . . . . . welche die besondere Aufsicht über
die menschliche Entwicklung
während der Erdperiode haben
9. Schütze Herren des Intellekts.die Menschheit der Saturnperiode
10. Steinbock Erzengel die Menschheit der Sonnenperiode
11. Wassermann Engel die Menschheit der Mondperiode
12. Fische die jungfräulichen Geister, welche die Menschheit der gegen-
wärtigen Erdperiode sind
Die Herren des Intellekts wurden Sachverständige im Aufbau von Körpern aus "Gedankenstoff", wie wir aus dem gleichen Grund des Aufbaues der Körper aus chemischem Material kundig werden müssen. Die Region der konkreten Gedanken war der dichteste Zustand der Materie, der während der Saturnperiode erreicht wurde, in der sie menschlich waren, und der chemische Zustand ist der dichteste Zustand, mit dem unsere Menschheit in Berührung kommt.
In der Erdperiode erreichten die Herren des Intellekts die Schöpfer-Stufe und strahlten aus sich selbst in unser Wesen den Kern des Materials, woraus wir jetzt versuchen, einen organisierten Intellekt zu bauen. Sie werden von Paulus "Mächte der Finsternis" genannt, weil sie aus der finsteren Saturnperiode kamen, und sie werden als böse angesehen, weil sie die trennende Tendenz haben, die zur Sphäre des Verstandes gehört und im Gegensatz zu den einigenden Kräften der Welt des Lebensgeistes, dem Reich der Liebe, steht. Die Herren des Intellekts arbeiten mit der Menschheit, aber nicht mit den drei niederen Reichen.
Die Erzengel wurden kundig im Erbauen eines Körpers aus Empfindungsstoff, der dichtesten Materie der Sonnenperiode. Darum können sie die weniger entwickelten Wesen, wie Menschen und Tiere, lehren, wie man einen Empfindungsleib formt und gebraucht.
Die Engel haben vollkommene Erfahrung darin, einen Lebensleib zu bauen, denn in der Mondperiode, als sie menschlich waren, war der Äther der dichteste Zustand der Materie. Wegen dieser Fähigkeit sind sie die richtigen Lehrer von Mensch, Tier und Pflanze in bezug auf die Lebensfunktionen: Fortpflanzung, Ernährung usw.
Wir verfolgten im vorigen Kapitel die Evolution des Lebens, des Bewußtseins und der Form - der dreiphasigen Manifestation des jungfräulichen Geistes - welcher das Leben ist, das die "Form" um sich sammelt und dadurch "Bewußtsein" erlangt. Und wir haben davon gesprochen, als ob es nur eine Art des Fortschrittes gäbe, als ob der jungfräuliche Geist ohne Ausnahme unaufhörliche und einheitliche Fortschritte gemacht hätte.
Das geschah der Einfachheit halber, denn es gab hier ebensogut Nachzügler, wie in jeder großen Körperschaft oder Gesellschaft.
In der Schule gibt es Schüler, die das Ziel zur Versetzung in eine höhere Klasse nicht erreichen. Ebenso gibt es auch in jeder Entwicklungsperiode Wesen, die zurückbleiben, weil sie das zur Erlangung der höheren Stufe notwendige Ziel nicht erreicht haben.
Schon in der frühen Zeit der Saturnperiode entwikelten sich Teile der menschlichen Lebenswoge nicht genügend, um den nächsten Schritt aufwärts zu tun. In diesem Stadium arbeiteten die höheren Wesen mit dem Leben, das in sich selbst unbewußt war. Trotz dieser Unbewußtheit geschah es, daß einige der jungfräulichen Geister, die nicht so biegsam oder anpassungsfähig waren wie die anderen, zurückblieben.
In dem einen Wort "Anpassungsfähigkeit" finden wir das große Geheimnis des Fortschrittes oder des Rückschrittes. Jeder Fortschritt hängt davon ab, ob ein sich entwickelndes Wesen schmiegsam, anpassungsfähig und biegsam ist, damit es sich an neue Bedingungen gewöhnen kann, oder ob es kristallisiert, fixiert und zur Wandlung unfähig ist.
Anpassungsfähigkeit ist die Eigenschaft, die Fortschritt verleiht, ob das Wesen nun auf einer hohen oder niederen Ent-
wicklungsstufe steht. Mangel daran ist die Ursache des Rückschreitens des Geistes und des Zurückgehens der Form. Dieses Gesetz läßt sich auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft anwenden.
Die Teilung der Befähigten und der Unbefähigten findet nach der genauen unpersönlichen Gerechtigkeit des Gesetzes der Ursache und Wirkung statt. Niemals wurde eine willkürliche Unterscheidung zwischen den "Schafen" und den "Böcken" gemacht, niemals wird sie gemacht werden.
Der verhärtete, nicht elastische Zustand einiger Saturnwesen verhinderte bei ihnen das Erwachen des göttlichen Geistes, so daß sie nur Mineral blieben; alles was sie gewonnen hatten, war der keimende dichte Körper.
Somit gab es zwei Klassen oder Reiche in der Sonnenperiode: die Nachzügler der Saturnperiode, die noch immer mineralisch waren, und die Pioniere der Saturnperiode, die fähig gewesen waren, den Keim eines Lebensleibes aufzunehmen und pflanzenartig zu werden.
Zu diesen beiden Reichen kam noch ein drittes - eine neue Lebenswoge - hinzu, die ihre Tätigkeit gerade zu Anfang der Sonnenperiode begann. (Das ist die Lebenswoge, die jetzt unsere Tiere beseelt.)
Die Materie, in welche die neue Lebenswoge zusammen mit den Nachzüglern der Saturnperiode eintrat, bildete das Mineralreich der Sonnenperiode. Und doch war ein großer Unterschied zwischen den zwei Klassen oder Unterabteilungen des zweiten Reiches.
Dem Nachzügler ist es möglich, einen "Sprint" einzulegen und die Pioniere einzuholen, die jetzt unsere Menschheit bilden, was aber der neuen Lebenswoge unmöglich ist. Sie wird einen Zustand erreichen, der unserem menschlichen entspricht, jedoch unter sehr unterschiedlichen Bedingungen.
Die Trennung der Nachzügler und Pioniere fand im siebten Kreislauf der Saturnperiode statt, als der göttliche Geist durch die Herren der Flamme erweckt worden war. Dabei befand sich ein Teil der sich entwickelnden Wesen in einem so unnachgiebigen, verhärteten Zustand, daß es unmöglich war, sie zu erwecken.
Darum blieben sie ohne den Funken des Geistes, von dem ihr Fortschritt abhing, und sie waren gezwungen, auf dieser Stufe zu bleiben, da es ihnen unmöglich war, denen zu folgen, in denen der göttliche Funke geweckt worden war. Wahrlich, alles, was wir sind oder nicht sind, ist die Folge unserer eigenen Bemühungen oder unserer eigenen Untätigkeit.
Diese Nachzügler und die neu angekommene Lebenswoge formten dunkle Flecken in der sonst glühenden Gassphäre, welche der dichteste Globus der Sonnenperiode war, und die Flecken, die unsere Sonne zeigt, sind ein atavistisches Überbleibsel dieses Zustandes.
Im sechsten Kreislauf der Sonnenperiode wurde der Lebensgeist durch die Cherubim erweckt, und wieder fielen nun einige, die über den kritischen Punkt in der Saturnperiode glücklich hinweggekommen waren, in der Sonnenperiode ab und erwiesen sich somit als ungeeignet, den zweiten Aspekt des Geistes belebt zu erhalten. So bildete sich eine andere Klasse von Nachzüglern, die hinter der Hochflut der Entwicklung zurückblieb.
Im siebten Kreislauf der Sonnenperiode erschienen die Herren der Flamme wieder, um den göttlichen Geist in denen zu erwecken, die am Ende der Saturnperiode nicht dazu geeignet waren, nun aber den Punkt erreicht hatten, um in der Sonnenperiode den geistigen Impuls zu empfangen. Die Herren der Flamme erweckten den Keim des göttlichen Geistes auch in so vielen der neuen Lebenswoge, wie dazu bereit waren; doch auch hier gab es Nachzügler.
So bestanden zu Beginn der Mondperiode folgende Klassen:
1. Die Pioniere, die durch die Saturn- und Sonnenperiode erfolgreich hindurchgegangen waren. Sie hatten einen dichten Körper, einen Lebensleib, einen göttlichen Geist und einen Lebensgeist in keimender Tätigkeit.
2. Die Nachzügler der Sonnenperiode, die einen dichten Körper und einen Lebensleib und auch einen göttlichen Geist, alles keimend, besaßen.
3. Die Nachzügler der Saturnperiode, die im 7. Kreislauf der Sonnenperiode befördert worden waren. Sie hatten den Keim des dichten Körpers und des göttlichen Geistes.
4. Die Pioniere der neuen Lebenswoge, die dieselben Träger hatten wie Klasse 3, die aber einem anderen Evolutionsplan als dem unseren angehören.
5. Die Nachzügler der Lebenswoge, die nur den Keim für den dichten Körper besaßen.
6. Eine neue Lebenswoge, die ihre Evolution zu Beginn der Mondperiode antrat und das Leben ist, das die Pflanzen unserer Tage beseelt.
Man denke daran, daß die Natur sich langsam entwickelt. Sie nimmt an den Formen keine plötzlichen Veränderungen vor. Ihr gilt die Zeit nichts, die Erwerbung der Vollkommenheit jedoch alles. Ein Mineral verwandelt sich nicht mit einem Sprung in eine Pflanze, sondern in stufenweisen, fast unbemerkbaren Graden. Eine Pflanze wird nicht über Nacht zu einem Tier. Millionen von Jahren sind erforderlich, um die Veränderung hervorzubringen. Darum sind in der Natur zu allen Zeiten alle Stufen und Unterstufen zu finden. Die Stufenleiter des Seins erstreckt sich ohne Unterbrechung vom Protoplasma zu Gott.
Darum haben wir es zu Beginn der Mondperiode nicht mit sechs verschiedenen Reichen, die den obengenannten Klassen entsprechen zu tun, sondern nur mit drei Reichen - dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich.
Die niederste Klasse der Mondperiode bildete der neue Lebensstrom, der dort seine Entwicklung begann. Sie bildete den härtesten Mineralteil, doch muß man festhalten, daß sie keineswegs so hart wie die Mineralien unserer Tage war, sondern ungefähr so dicht wie unser Holz.
Diese Feststellung widerspricht nicht der früheren, die den Mond als wäßrig schildert, noch steht sie im Widerspruch zu Diagramm 8, das den dichtesten Körper der Mondperiode in der Ätherregion zeigt. Wie erwähnt, verhindert der spiralförmige Pfad der Entwicklung die Wiederholung irgendeines Zustandes. Es gibt Ähnlichkeiten, niemals aber Wiederholungen gleicher Bedingungen. Es ist schwer, die Bedingungen immer in ganz zutreffenden Ausdrücken zu beschreiben. Man bedient sich des Ausdruks, der die Zustände am deutlichsten wiedergeben kann.
Klasse fünf in unserer Tabelle war annähernd mineralisch, hatte aber, weil sie den mineralischen Zustand bereits während der Sonnenperiode durchschritten hatte, einige Pflanzenmerkmale.
Klasse vier war beinahe pflanzlich und entwickelte sich vor dem Abschluß der Mondperiode zum Pflanzenzustand. Sie stand aber dennoch dem Mineralreich näher, als die zwei nächsten Stufen, die das höhere Reich bildeten. Wir können daher Klasse vier und fünf zusammenfassen und sie als eine Art Mittelding klassifizieren, ein "Mineral-Pflanzen"-Reich, das die Oberfläche des alten Planeten der Mondperiode bildete. Es bestand Ähnlichkeit mit unserem gegenwärtigen Torf, der auch ein Zustand zwischen Mineral und Pflanze ist. Das Mineral-Pflanzenreich war schwammig und naß in Übereinstimmung mit der Tatsache, daß die Mondperiode wäßrig war.
So bildeten in der Mondperiode die vierte, fünfte und sechste Klasse die verschiedenen Abstufungen des Mineralreiches - die höchsten erreichten beinahe den Pflanzenzustand, und die niedersten bildeten die härteste mineralische Substanz dieser Zeit.
Klasse zwei und drei bildeten das Pflanzenreich, obschon sie beide tatsächlich mehr als pflanzlich, aber doch nicht ganz tierisch waren. Sie wuchsen im mineralischen Boden, sie waren feststehend wie Pflanzen, und doch hätten sie in
einem rein mineralischen Boden wie unsere heutigen Pflanzen, nicht aufwachsen können. Sie erinnerten an die heutigen schmarotzenden Pflanzen, die nicht in einem rein mineralischen Boden leben können, sondern ihre Nahrung schon vorbereitet auf einer echten Pflanze oder einem echten Baum suchen.
Klasse eins bestand aus den Pionieren der Lebenswoge der jungfräulichen Geister. Während der Mondperiode machten sie eine Art tierischen Lebens durch. Dennoch waren sie den Tieren unserer Zeit nur insofern ähnlich, als sie dieselben Träger besaßen und unter der Herrschaft eines Gruppengeistes standen, der die ganze menschliche Familie umfaßte.
Im Aussehen unterschieden sie sich wesentlich von unseren jetzigen Tieren, wie schon aus der Beschreibung im vorigen Kapitel ersichtlich ist. Sie berührten die Oberfläche des Planeten nicht, sondern sie trieben an nabelschnurähnlichen Gebilden aufgehängt, dahin. Statt der Lunge hatten sie einen kiemenähnlichen Apparat, durch den sie den heißen, dampfenden "Feuernebel" einatmeten. Diese Merkmale aus dem Monddasein werden noch im Embryo während des Schwangerschaftszustandes wiederholt, der in gewissen Phasen seiner Entwicklung Kiemen besitzt. Auch hatten die Mondgeschöpfe dieser Zeit das horizontale Rückgrat unserer Tiere.
Während der Mondperiode bildeten sich noch einige Abteilungen der Klassen, die hinter der Flut der Entwicklung zurückblieben, da es selbstverständlich auch hier Nachzügler gab. Als Resultat ergaben sich zu Beginn der Erdperiode fünf Klassen, von denen einige aus Unterabteilungen bestanden, wie wir aus Diagramm 10 ersehen können. Diese Unterabteilungen traten zu folgenden Zeiten und aus den folgenden Gründen auf.
In der Mitte des fünften Kreislaufes der Mondperiode - als die Seraphim den Pionieren, die sich zur Weiterentwicklung tauglich erwiesen, den Keim des menschlichen Geistes verliehen - waren nicht alle dazu geeignet, diesen Keim zu
erhalten. Ein Teil war unfähig, den geistigen Impuls zu erhalten, der den dreifachen Geist erwecken sollte.
Im sechsten Kreislauf der Mondperiode erschienen die Cherubim wieder und belebten den Lebensgeist derer, die in der Sonnenperiode zurückgeblieben waren, aber seitdem die notwendige Stufe der Entwicklung (Klasse zwei in unserer früheren Tabelle) erreicht hatten, und auch in jenen Nachzüglern der Sonnenperiode, die während ihres Pflanzendaseins in der Mondperiode keinen Lebensleib entwickelt hatten. (Diese waren Klasse drei aus der früheren Tabelle.)
Klasse vier unserer früheren Aufstellung war durch einen Zustand niederer Pflanzenexistenz hindurchgegangen, doch hatte die Mehrheit den Lebensleib für das Erweken des Lebensgeistes ausreichend entwickelt.
So hatten, als die Erdperiode begann, die drei letzten Klassen dieselben Träger, obwohl nur die zwei zuerst genannten Klassen (Klasse 3a und 3b in Diagramm 10) unserer Lebenswoge angehören und sogar jetzt noch die Aussicht haben, uns einzuholen, wenn sie den kritischen Punkt überschreiten, der im nächsten Kreislauf der Erdperiode kommen wird.
Alle, die diesen Punkt nicht überschreiten können, werden zurückbehalten, bis eine künftige Entwicklungsreihe einen Zustand erreicht, in den sie einfallen und so ihre Entwicklung in einer neuen menschlichen Periode fortsetzen können. Sie werden des Mitgehens mit unserer Menschheit beraubt werden, weil diese dann über ihren Zustand so weit hinaus sein wird, daß sie als schweres Hemmnis mit unserem Fortschritt mitgeschleppt werden müßten. Sie werden nicht vernichtet, müssen aber bis zu einer anderen Periode der Evolution warten.
Wenn die christliche Religion von einer "Erlösung" spricht, so ist damit der Fortschritt mit unserer jetzigen Evolutionswoge gemeint. Die Erlösung muß in Wahrheit ernstlich gesucht werden. Denn obschon die "ewige Verdammnis" derer, die nicht "erlöst" werden, weder Vernichtung noch
endlose Folter bedeutet, so ist es doch eine ernste Sache, für unzählbare Milliarden von Jahren zurückgehalten zu werden, bis eine neue Evolutionswoge so weit fortgeschritten ist, damit die, denen der Fortschritt hier nicht gelang, einspringen können. Zwar ist sich der Geist des Zeitverlustes nicht bewußt, es ist aber doch ein ernstlicher Verlust, und es muß auch ein Zustand der Heimatlosigkeit damit verbunden sein, bis sich solche Geister endlich in einer neuen Evolution wiederfinden.
Soweit die jetzige Menschheit in Betracht kommt, ist diese Möglichkeit so gering, daß sie fast übergangen werden kann. Und doch sagt man, daß von der Gesamtzahl der jungfräulichen Geister, deren Evolution mit der Saturnperiode begann, nur ungefähr drei Fünftel den kritischen Punkt im nächsten, fünften Kreislauf der Erdperiode überschreiten und ans Ziel gelangen werden.
Mit großer Besorgnis blickt der okkulte Gelehrte auf den Materialismus, der, wenn er zu weit geht, nicht nur den Fortschritt aufhält, sondern alle sieben Träger des jungfräulichen Geistes zerstört, ihn nackt lassend. Dieser wird dann in der neuen Evolution ganz von vorne beginnen müssen. Alle Arbeit, die er seit der Saturnperiode geleistet hat, wird vollständig verloren sein.
Darum ist die gegenwärtige Periode für unsere Menschheit die kritischste von allen. Daher spricht der okkulte Gelehrte von den sechzehn Rassen, deren eine die germanisch-angelsächsische ist, als von den "sechzehn Möglichkeiten der Vernichtung". Möge der Leser glücklich über alle hinauskommen. Denn ihre Fesseln bergen Schlimmeres als die Verzögerung im nächsten Kreislauf.
Allgemein gesprochen erhielt Klasse fünf der letzten Aufstellung den Keim des göttlichen Geistes im siebten Kreislauf, als die Herren der Flamme wieder erschienen. Sie waren daher die Pioniere der letzten Lebenswoge, die zu Beginn der Mondperiode in die Entwicklung eintraten. Sie machten dort ihren mineralischen Zustand durch. So blieben
die Nachzügler dieser Lebenswoge nur mit dem Keim eines dichten Körpers zurück.
Zu den vorerwähnten kam auch noch eine neue Lebenswoge (das gegenwärtige Mineralreich) hinzu und trat in seinen Entwicklungsweg mit dem Beginn der Erdperiode ein.
Zum Schluß der Mondperiode hatten diese Wogen die in Diagramm 10 angeführten Träger und begannen so die Erdperiode. Während der Zeit, die seither verflossen ist, entwickelte die Menschheit das Bindeglied des Intellekts und erhielt dadurch ein vollwaches Bewußtsein. Die Tiere haben einen Empfindungsleib erlangt, die Pflanzen einen Lebensleib, die Nachzügler der Lebenswoge, welche die Entwicklung mit der Mondperiode begannen, sind den harten und festen Bedingungen der Felsenformation entgangen und ihre dichten Körper bilden nun unser weicheres Erdreich, während die Lebenswoge, welche die Evolution hier in der Erdperiode antrat, die harten Felsen und Steine bildet.
So haben die verschiedenen Klassen die im Diagramm 3 gezeigten Träger erlangt, worauf der Leser verwiesen wird.