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V. Die Beziehung des Menschen zu Gott
In den vorhergehenden Kapiteln haben wir
den Menschen in seiner Beziehung zu den drei der fünf Welten betrachtet,
in denen seine Entwicklung vor sich geht. Wir haben diese Welten zum Teil
beschrieben und von den verschiedenen Trägern des Bewußtseins,
durch die er zu ihnen in Beziehung steht, Kenntnis genommen. Wir haben
seine Beziehung zu den drei anderen Reichen, dem Mineral-, dem Pflanzenund
dem Tierreich betrachtet und haben die Unterschiede der Träger und
die Verschiedenheit der Bewußtseinszustände zwischen dem Menschen
und jedem dieser Reiche, kennengelernt.
Wir sind dem Menschen durch einen Lebenskreislauf
in den drei Welten gefolgt und haben die Wirkung der Zwillingsgesetze
von Ursache und Wirkung und Wiedergeburt in ihrem Einfluß auf die
Evolution des Menschen geprüft.
Um weitere Einzelheiten des menschlichen
Fortschrittes zu erfahren, müssen wir jetzt seine Beziehung zu dem
großen Urheber des Weltalls, zu Gott und den verschiedenen Hierarchien
himmlischer Wesen, auf den vielen Stufen der Jakobsleiter, die sich vom
Menschen zu Gott und dem Jenseits erstreckt, kennenlernen.
Diese Aufgabe ist äußerst schwierig
und wird zusätzlich noch durch die unbestimmte Auffassung erschwert,
die sich die Mehrheit der Leser aus der einschlägigen Literatur über
Gott gebildet hat. Es ist wahr, daß Namen an und für sich nicht
wichtig sind. Aber es ist von größter Wichtigkeit, was wir
uns unter einem Namen vorstellen sollen, da sonst Mißverständnisse
die natürliche Folge sind. Und wenn die Autoren und Lehrer sich nicht
einer gemeinsamen Terminilogie bedienen, wird die Verwirrung noch heilloser.
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Wenn der Name "Gott" gebraucht wird, so
ist es immer ungewiß, ob das Absolute, das Eine Sein, oder das Höchste
Wesen - das der große Urheber des Weltalls ist - oder Gott, der
Urheber unseres Sonnensystems, gemeint ist.
Auch die Einteilung von Gott in "Vater",
"Sohn" und den "Heiligen Geist" ist verwirrend. Obwohl die Wesen, die
durch diese Namen bezeichnet werden, unermeßlich weit über
dem Menschen stehen und es wert sind, daß wir ihnen all unsere Ehrerbietung
und Anbetung schenken, die der Mensch fähig ist, der Gottheit entgegenzubringen,
so sind sie doch voneinander verschieden.
Vielleicht machen Diagramm 6 und 11 dieses
Thema verständlich. Man muß behalten, daß die Welten
und kosmischen Ebenen nicht übereinander im Raum liegen, sondern
daß die sieben kosmischen Ebenen, gleich wie auch die sieben Welten,
einander durchdringen. Es sind dies Zustände sich einander durchdringender
Geist-Materie, so daß Gott und die anderen großen oben erwähnten
Wesen räumlich nicht weit voneinander entfernt sind.
Sie durchdringen jeden Teil ihrer eigenen
und jener Reiche, die von größerer Dichtigkeit als die ihren
sind. Sie sind alle in unserer Welt gegenwärtig und stehen uns tatsächlich
"näher als Hände und Füße". Es ist wörtlich
wahr, wenn wir sagen: "In Ihm leben und bewegen wir uns und haben wir
unser Sein", denn keiner von uns könnte außerhalb dieser großen
Intelligenzen existieren, die unsere Welt mit ihrem Leben durchfluten
und erhalten.
Es wurde gezeigt, daß die Ätherregion
sich über die Atmosphäre unserer dichten Erde erstreckt, daß
die Empfindungswelt weiter in den Raum hinausragt, als die Ätherregion,
auch, daß die Gedankenwelt sich tiefer in den interplanetarischen
Raum hinaus erstreckt, als irgendeine der vorgenannten Regionen. Die Welten
aus feinerer Substanz nehmen einen größeren Raum ein als die
dichtere Welt, die sich kristallisiert und verdichtet hat und daher weniger
Raum benötigt.
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Nach demselben Prinzip sind auch die kosmischen
Ebenen (planes) wirksam. Wenn wir von oben nach unten zählen, ist
die dichteste von allen die siebte. Sie wird im Diagramm größer
als irgendeine der anderen dargestellt, da wir mit dieser Ebene am innigsten
verknüpft sind und ihre einzelnen Unterabteilungen angeführt
werden mußten. In Wirklichkeit nimmt sie aber weniger Raum ein als
irgend eine der anderen kosmischen Ebenen.
Dennoch muß behalten werden, daß
sie in bezug auf ihre Ausdehnung selbst mit dieser Einschränkung
unermeßlich groß und weit außerhalb jeder menschlichen
Vorstellungskraft liegt und Millionen von Sonnensystemen ähnlich
dem unseren umfaßt. Diese Sonnensysteme wiederum dienen den Wesen
vieler Grade als Entwicklungsfelder, die in etwa unserem eigenen Entwicklungsrang
gleichen.
Von den sechs kosmischen Ebenen, die über
der unseren liegen, wissen wir nichts, außer daß uns gesagt
wurde, daß sie großen Hierarchien von Wesen unbeschreiblicher
Herrlichkeit als Betätigungsfeld dienen.
Wenn wir aus unserer physischen Welt zu
den inneren und feineren Welten fortschreiten und durch die kosmischen
Ebenen hinaufsteigen, so finden wir, daß Gott, der Urheber unseres
Sonnensystems - die Quelle und das Ziel unseres Seins - in der höchsten
Abteilung der siebten kosmischen Ebene zu finden ist; sie ist Seine Welt.
Sein Reich schließt all jene Entwicklungssysteme mit ein, die auf
den übrigen Planeten unseres Sonnensystems - Uranus, Saturn, Jupiter,
Mars, Erde, Venus, Merkur und ihren Satelliten fortgeführt werden.
Die großen geistigen Intelligenzen,
die wir als Planetengeister bezeichnen und die diese Evolutionen leiten,
heißen "die sieben Geister vor dem Throne", sie sind Gottes Gesandte.
Jedem von ihnen untersteht eine besondere Abteilung Seines Königreiches,
das unser Sonnensystem ist. Die Sonne ist das Feld für die Evolution
der erhabensten Wesen unseres Kosmos. Sie allein können die gewaltigen
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Schwingungen der Sonne ertragen und durch sie vorwärtskommen.
Die Sonne kommt einem uns zugänglichen sichtbaren Symbol der Gottheit
am nächsten und ist doch nur ein Schleier für Das, was dahinter
steht. Was Das ist, kann nicht öffentlich geäußert werden.
Wenn wir versuchen, den Ursprung des Urhebers
unseres Sonnensystems zu entdeken, so müssen wir zur höchsten
der sieben kosmischen Ebenen vordringen. Wir sind dann im Reich des Höchsten
Wesens, das aus dem Absoluten ausstrahlte.
Das Absolute liegt jenseits des Verständnisses.
Kein Ausdruck, kein Gleichnis, zu dessen Verständnis wir fähig
wären, kann auch nur annähernd davon eine Idee vermitteln. Manifestation
schließt Begrenzung mit ein. Darum können wir der Charakterisierung
des Absoluten noch am nächsten kommen, wenn wir es als grenzenloses
Wesen, als die Wurzel des Seins bezeichnen.
Aus der Wurzel des Seins - dem Absoluten
- geht im Anfang der Manifestation das Höchste Wesen hervor. Das
ist DER EINE.
Im 1. Kapitel des Johannes-Evangeliums
wird dieses große Wesen Gott genannt. Von diesem höchsten Wesen
geht das Wort aus, das schöpferische Fiat, "ohne dasselbe nichts
gemacht ist". Dieses Wort ist der eingeborene Sohn, geboren von seinem
Vater (dem Höchsten Wesen), bevor alle Welten erschaffen wurden,
der aber durchaus nicht Christus ist. So erhaben und glorreich Christus
auch ist, so hoch er auch über der rein menschlichen Natur steht,
so ist er dennoch nicht dieses Erhabene Wesen. In Wahrheit war "das Wort
Fleisch geworden", aber nicht im begrenzten Sinn vom Fleisch des einen
Körpers, sondern dem Fleisch von allem, was ist, in diesem und in
Millionen anderer Sonnensysteme.
Der erste Aspekt des Höchsten Wesens
kann als KRAFT charakterisiert werden. Aus diesem geht der zweite Aspekt,
das WORT, hervor, und aus beiden entspringt der dritte Aspekt, die BEWEGUNG.
Aus diesem dreifachen Höchsten Wesen
gehen die sieben großen Logoi hervor. Sie enthalten in sich all
die großen
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Hierarchien, die sich mehr und mehr unterscheiden,
indem sie sich durch die verschiedenen kosmischen Ebenen verbreiten (siehe
Diagramm 6). Auf der zweiten kosmischen Ebene befinden sich 49 Hierarchien;
auf der dritten 343 Hierarchien. Jede hat die Fähigkeit einer siebenfältigen
Teilung und Unterteilung, so daß in der niedersten kosmischen Ebene,
in der sich die Sonnensysteme manifestieren, die Zahl der Teilungen und
Unterteilungen nahezu unendlich ist.
In der höchsten Welt der siebten kosmischen
Ebene wohnt der Gott unseres Sonnensystems und die Götter aller anderen
Sonnensysteme des Universums. Auch diese großen Wesen sind gleich
dem Höchsten Wesen in ihrer Manifestation dreifältig. Ihre drei
Aspekte sind Wille, Weisheit und Tätigkeit.
Jeder der sieben Planetengeister, die aus
Gott hervorgehen und denen die Überwachung der Evolution des Lebens
auf einem der sieben Planeten obliegt, ist ebenfalls dreifältig und
teilt in sich selbst schöpferische Hierarchien ab, die durch eine
siebenfache Evolution schreiten. Jede von einem Planetengeist geführte
Entwicklung unterscheidet sich von den Entwicklungsmethoden, welche die
anderen Planetengeister anwenden.
Ferner soll noch festgestellt werden, daß
die in den frühesten Stadien am weitesten entwickelten Wesen, die
schon in vorhergehenden Evolutionen eine hohe Stufe erreicht haben, allmählich
die Tätigkeit des ursprünglichen Planetengeistes übernehmen.
Dann zieht sich der ursprüngliche Planetengeist von tätiger
Anteilnahme zurück, um nur seine Regenten zu leiten. Das gilt wenigstens
in dem Planetensystem, dem wir angehören.
Im Vorhergehenden wurden jene Lehren mitgeteilt,
die sich auf alle Sonnensysteme beziehen. Doch absteigend zu dem Sonnensystem,
dem wir angehören, ist es dem geübten Hellseher möglich,
die folgenden Lehren für sich selbst zu beschaffen, indem er persönlich
im Gedächtnis der Natur forscht.
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VI. Der Entwicklungsplan
Der Anfang
In Übereinstimmung mit dem hermetischen
Grundsatz, "Wie oben, so unten" und umgekehrt, werden Sonnensysteme geboren,
sterben und werden ebenso wie der Mensch in Kreisläufen der Tätigkeit
und der Ruhe wiedergeboren.
In jedem Teil der Natur ist ein unaufhörliches
Aufflammen und Absterben des tätigen Lebens, das dem Wechsel von
Ebbe und Flut, von Tag und Nacht, von Sommer und Winter, von Leben und
Tod gleicht.
Es wird gelehrt, daß zu Beginn eines
Schöpfungstages ein gewisses großes Wesen (das im Westen den
Namen Gott trägt, das in anderen Teilen der Erde jedoch anders genannt
wird) sich auf einen von ihm selbst erwählten Teil eines Raumes beschränkt,
um zum Zweck der Entwicklung vermehrten Selbstbewußtseins ein Sonnensystem
zu erschaffen (siehe Diagramm 6).
Es umschließt in seinem eigenen Wesen
Heerscharen glorreicher Hierarchien von für unsere Begriffe unermeßlich
geistiger Kraft und Herrlichkeit. Sie sind die Früchte der vergangenen
Manifestationen dieses selben Wesens. Ebenso befinden sich in ihm auch
andere Intelligenzen in absteigenden Graden der Entwicklung bis herab
zu denen, die unsere gegenwärtige Bewußtseinsstufe noch nicht
erreicht haben, doch wird es diesen nicht möglich sein, ihre Entwicklung
in diesem System zu vollenden.
In Gott, diesem großen allumfassenden
Wesen, sind kleinere Wesenheiten von jeder Intelligenzstufe und jedem
Bewußtseinszustand enthalten, beginnend von der Allwissenheit bis
zu einer Unbewußtheit, tiefer als der tiefste Trancezustand.
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Während der Manifestationsperiode,
mit der wir uns nun befassen, arbeiten diese verschiedenartigen Wesen,
um ein Mehr an Erfahrungen zu erwerben, als sie zu Beginn dieser Daseinsperiode
besessen hatten. Diejenigen, welche in der früheren Existenz den
höchsten Bewußtseinsgrad erreicht haben, arbeiten an denen,
die noch gar kein Bewußtsein entwickelten. Sie rufen in ihnen einen
Zustand des Selbstbewußtseins hervor, der sie befähigt, für
sich selbst weiterzuarbeiten. Diejenigen, die mit ihrer Entwicklung an
einem früheren Manifestationstag begonnen hatten, jedoch noch nicht
weit gekommen waren, als dieser endete, nehmen ihre Arbeit wieder auf,
so wie wir unsere tägliche Arbeit wieder dort aufnehmen, wo wir sie
am vorhergehenden Abend beendeten.
Doch nicht alle diese verschiedenen Wesen
nehmen ihre Entwicklung in den frühen Stadien einer neuen Manifestation
auf. Einige von ihnen müssen warten, bis ihre Vorgänger die
Bedingungen geschaffen haben, die sie zu ihrer weiteren Entwicklung benötigen.
In der Natur gibt es keine plötzlichen Vorgänge. Alles ist ein
ungemein langsames Entfalten, eine Entwicklung, die, obwohl sie so außerordentlich
langsam vor sich geht, doch mit absoluter Sicherheit der schließlichen
Vollendung zustrebt. Ebenso wie es im Leben des Menschen fortschreitende
Abstufungen gibt - die Kindheit, die Jugend, das Mannes- oder Frauen-
und das Greisenalter - so finden wir auch im Makrokosmos verschiedene
Stufen, die den verschiedenen Zeitabschnitten mikrokosmischen Lebens entsprechen.
Ein Kind kann nicht die Pflichten der Vater-
oder Mutterschaft übernehmen. Seine unentwickelten geistigen und
physischen Fähigkeiten machen es zu dieser Arbeit ungeeignet. Dasselbe
gilt von den geringer entwickelten Wesen zu Beginn der Manifestationsperiode.
Sie müssen solange warten, bis die Höherentwickelten ihnen die
nötigen Bedingungen bereitet haben. Je niedriger die Intelligenzstufe
des sich entwickelnden Wesens ist, um so mehr ist es auf eine Hilfe von
außen angewiesen.
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So arbeiten die höchstentwickelten
Wesen zu Beginn an denen, die in der Unbewußtheit am tiefsten befangen
sind. Später übergeben sie diese weniger entwickelten Wesenheiten,
die dann fähig sind, die Arbeit etwas weiter voran zu bringen. Endlich
ist das Selbstbewußtsein erwacht; das sich entwikelnde Leben ist
Mensch geworden.
Von dem Augenblick an, in dem das selbstbewußte
persönliche Ego ins Sein getreten ist, muß es ohne Hilfe weiterschreiten
und sein Bewußtsein erweitern. Dann müssen Erfahrung und Nachdenken
an die Stelle der äußeren Lehrer treten, und die Erhabenheit,
die Macht und die Herrlichkeit, die sich der Mensch erwerben kann, sind
ohne Grenzen.
Die Zeitperiode, in der das Selbstbewußtsein
erlangt wird und die Träger erbaut werden, durch die sich der Geist
im Menschen manifestieren kann, heißt "Involution", die folgende
Existenzperiode hingegen, während der das individuelle menschliche
Wesen das Selbstbewußtsein zum göttlichen Allwissen entwickelt,
heißt "Evolution".
In dem sich entwickelnden Wesen wohnt eine
Kraft, welche erst die Entwicklung zu dem macht, was sie ist, und sie
nicht nur ein Wachstum von latenten, im Keim vorhandenen Möglichkeiten
sein läßt. Sie gestaltet die Evolution jedes einzelnen Individuums
verschieden von dem der anderen; sie führt das Element der Originalität
ein und gewährt den schöpferischen Fähigkeiten Spielraum,
die das sich entwikelnde Wesen pflegen muß, um einst ein Gott werden
zu können. Diese Kraft heißt "Genius" und manifestiert sich,
wie früher erklärt wurde, als "Epigenesis".
Viele fortgeschrittene Philosophen der
heutigen Zeit erkennen Involution und Evolution an. Die Wissenschaft hingegen,
die sich nur mit der Formseite der Manifestation befaßt, erkennt
nur die Evolution an. Die Involution ist ein Teil des Lebens, aber die
fortschrittlichste Wissenschaft erkennt Epigenesis bereits als eine beweisbare
Tatsache an. Die Rosenkreuzer-Weltanschauung verschmilzt alle drei, weil
sie
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diese für notwendig hält, um die vergangene,
die gegenwärtige und die zukünftige Entwicklung des Systems,
dem wir angehören, zum vollkommenen Verständnis zu bringen.
Die Welten
Wir können ein wohlbekanntes Beispiel
auf die Erbauung eines Kosmos anwenden. Setzen wir voraus, daß ein
Mann ein Haus zu errichten wünscht, um darin zu leben. Erst wählt
er einen passenden Ort, dann geht er daran, sein Haus zu erbauen und teilt
es, um bestimmten Zwecken gerecht zu werden, in verschiedene Räume.
Er macht eine Küche, ein Speisezimmer, Schlafräume und Badezimmer,
und richtet sie danach so ein, damit sie zweckerfüllend dienen können.
Wenn es Gott danach verlangt, zu erschaffen,
so wählt Er im Raum einen geeigneten Ort, den Er mit seiner Aura
erfüllt, wodurch ein jedes Atom der kosmischen Ursubstanz dieses
Raumabschnittes von Seinem Leben durchdrungen wird. Auf diese Art wird
die in jedem ungeteilten Atom schlummernde Tätigkeit erweckt.
Diese kosmische Ursubstanz ist ein Ausdruck
des negativen Pols des Universalgeistes, während das große
schöpferische Wesen, das wir Gott nennen (und von dem wir, als Geistwesen,
Teile sind), ein Ausdruck der positiven Energie desselben Absoluten Universalgeistes
ist. Aus der Arbeit des einen an dem anderen ist all das entstanden, was
wir in der physischen Welt sehen und um uns vorfinden. Die Meere, das
Festland, alles, was sich als Mineral, als Pflanze, als Tier oder als
menschlicher Körper äußert, sie alle sind kristallisierter
Raum, ausgestrahlt aus dieser negativen Geistsubstanz, die zur Zeit der
Urdämmerung des Seins alleine da war. So sicher, wie das harte, kalkige
Haus der Schnecke aus den verdichteten Säften ihres weichen Körpers
entstand, so sicher sind alle Formen Kristallisationen um den negativen
Pol des Geistes.
Gott zieht kosmische Ursubstanz von außerhalb
seiner unmittelbaren Sphäre an sich. Darum wird die Substanz in-
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nerhalb des werdenden Kosmos dichter, als sie im Weltraum
zwischen den Sonnensystemen ist.
Wenn nun Gott auf solche Art das Material
für seinen Lebensraum vorbereitet hat, macht er in diesem Ordnung.
Jeder Teil des Systems wird von seinem Bewußtsein durchdrungen,
aber in jedem Teil ist eine andere Bewußtseinsäußerung.
Die kosmische Ursubstanz wird in verschiedene Arten von Schwingungen versetzt
und ist daher in ihren Abteilungen oder Regionen verschieden beschaffen.
So sehen wir, wie die Welten ins Leben
treten und, um der Entwicklung zu dienen, verschiedenen Zwecken angepaßt
werden, so wie die verschiedenen Räume des Hauses dem täglichen
Leben in der physischen Welt angepaßt werden.
Wir haben schon gehört, daß
es sieben Welten gibt. Jede dieser Welten hat einen verschiedenen "Rhythmus"
(measure) und eine unterschiedliche Vibrationszahl. In der physischen
Welt und somit in der dichtesten, ist die Zahl der Schwingungen - obschon
sie bei den Lichtwellen hunderte von Billionen in der Sekunde erreicht
- im Vergleich zur Schnelligkeit der Schwingungen der ihr am nächsten
gelegenen Empfindungswelt, verschwindend klein. Um einen ungefähren
Begriff der verschiedenartigen Höhen der Schwingungen zu erhalten,
ist es vielleicht am leichtesten, die Wärmeschwingung, die von einem
sehr heißen Ofen oder von einem beim Fenster stehenden Heizkörper
(steam radiator) ausgeht, zu beobachten.
Vergessen wir nie, daß diese Welten
voneinander nicht durch Raum oder Entfernung getrennt sind, wie das zwischen
der Erde und den anderen Planeten der Fall ist. Sie sind Zustände
der Materie von verschiedener Dichtigkeit und Schwingung, so wie es die
festen Körper, Flüssigkeiten und Gase unserer dichten Welt sind.
Diese Welten werden nicht sofort zu Beginn eines Schöpfungstages
erschaffen, sie dauern auch nicht bis zu seinem Ende; aber so wie eine
Spinne einen Faden ihres Netzes nach dem anderen spinnt, so scheidet Gott
eine dieser Welten nach der anderen in sich selbst, so wie der Evolutionsplan
es erfordert, mit dem er
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sich befaßt. So sind nach und nach alle sieben
Welten geschieden worden, bis sie ihre jetzige Form erreichten.
Die höchsten Welten wurden zuerst
geschaffen. Und da der Involution die Aufgabe obliegt, das Leben nach
und nach in immer dichtere Materie zu bringen, um Formen zu erbauen, so
verdichten sich allmählich auch die feineren Welten und neue Welten
werden abgeteilt, um als nötige Glieder zwischen Gott und den dichteren
Welten zu dienen. Zur rechten Zeit ist der höchste Grad der Verdichtung
- der Nadir materiellen Lebens - erreicht; von diesem Zeitpunkt an beginnt
das Leben mit fortschreitender Evolution, in höhere Welten aufzusteigen.
Dann bleiben die dichteren Welten eine nach der anderen entvölkert
zurück.
Wenn der Zweck erfüllt ist, zu dem
eine besondere Welt erschaffen wurde, so beendet Gott ihre nicht mehr
notwendige Existenz, indem er in sich selbst die Tätigkeit einstellt,
der diese Welt Wachstum und Erhaltung verdankte.
Die höchsten (feinstofflichsten, dünnsten
und ätherischsten) Welten sind die zuerst erschaffenen und zuletzt
ausgeschalteten, während die drei dichtesten Welten, in denen die
gegenwärtige Phase unserer Evolution vor sich geht, vergleichsweise
vergängliche Erscheinungen sind und dem Untertauchen des Geistes
in der Materie entsprechen.
Die sieben Perioden
Der Evolutionsplan geht durch diese fünf
Welten in sieben großen Manifestationsperioden, während deren
der jungfräuliche Geist oder das sich entwickelnde Leben zuerst Mensch
und dann ein Gott wird.
Zu Beginn der Manifestation scheidet Gott
in sich selbst (nicht aus sich heraus) diese jungfräulichen Geister
wie die
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Funken einer Flamme. Sie sind von der gleichen Natur
und befähigt, sich selbst zu Flammen zu entfachen. Evolution ist
der Anfachungsprozeß, der diesem Ziel dienen soll. In diesen jungfräulichen
Geistern schlummern alle Möglichkeiten ihres göttlichen Vaters,
auch der Keim des unabhängigen Willens, der sie befähigt, neue,
in ihnen nicht latent vorhandene Phasen zu erzeugen. Die latenten Möglichkeiten
werden in bewegende Kräfte und in während der Evolution auszunützende
Fähigkeiten umgesetzt, wogegen der unabhängige Wille oder die
Epigenesis neue und originale Wendungen in die Wege leitet.
Ehe der jungfräuliche Geist eine Pilgerschaft
durch die Materie antritt, ist er in der Welt der jungfräulichen
Geister, der Welt, die der höchsten unter den sieben Welten am nächsten
steht. Er hat göttliches Bewußtsein, aber kein Selbstbewußtsein.
Die Seelenkraft und der schöpferische Intellekt sind Fähigkeiten
oder Kräfte, die durch die Evolution erlangt werden sollen.
Wenn der jungfräuliche Geist in die
Welt des göttlichen Geistes hinabtaucht, so wird er durch diese Materie
geblendet und vollkommen unbewußt gemacht. So ist er wie der Mensch
im tiefsten Trancezustand unempfindlich gegen äußere Einwirkungen.
Dieser Zustand des Unbewußtseins herrscht während der ersten
Periode vor.
In der zweiten Periode steigt er zum Zustand
des traumlosen Schlafes auf, in der dritten Periode erreicht er den Traumzustand,
und in der Mitte der vierten Periode, in der wir uns jetzt befinden, das
volle, wache Bewußtsein des Menschen. Dies ist ein Bewußtsein,
das nur der niedersten der sieben Welten angehört. Während der
übrigbleibenden Hälfte dieser Periode und der restlichen drei
Perioden muß der Mensch das Bewußtsein so erweitern, daß
es alle sechs Welten über dieser physischen umfaßt.
Als der Mensch während seines Abstieges
durch diese Welten kam, wurden seine Energien von höheren Wesen geleitet,
die ihm halfen, seine unbewußte Energie nach innen zu lenken, um
geeignete Träger zu erbauen. Als er endlich
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fortgeschritten genug und durch den dreifachen Körper
mit einem nötigen Instrument ausgerüstet war, gingen diese höheren
Wesen daran, "seine Augen zu öffnen", und seinen Blick nach außen
auf die chemische Region der physischen Welt zu richten, damit seine Energie
sie erobere.
Wenn er durch seine Arbeit in der chemischen
Region dazu vorbereitet ist, wird die nächste Stufe seines Fortschrittes
auf die Ausdehnung seines Bewußtseins über die Ätherregion
gerichtet sein, dann wird die Empfindungswelt folgen usw.
In der Terminologie der Rosenkreuzer sind
die Namen der sieben Perioden die folgenden:
1. Die Saturnperiode
2. Die Sonnenperiode
3. Die Mondperiode Diese
sieben Perioden sind auf-
4. Die Erdperiode einanderfolgende
Wieder-
5. Die Jupiterperiode
geburten unserer Erde.
6. Die Venusperiode
7. Die Vulkanperiode
Man darf durchaus nicht glauben, daß
die hier erwähnten Perioden mit den Planeten, die auf ihren Bahnen
wie die Erde um die Sonne kreisen, irgend etwas zu tun haben. Es kann
nicht eindringlich genug betont werden, daß zwischen diesen Perioden
und Planeten keine Verbindung besteht. Die Perioden sind einfach vergangene,
gegenwärtige und zukünftige Verkörperungen unserer Erde,
"Zustände", durch welche sie durchgegangen ist, durchgeht oder durchgehen
wird.
Die drei ersten Perioden (die Saturn-,
Sonnen- und Mond- periode) sind überwunden. Wir befinden uns jetzt
in der vierten oder Erdperiode.
Wenn die Erdperiode unseres Planeten vorüber
sein wird, wird er und werden auch wir nach der Reihe die Jupiter-, Venus-
und Vulkanzustände durchlaufen, ehe der große siebenfältige
Tag der Manifestation zu Ende ist, und alles, was jetzt besteht, wird
abermals im Absoluten untertauchen,
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um zu ruhen und die Früchte unserer Evolution aufzunehmen,
wieder emporzutauchen und mit der Dämmerung eines anderen großen
Tages weiterer und höherer Entwicklung zuzustreben.
Die dreieinhalb Perioden, die schon hinter
uns liegen, wurden zur Erwerbung unserer gegenwärtigen Träger
und unseres augenblicklichen Bewußtseins verwendet. Die noch verbleibenden
dreieinhalb Perioden werden zur Vervollkommnung dieser Träger und
zur Erweiterung unseres Bewußtseins bis zu einem Zustand, der sich
bereits der Allwissenheit nähert, verwendet werden.
Die Reise, die der jungfräuliche Geist
von der Unbewußtheit zur Allwissenheit zurücklegt, und während
der er seine latenten Kräfte in bewegende Energie umsetzt, ist ein
Prozeß von bewundernswürdiger Mannigfaltigkeit. Es sollen hiervon
zuerst nur die gröbsten Umrisse gegeben werden. Im Verlauf unserer
Studien werden wir jedoch näher auf Einzelheiten eingehen, bis das
Bild so klar ist, wie es der Verfasser zu zeichnen vermag. Die Aufmerksamkeit
des Schülers möge sich besonders mit der Erklärung der
Bezeichnungen befassen, die mit der Einführung neuer Ideen gegeben
werden. Es wird ernsthaft ersucht, sich mit ihnen vertraut zu machen,
da beabsichtigt ist, ihm durch die Verwendung ein und desselben, wohlbekannten
Wortes für eine Idee, das Studium zu erleichtern. Das Wort soll der
zu vermittelnden Idee möglichst knapp angepaßt sein, wodurch
hoffentlich viel an Verwirrung vermieden wird, die eine unterschiedliche
Terminologie mit sich bringen würde. Wer der Erklärung der Bezeichnungen
eingehende Aufmerksamkeit zuwendet, muß selbst bei durchschnittlicher
Intelligenz wenigstens eine Kenntnis von den Umrissen des Entwicklungsplanes
gewinnen.
Daß diese Kenntnis von größter
Wichtigkeit ist, wird nach unserem Ermessen von jedem intelligenten Menschen
anerkannt werden. Wir leben in dieser von Naturgesetzen geleiteten Welt.
Unter diesen Gesetzen müssen wir leben und
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weben und besitzen nicht die Macht, sie zu ändern.
Wenn wir sie kennen und klug mit ihnen zusammenarbeiten, so werden sie
zu außerordentlich wertvollen Dienern. Siehe u.a. die Elektrizität
und die Ausdehnungskraft des Dampfes. Wenn wir sie andererseits nicht
verstehen und ihnen in unserer Unwissenheit entgegenarbeiten, werden sie
höchst gefährliche Feinde, die furchtbarer Zerstörung fähig
sind.
Je mehr wir von den Arbeitsmethoden der
Natur wissen, die nur das sichtbare Symbol des unsichtbaren Gottes ist,
umso besser werden wir fähig sein, die Gelegenheiten auszunützen,
die sie zum Wachstum, zur Kraft, zur Befreiung aus der Knechtschaft und
zum Aufschwung zur Meisterschaft bietet.
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VII. Der Pfad der Entwicklung
Hier scheint es mir angebracht, bezüglich
der, zu Erläuterungszwecken dienenden Diagramme ein warnendes Wort
vorauszuschicken.
Der Schüler möge sich immer daran
erinnern, daß niemals genau sein kann, was je in eine andere Dimension
übertragen wird. Das Bild eines Hauses würde uns wenig oder
nichts sagen, hätten wir ein solches noch nie gesehen.
In diesem Fall würden wir in dem Bild
nur Linien und Flecken erkennen, doch würde es auf uns keinen Eindruck
machen. Diagramme als Illustrationen übersinnlicher Dinge sind in
einem noch viel geringeren Maß wahre Darstellungen der Wirklichkeit,
aus dem einfachen Grund, weil bei der bildlichen Darstellung das dreidimensionale
Haus nur auf zwei Dimensionen reduziert wird, während in den Diagrammen
über Zeitperioden, Welten und Globen die Wirklichkeit zwischen vier
und sieben Dimensionen hat, und Diagramme von zwei Ausdehnungen, durch
die oben genannte darzustellen versucht werden, noch um vieles mehr von
der Möglichkeit, sie genau nachzubilden, entfernt sind. Wir dürfen
niemals vergessen, daß diese Welten einander durchdringen, und daß
die Art, sie in Diagrammen zu zeigen, gleich dem Vorgang wäre, eine
Uhr auseinanderzunehmen, und die Räder nebeneinander auf den Tisch
zu legen, um zu zeigen, daß sie richtig geht.
Wenn die Diagramme für den Schüler
von irgend einem Nutzen sein sollen, so müssen sie geistig erfaßt
werden, da sie ihn sonst verwirren, anstatt aufklären werden.
Kreisläufe und kosmische Nächte
Die Saturnperiode ist die erste der sieben
Perioden, und in diesem frühen Stadium unternehmen die jungfräulichen
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Geister ihren ersten Schritt der Evolution des Bewußtseins
und der Form. Aus Diagramm 7 kann ersehen werden, daß der sich entwickelnde
Impuls siebenmal um die sieben Globen, A, B, C, D, E, F und G, kreist,
wobei der Pfeil die Richtung anzeigt.
Zuerst findet ein Teil der Entwicklung
auf Globus A statt, der in der Welt des göttlichen Geistes, der feinsten
der fünf unser Entwicklungsfeld bildenden Welten ist. Dann wird das
sich entwickelnde Leben nach und nach auf Globus B übertragen, der
sich in der etwas dichteren Welt des Lebensgeistes befindet. Hier geht
ein anderes Stadium der Evolution vor sich. Zur rechten Zeit ist das sich
entwickelnde Leben bereit, den Schauplatz von Globus C zu betreten, der
sich in der Welt der abstrakten Gedanken befindet und aus deren wiederum
dichterem Stoff hergestellt ist. Nachdem die Lehren, welche nur dort gelernt
werden können, assimiliert sind, reist die Lebenswoge nach Globus
D, der aus der Substanz der konkreten Gedankenwelt besteht und in ihr
liegt. Dies ist der dichteste Grad der Materie, welcher in der Saturnperiode
erreicht wird.
Von diesem Punkt aus flutet die Lebenswoge
wieder aufwärts zu Globus E, der sich wie Globus C in der Region
der abstrakten Gedanken befindet, doch sind die Bedingungen dort nicht
dieselben wie auf Globus C, da die Lebenswoge sich in der Involution befindet
und die Welten fortwährend dichter werden. Alles hat das Bestreben,
im Lauf der Zeit dichter und fester zu werden, und da der Entwicklungsweg
eine Spirale ist, so ist es klar, daß, obwohl dieselben Punkte durchschritten
werden, die Bedingungen niemals die gleichen sein können, sondern
daß diese immer auf einem höheren und fortgeschritteneren Plan
liegen.
Wenn die Arbeit auf Globus E vollendet
ist, führt der nächste Schritt zu Globus F, der wie Globus B,
in der Welt des Lebensgeistes schwebt.
In weiterer Folge steigt er zu Globus G
auf, und wenn dort die Arbeit vollendet wurde, dann ist die Lebenswoge
je
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einmal um alle sieben Globen gewandert, einmal hinab
und wieder hinauf, durch die vier entsprechenden Welten. Diese Reise der
Lebenswoge nennt man einen Kreislauf, sieben Kreisläufe bilden eine
Periode. Während einer Periode wandert die Lebenswoge also siebenmal
durch die vier Welten hinab und hinauf.
Wenn nun die Lebenswoge siebenmal um die
sieben Globen gereist ist und die sieben Kreisläufe beendet hat,
schließt der erste Schöpfungstag, worauf ihm eine kosmische
Nacht der Ruhe und der Assimilation folgt, nach der dann die Sonnenperiode
dämmert.
So wie die Nacht mit ihrem Schlaf zwischen
zwei Erdentagen und die etwas längere Ruhepause zwischen zwei Erdenleben,
so ist auch nach der Vollendung der Saturnperiode diese kosmische Nacht
der Ruhe keine Zeit passiven Nichtstuns, sondern eine Zeit der Vorbereitung
für die Tätigkeit der kommenden Sonnenperiode, während
welcher der werdende Mensch noch tiefer in die Materie untertauchen soll.
Darum sind neue Globen nötig, deren Positionen in den sieben Welten
von jenen in der Saturnperiode verschieden sind. Die Vorsorge für
diese neuen Globen und andere subjektive Tätigkeiten beschäftigen
die Geister, die sich entwickeln, während des Zwischenraumes zwischen
den Perioden und der kosmischen Nacht. Der Vorgang ist folgender:
Wenn die Lebenswoge in der Saturnperiode
Globus A zum letzten Mal verlassen hat, beginnt der Globus sich langsam
aufzulösen. Die Kräfte, welche ihn erbauten, werden von der
Welt des göttlichen Geistes (in der Globus A während der Saturnperiode
schwebte) in die Welt des Lebensgeistes (in der Globus A während
der Sonnenperiode schwebt) übertragen. Das können wir aus Diagramm
8 ersehen.
Sobald die Lebenswoge Globus B in der Saturnperiode
zum letzten Mal verlassen hat, beginnt auch dieser sich aufzulösen,
und seine Kräfte werden, so wie das Keimatom eines menschlichen Trägers,
als Kern für Globus B in der
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Sonnenperiode verwendet, während der dieser Globus
in der Region der abstrakten Gedanken lebt. Ebenso werden die Kräfte
von Globus C in die Region der konkreten Gedanken übertragen und
ziehen dort die Substanz dieser Region als Material an sich, um daraus
einen neuen Globus C für die kommende Sonnenperiode zu erbauen. Auch
Globus D wird in die Empfindungswelt versetzt; in gleicher Ordnung werden
die Globen E, F und G übertragen.
Die Folge ist (siehe Diagramm 8), daß
sich in der Sonnen- periode alle Globen um einen Schritt tiefer in dichterer
Materie befinden, als dies in der Saturnperiode der Fall war, so daß
die Lebenswoge nach ihrem Hervorbrechen aus der kosmischen Nacht der Ruhe
- die zwischen der letzten Tätigkeitszeit auf Globus G in der Saturnperiode
und der erneuten Tätigkeit auf Globus A während der Sonnenperiode
liegt - eine neue Umgebung mit daraus entspringenden Gelegenheiten für
neue Erfahrungen vorfindet.
Nun kreist die Lebenswoge siebenmal um
die sieben Globen der Sonnenperiode und durchquert in auf- und absteigender
Reihenfolge siebenmal die vier Welten oder Regionen, in denen diese Globen
schweben. Sie macht in der Sonnenperiode ebenso wie in der Saturnperiode
sieben Kreisläufe.
Wenn die Lebenswoge in der Sonnenperiode
Globus A zum letzten Mal verläßt, beginnt dieser Globus zu
schwinden. Seine Kräfte werden in die dichtere Region der abstrakten
Gedanken übertragen, wo sie einen Planeten bilden, der während
der Mondperiode verwendet werden soll.
In gleicher Weise werden die Kräfte
der anderen Globen verpflanzt und dienen dort als Kerne für die Globen
der Mondperiode, wie wir aus Diagramm 8 ersehen können. Der Vorgang
ist der gleiche, wie zur Zeit der Versetzung aus ihrer Position von der
Saturnperiode in die der Sonnen- periode.
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So wurden die Globen während der Mondperiode noch
um einen Schritt tiefer in die Materie gestellt, als dies zur Zeit der
Sonnenperiode der Fall war, und der tiefste (Globus D) taucht dann bereits
in die Ätherzone der physischen Welt ein.
Nach der kosmischen Nacht, die auf die
Sonnenperiode folgt, beginnt die Lebenswoge in der Mondperiode ihren Weg
auf Globus A. Wie vorher vollendet sie dort sieben Kreisläufe, worauf
eine weitere kosmische Nacht folgt, während der die Globen wiederum
übertragen werden. Diesmal dringt der dichteste Globus schon in die
chemische Region der physischen Welt ein, wie wir dies aus Diagramm 8
ersehen können.
Das ist nun die Erdperiode, und deren niederster
und dichtester Globus (Globus D) ist unsere jetzige Erde.
Auch hier begann die Lebenswoge ihren Lauf
auf Globus A, nachdem der Mondperiode eine kosmische Nacht gefolgt war.
Zur gegenwärtigen Zeit ist die Lebenswoge dreimal um die sieben Globen
gereist und befindet sich nun in ihrem vierten Kreislauf auf Globus D.
Hier auf der Erde und in diesem vierten
Kreislauf wurde vor einigen Millionen Jahren die höchste Dichtigkeit
erreicht. Daher führt das Streben jetzt aufwärts zur Bewußtwerdung
in feinerer Substanz. Während der dreieinhalb Kreisläufe, die
noch bevorstehen, wird der Zustand der Erde nach und nach immer ätherischer
werden, und in der nächsten, der Jupiter- periode, wird Globus D
wie in der Mondperiode wieder in der Ätherzone schweben, während
die anderen Globen ebenfalls entsprechend steigen werden.
In der Venusperiode werden sie in denselben
Welten liegen wie die Globen der Sonnenperiode. Die Globen der Vulkan-
periode werden dieselbe Dichtigkeit haben und auch in jenen Welten wie
die Globen der Saturnperiode liegen. Das alles zeigt Diagramm 8.
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Wenn die Lebenswoge ihr Werk während
der Erdperiode vollendet haben wird und die kosmische Nacht, die ihr folgt,
vergangen ist, wird sie in sieben Kreisläufen über die Globen
der Jupiterperiode wandern. Dann wird wieder die gewöhnliche kosmische
Nacht mit ihrer subjektiven Tätigkeit folgen. Danach setzen die sieben
Kreisläufe der Venusperiode ein. Ihnen folgt eine neue Rast und schließlich
die letzte Periode des gegenwärtigen Entwicklungsplanes, die Vulkanperiode.
Auch hier macht die Lebenswoge ihre sieben Kreisläufe. Zum Schluß
des siebten Kreislaufes werden alle Globen aufgelöst, und die Lebenswoge
wird in der Folge von Gott wieder für eine solche Zeit aufgenommen,
die so lange wie die sieben Tätigkeitsperioden dauern wird. Gott
selbst taucht dann, während dieser Universal-Nacht der Assimilation
und der Vorbereitung für einen anderen großen Tag, im Absoluten
unter.
Andere und noch großartigere Evolutionen
werden dann folgen, wir können uns aber nur mit den sieben beschriebenen
Perioden befassen.
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