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Über Fliegende Untertassen
V 1.0, 21.03.94, Copyright by SENECA@istda.north.de
Dieser Text ist nur frei zur elektronischen Verteilung in beliebige
Netze. Jede sonstige Art der Veröffentlichung ist untersagt.
- 1. Das Problem
- 1.1 Verschiedene Klassen von UFOs
- 1.2 Informationen über Fliegende Untertassen (FU)
- 1.3 Literatur über FU
- 2. Physikalische Implikationen der FU
- 2.1 Nahe Lichtgeschwindigkeit
- 2.2 Überlichtgeschwindigkeit
- 2.2 Antigravitation
- 2.3 Schlußfolgerungen
- 3. Invasion aus dem All ?
- 3.1 Expansion des Lebensraums / Interessen einer Agrargesellschaft
- 3.2 Erschliessung von Rohstoffen / Interessen einer Industriegesellschaft
- 3.2.1 Nanotechnologie
- 3.3 Die Interessen einer Informationsgesellschaft
- 3.4 Schlußfolgerungen
- 4. Die größte Gefahr
- 4.1 Groom Lake/ Area 51
- 4.2 Entführung durch ET`s ?
- 4.3 Die Grauen von Zeta Reticuli
- 4.4 Hexenjagd
- 4.5 Schlußfolgerungen
-
1. Das Problem
In den Medien gibt es Berichte über verschiedenste Arten von UFOs. Außerdem
über physische Kontakte und Entführungen durch Außerirdische (ET`s). Schließlich
sollen sogar böse kleine graue Wesen vom Stern Zeta Reticuli in den USA eine
unterirdische Basis haben und an der Invasion oder Unterwanderung unserer
Gesellschaft arbeiten. Was davon kann wahr sein und was ist erfunden? Wenn
erfunden - von wem und warum? Welche Relevanz hat der Themenkomplex, welche
Entwicklungen sind daraus noch zu erwarten?
1.1 Verschiedene Klassen von UFOs
UFOs, unidentifizierte Flugobjekte, lassen sich in verschiedene Klassen einteilen.
Eine Vielzahl von seltenen natürlichen Erscheinungen können für einen mehr
oder weniger informierten Beobachter als UFO gedeutet werden. Ein grundlegendes
Buch hierzu soll von dem anerkannten Havard Astronomen Donald H. Menzel stammen.
("Flying Saucers" Cambridge 1953). Es ist an deutschen Universitätsbibliotheken
aber nicht vorhanden. (Was mehr über die deutschen Universitäten als über
das Buch aussagt)
An der Existenz von Kugelblitzen und ähnlichen Plasmaphänomänen besteht in
wissen schaftlichen Kreisen kein Zweifel. (Der bekannte Physiker Walther Gerlach
(1889-1979) berichtete von einer persönlichen Begegnung. Klass (s.u.) bestätigte
auch mehrere Fälle.
In den 70ern (80ern?) hatte ein Britischer(?) Physiker mit Zeugen im Mittelgang
eines Flugzeugs im Fluge eine direkte Begegnung die er detailiert im TV schilderte.
Neben diesen physikalisch noch unverstandenen, möglicherweisse natürlichen
Phänomene gibt es aber auch viele Berichte von sogenannten Flying Saucers
(Fliegende Untertassen, FU). Sie wurden erstmals im Juni 1947 von einem Piloten
nach einer angeblichen Begegnung in der Luft so bezeichnet. Die Presse übernahm
bereitwillig diese Formulierung. Dies war der Beginn einer Welle von Berichten
über FU die an manchen Jahren mehr, an anderen weniger, bis heute anhält (->
Rasmussen). Sind die Berichte über FU auch nur teilweise korrekt, so wären
sie zweifelsfrei das Produkt einer höheren technischen Zivilisation. Zwischen
FU und Kugelblitzen könnte dann sogar eine Zusammenhang bestehen (-> von Ludwiger)
1.2 Informationen über Fliegende Untertassen
(FU)
Die Medienpublikationen über FU sind nahezu unzählbar. Fast alle Buchautoren
verdienen gut daran. Einige (Berlitz, von Butlar) wurden Millionäre. Diese
populäre Literatur basiert meist auf viel Phanthasie und produziert Geschichten
deren Lesen den Leuten gefällt. Daß sie angeblich auf Fakten beruhen verstärckt
den Reiz dieser modernen Märchen. Leider werden entweder keine oder nur dubiose
Quellen angegeben.
Es gibt jedoch für einige Fälle auch seriöse Materialsammlungen die wissenschaftliche
Quellen darstellen. Beispielhafte Publikationen wären hier der Condon Report
(1968), das Buch von Sagan und Page (1972) und das von Klass (1974). Um zu
entscheiden ob es FU gibt ist im Prinzip die Betrachtung eines Falles ausreichend,
die Menge der Fälle ist hierfür nicht relevant.
Im McMinnville, Oregon, Fall von 1950 gelangen einem Farmer zwei Aufnahmen
einer FU. Sind die Bilder nicht gefälscht (ist es kein kleines Modell in 5
Meter Abstand) so existieren FU. Der Condon Report hielt die Bilder für echt,
Klass wiedersprach und glaubte doch ein Weg zur Fälschung zu kennen. Ob Klass
hier recht haben kann sollte man selbst entscheiden.
Im Great Falls, Montana, Fall von 1950 gelangen einem Amateur im beisein von
Zeugen Filmaufnahmen von zwei leuchtenden Flugobjekten. Der Film (12 s) und
die Umstände der Aufnahme wurden sehr ausführlich analysiert (Condon, Sagan
& Page, Klass). Die Echtheit der Aufnahmen steht ausser Zweifel. Nur, könnten
die Leuchtobjekte vieleicht nur Reflektionen an, nicht sichtbaren, vorbeifliegenden
Flugzeugen sein ?
Wer nun zu dem Schluss gekommen ist daß es FU gibt, und der dies auch begründen
kann (!), dem sei vieleicht noch ein weiteres Buch empfohlen. Von Ludwigers
Buch heißt was es ist, `Der Stand der UFO-Forschung`. Der Autor erscheint
seriös und naturwissenschaftlich gebildet. Er setzt jedoch die Existenz von
FU als bewiesen voraus. Eine Fülle von interessantem Material wird angesprochen
und zitiert. In Schlußfolgerungen muss man jedoch irgendwelchen Fachleuten
glauben, bezüglich der Analysen wird auf die Quellen verwiesen. Diese Bestehen
vornehmlich aus mir nicht geläufigen Journalen und Reports. (Mir ist bekannt
daß die führenden wissenschaftlichen Journale wie etwa Nature auch seriöse
Arbeiten ablehnen wenn sie zu weit außerhalb des Mainstream liegen).
Daß auch die Bild-Zeitung mal als Quelle diente war wohl eine Ausnahme. Der
Autor sichert die Verfügbarkeit der wissenschaftlichen Quellen zu, entweder
über Universitäts Ausleihe oder persönlich über die MUFON Gruppe der er angehört.
Dies soll eine kleine, engagierte Gruppe von naturwissenschaftlich hoch qualifizierten
Leuten sein die sich vornehmlich privat der wissenschaftlichen Erforschung
des Phänomens widmen. Wie schwierig die Beurteilung der Quellen beim Thema
FU ist zeigen am deutlichsten die Bücher von Good (1991, 1992). Der Autor,
eine wohl seriöse Person, von Beruf Musiker, sammelte viele neuere Dokumente
und Aussagen. Auch interessante Dokumente von Regierungen sind darunter. Jedoch
muss auch Good zugeben, daß einiges Material wahrscheinlich gefälscht ist.
Es handelt sich dabei um Fälschungen die die Existenz von FU stützen sollen.
Dass möglicherweisse Regierungskreise dahinter stehen bedarf einer intensiveren
Betrachtung am Ende diese Abhandlung.
1.3 Literatur über FU
Alle Bücher können über das Fernleihsystem der deutschen Universitätsbibliotheken
ausgeliehen werden. Diese Einrichtung steht jederman, nicht nur Studenten,
zur Verfügung. Hierzu begibt man sich in eine UB und füllt dort einen Fernleihschein
aus. Angaben: Autor, Titel, Erscheinungsjahr und Ort. Innerhalb von 1 bis
3 Wochen bekommt man dann eine Benach richtigung dass das bestellte Buch für
2 bis 4 Wochen zur Ausleihe bereit liegt. Man kann sich während dieser Zeit,
wenn nötig, das ganze Buch photokopieren und in einem Leitzordner abheften.
Im Laufe der Zeit kann man sich dadurch preiswert eine inhaltlich sehr hochwertige
Fachbibliothek aufbauen.
Condon, Edward U.: "Scientific Study of Unidentified Flying Objects, Conducted
by the University of Colorado under Research Contract No. F44620-67-C-0035
with the U.S. Air Force", New York, Toronto, London 1969 (Die Angabe 1969
bezieht sich auf eine TB Ausgabe von Bantam Books - nicht mehr lieferbar.
Die Studie wird mitunter auch als `Colorado Report` bezeichnet. Sie ist die
beste und umfangreichste Publikation zum Thema. Auch verwandte Themen: Visionen
aus Bibeltexten, Astrophotosurveys zu Erdsatelliten vor 1956, Numerical Experiment
on the possible Existence of an "Anti-Earth" by US Naval Observatory, u.v.a)
Sagan, Carl; Page, Thornton: "UFO`s - A Scientific Debate" Ithaca und London,
1972 (Ebenfalls umfangreiche Sammlung von Material. Mit persönlichen Meinungen
verschiedener Wissenschaftler.)
Klass, Philip J.: "UFO`s Explained" New York 1974 (Gilt als bedeutenster FU
Skeptiker. Seine Untersuchungen sind unbedingt vor einer Schlussfolgerung
zu lesen)
Good, Timothy: "Jenseits von Top Secret", Frankfurt a.M. 1991
Good, Timothy: "Sie sind da", Frankfurt a.M. 1992
Ludwiger, Illobrand: "Der Stand der UFO-Forschung", Frankfurt a.M. 1992 (alle
drei nur von `2001` Versand Frankfurt, nicht über Buchhandel)
Rasmussen, Richard Michäl: "The UFO Literature" A Comprehensive Annotated
Bibliography of Works in English; Jefferson North Carolina and London, 1985
(Historischer Überblick, Liste von 1093 Bücher mit Kurzbeschreibung, 30 Seiten
intensiver Index)
2. Physikalische Implikationen der FU.
2.1 Nahe Lichtgeschwindigkeit
Die FU sind schon fast ein Synonym für die Möglichkeit regulärer interstellarer
Raumfahrt. Also von Reisen zwischen Sonnensystemen die sich jederzeit, unabhängig
von Treibstoffproblemen, mit hinreichender Geschwindigkeit wiederholen lassen.
Eine Reisemöglichkeit zwischen Sonnensystemen wie heute für uns zwischen den
Kontinenten.
Würde sich die FU mit fast (99.xx %) Lichtgeschwindigkeit bewegen wäre die
Zeit an Bord verlangsamt. Für 100 Lichtjahre könnten an Bord nur wenige Tage
vergehen, für die Heimatzivilisation aber bleiben es immer 100 Jahre. In dieser
Zeit aber lassen sich die Daten einer Expedition auch durch Forschung vom
eigenen Sonnensystem aus beschaffen (-> 3.).
Auch ist, wenn ein entsprechender Antrieb möglich wäre, die Beschleunigungszeit
für die Besatzung (bei 10 ms^-2) immerhin 1 Jahr um auf Lichtgeschwindigkeit
zu kommen. Nochmal 1 Jahr um ab zu bremsen. Bedenkt man die Kleinheit der
meisten geschilderten FU (5 bis 15 m Durchmesser) so erscheint dies wenig
wahrscheinlich. Auch gibt es keine Berichte über Anzeichen von Raketen- oder
sonstigen Reaktionstriebwerken an den FU.
Angenommen die FU sind nur Beiboote eines getarnten grösseren Mutterschiffs
im Erdorbit. Nach heutigem Stand der Physik wäre ein Photonenantrieb auf Antimateriebasis
für ein solches Schiff tatsächlich ein denkbarer Antrieb um nahe an die Lichtgeschwindigkeit
zu kommen. Aber könnte man damit wirklich das FU Problem erklären? Angenommen
man geht von einem Besuch einer Photonenrakete pro Jahr aus. Entscheidend
ist nun die Frage wie lange eine Zivilisation Interesse an solchen Expeditionen
haben kann.
Aufgrund des exponentiellen Wissensanstieg der Hochtechnologie veralten Vorgaben
und Problemlösungen sehr schnell. Nimmt man eine Interessenszeit von 100 Jahren
an, so kann eine Rakete nur 50 Lichtjahre weit fliegen ehe sie wieder zurückkehren
muss (von Be schleunigungsphasen mal abgesehen). Die Annahme, eine hochtechnische
Zivilisation wartet 100 Jahre auf eine Information ohne andere Wege der Beschaffung
zu erarbeiten, erscheint aber eher unrealistisch.Dennoch, wenn wir von einem
Besuch bei uns pro Jahr ausgehen muss diese Rakete nun aus unserer 50 Lichtjahre
Umgebung kommen. Da befinden sich aber nur etwa 10`000 Sterne. Nach 10`000
Jahren hätte jeder Stern uns einmal besucht. Zwar vergehen Sterne und es entstehen
neü, aber dies ist ein Prozess von Milliarden Jahren, nicht von Jahrtausenden.
Die Zahlen liegen somit um etliche Zehnerpotenzen auseinander. Entweder ist
die Zahl der Besuche viel geringer oder die Interessenszeit viel höher. Erhöht
man die Interessenszeit auf eine Million Jahre könnte man ein Besuch pro Jahr
mit Raketen erklären. Dass eine noch höhere Zivilisation aber in ihrer Entwicklung
eine Million Jahre stehenbleibt ist nach den Ausführungen in Teil 3 kaum vorstellbar.
Kann man nun die Zahl der Besuche pro Jahr verringern? Wohl kaum, ein Besuch
pro Jahr erscheint schon zu gering. Von Ludwiger spricht von mindesten 5000
FU Sichtungen in den letzten 40 Jahren. Eine hochgerechnete Dunkelziffer kommt
gar auf 14 Millionen. Dies würde eher den Besuch von mehreren Photonenraketen
pro Jahr bedeuten. Aber nicht nur die Zahl der Sichtungen müsste geringer
sein, die unbestrittene Häufung ab etwa 1945 dürfte es auch nicht geben. Dieser
Zeitpunkt ist durch das Aufkommen von ABC Waffen, Raketentechnik und Radioastronomie
gekennzeichnet. Insbesondere Atomwaffen mit der Möglichkeit die gesammte Kultur
zu vernichten geben dieser neuen Epoche besondere Relevanz für eventuelle
beobachtende Besucher. Aber selbst bei besten Kenntnissen und intensivster
Beobachtung war dieser Zeitpunkt wohl höchstens 200 Jahre im vorraus prognostizierbar
gewesen.
Die Häufung seit 45 müsste dann ebenfalls wieder durch Zivilisationen im Umkreis
von diesmal 100 Lj ausgelösst sein. Selbst bei optimistischer Schätzung der
Anzahl galaktischer Zivilisationen - in der 100 Lj Umgebung kommt man kaum
auf 5, geschweige den 5000 Zivilisationen. Zum Schluss kann man nur sagen,
weder die Beschreibungen der FU, noch die Anzahl der Sichtungen, noch ihre
Häufung ab 1945 lässt sich mit unterlichtschneller Raumfahrt erklären.
2.2 Überlichtgeschwindigkeit
Für einen Körper mit Masse ist es prinzipiell unmöglich Lichtgeschwindigkeit
zu erreichen. Bei Annäherung an diese erhöht man mit jedem Antrieb nur die
Masse des Körpers, kaum noch die Geschwindigkeit. Dies ist ein Resultat der
Speziellen Relativitätstheorie (SRT). Die SRT macht aber auch Aussagen über
die Verknüpfung von Raum und Zeit. So ist nicht nur der Ablauf der Eigenzeit
(die Zeitdilatation) vom Bezugssystem abhängig. Angenommen ein Beobachter
C befindet sich ruhend genau zwischen den Planeten A und B. Er sieht gleichzeitig
ein Lichtblitz auf A und B. Befände er sich aber am gleichen Punkt in Bewegung
(Bezugssystem D) könnte er den Blitz A vor B oder B vor A sehen, je nach Bewegungsrichtung.
Dies zeigt eine andere Verknüpfung von Raum, Zeit und Geschwindigkeit als
wir gewohnt sind. Auch relativiert es den Begriff Gleichzeitigkeit, diese
ist nun auch vom Bezugssytem abhängig.
Die SRT verbietet nur einem Körper durch Reaktionsantrieb die Lichtgeschwindigkeit
zu erreichen, sie sagt aber nicht dass eine Bewegung (besser: Versetzung)
mit Überlich geschwindigkeit unmöglich sei. Eine solche Versetzung wäre etwa
denkbar durch die von der Quantentheorie für den Mikrokosmos vorhergesagten
Wurmlöcher - sofern sie in makroskopi schen Abmessungen existieren können.
Durch die SRT wissen wir aber sicher, dass ein Körper der durch ein Wurmloch
(oder wie auch immer) mit Überlichtgeschwindigkeit versetzt wird die Kausalität
verletzt.
Angenommen im obigen Beispiel fliegt eine Bombe mit Überlicht von A nach B
und explodiert dort. Nun gibt es aber das Bezugssystem D in dem die Explosion
von B beobachtet wird ehe man die Bombe von A abfliegen sieht. Von hier aus
gesehen wäre die Bombe nicht einfach ein Raumschiff sondern eine Zeitmaschine.
Da kein Bezugssystem vor einem anderen ausgezeichnet ist folgt daraus, dass
ein Raumschiff mit Überlicht immer eine Zeitmaschine darstellt. Dies hat nichts
mit der Art der Fortbewegung oder des Antriebs zu tun sondern folgt aus der
Struktur von Raum und Zeit.
Nur weil man an der Unverletzlichkeit der Kausalität festhalten will glaubt
man gewöhnlich dass eine Zeitmaschine unmöglich ist. Die SRT kann darüber
keine Aussagen machen. Im Bereich der Quantentheorie wird in letzter Zeit
aber verstärkt über die Möglichkeit überlichtschneller Verknüpfungen (`nicht
lokalität') diskutiert. Verschiedene Theoretiker halten dies für zwingend
und daher eine Art von Zeitmaschine für denkbar - also für nicht verboten.
Dies muss aber nicht eine Zeitmaschine wie nach H.G. Wells sein. Es ist nicht
klar ob eine `zulässige` Zeitmaschine Informationen aus ihrer eigenen Zukunft
erhalten kann oder ob sie sich selbst begegnen kann. Das häufig vorgebrachte
Zeitparadoxon vom Mann der in der Vergengenheit vor seiner Geburt seine Mutter
tötet ist jedenfalls kein prinzipielles Argument gegen Zeitreisen. Die Maschine
könnte in einem anderen `Zeitpfad` in ihre Zeit zurückreisen. Solche alternativen
Pfade werden von verschiedenen Theoretikern aus anderen Gründen gefordert.
Im Zusammenhang mit UFOs ist hier jedoch nur eines wesentlich: Egal welche
Art der Fortbewegung erdacht wird, bei Überlicht ist das Fahrzeug immer eine
Art von Zeitmaschine in die Vergangenheit. Alle populären Science Fiction
Storys von überlichtschneller interstellarer Raumfahrt sind somit prinzipiell
nicht möglich.
2.2 Antigravitation
FU werden häufig mit Besonderheiten in ihrer Bewegung geschildert. Sie können
sich demnach ruckartig am Himmel bewegen und plötzlich, ohne erkennbare Beschleunigungsphase,
ihre Geschwindigkeit ändern. Dies ist nur dann erklärlich wenn eine FU keine
Massenträgheit besitzt. Selbst extremer Leichtbau würde solche Manöver nicht
zulassen.
Ausserdem gibt es Beschreibungen wonach manchmal taumelnde Bewegungen, wie
bei einem leichten Blatt im Wind, auftreten können. Dies würde zu einer fehlenden
Massenträgheit passen. Denn ein solches Flugobjekt liesse sich wegen fehlender
Trägheit auch nicht so einfach stabilisieren.
Wesentlicher als die Eigentümlichkeiten in der Bewegung sind aber die Beschreibungen
offensichtlicher Schwerelosigkeit der FU. In diesen Schilderungen haben sie
auch keine schwere Masse, d.h. sie unterliegen keiner Schwerkraft. Nach unserer
heutigen experimentellen Erkenntnis sind schwere und träge Masse zwei untrennbare
Phänomäne. Beide sind iddentisch und eine Eigenschaft dessen was wir als "Masse"
bezeichnen.
Bemerkenswert, dass auch in den Beschreibungen der FU beide Phänomäne offenbar
von Anfang an verknüpft sind. Damit wird für einen Physiker letztlich etwas
wie ein Antigravita tions-Antrieb impliziert. Ein Fahrzeug das Gravitationsfelder
erzeugen könnte würde alle obigen Phänomäne erklären. Allerdings gibt es daraus
Konsequenzen die zunächst nicht offensichtlich sind.
Nach heutiger theoretischer und experimenteller Erkenntnis sind Gravitationsfelder
mit dem Zeitablauf in ihrer Umgebung verbunden. So läuft die Zeit für einen
Beobachter im schwachen Bereich des Feldes schneller ab als näher am Zentrum
des Feldes. Eine Atomuhr in 10 km Höhe wird nach einigen Stunden zu einer
Referenzuhr auf dem Boden etwas vorgehen (dies wurde auch experimentell bestätigt).
Am Rande eines schwarzen Loches, im stärksten denkbaren Gravitationsfeld,
steht sogar die Zeit still.
Auch wenn der Zusammenhang zwischen Gravitation und Zeit nicht voll verstanden
ist muss man davon ausgehen dass beide Phänomäne verknüpft sind. Ein Objekt,
dass das Gravitationsfeld in seiner Umgebung verändert, kann (oder muss) auch
den Zeitablauf bezüglich seiner Umgebung verändern.
2.3 Schlussfolgerungen
Wenn die Schilderungen über die FU korrekt sind handelt es sich bei ihnen
nicht um Raumschiffe sondern um Zeitmaschinen die nebenbei auch räumliche
Distanzen überbrücken können. Verschiedene Beschreibungen und Implikationen
der FU haben dies als gemeinsamen physikalischen Kernpunkt. Dies ist aber
noch keine Bestätigung ihrer Existenz. Der obige Stand der Physik war bereits
ein den 40er Jahren bekannt. Ein gebildeter Romanautor hätte schon damals
zu Beginn des FU Booms dies für die Grundsteinlegung der FU Legenden berücksichti
gen können. Leute wie von Ludwiger hoffen durch Studium von FU und anderen
UFO`s etwas über ihren "Antrieb" herausfinden zu können. Nach den obigen Punkten
ist aber klar, dass FU - wenn es sie gibt - auf uns unbekannter Physik beruhen
müssen. Dies ist nicht einfach eine höhere Technik. Unsere Situation wäre
etwa die eines Gelehrten der römischen Antike der einen Nintendo Gamecomputer
untersuchen würde. Ohne einige Kenntnis der Elektrizität könnte er nicht einmal
begründbare Vermutungen über die Funktionsweisse anstellen. Entsprechend sinnvoll
erscheint (leider) auch die Beschäftigung mit den FU, selbst wenn man eine
FU auseinander nehmen könnte.
3. Invasion aus dem All ?
Glaubt man dennoch an die Existenz der FU muss man sich fragen welche Absichten
eine darüber verfügende höhere Zivilisation haben kann. Häufig geäussert wird
hierbei die Gefahr einer Invasion, Kolonisation oder Unterwanderung durch
solche Fremde aus dem All. Dies dürfte bereits durch obige physikalische Überlegungen
unwahrscheinlich sein. Es ist aber auch sehr interessant das Problem unabhängig
davon zu betrachten.
Welche Interessen könnte eine technisch höhere Zivilisation haben ? Die Interessen
einer Gesellschaft werden durch ihre technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
gegeben. Die daraus entstehenden logischen Handlungsmaxime müssen jedoch nicht
in die Praxis übertragen werden. Dies führte zum Untergang vieler führender
Gesellschaften von der Antike bis in die Neuzeit hinein. Da die daraus entstandene
Geschichte ist etwas chaotisch.
Manche heute als selbstverständlich angenommene Handlungsmaxime hat jedoch
ihren Ursprung in der Geschichte. Sie gilt nur für einen bestimmten Stand
der Entwicklungsgeschichte und ist nicht auf jeweils technisch höhere Stufen
übertragbar. Hierzu eine kurze Analyse.
3.1 Expansion des Lebensraums / Interessen einer Agrargesellschaft
Die Bildung der Zivilisation auf diesem Planeten begann mit Sesshaftwerdung
von Nomaden und der Bildung erster (Stadt-) Staaten. In diesen Staaten konnten
Baürn durch Arbeitsteilung eine geringe Zahl von Stadtbewohnern (bzw. von
nicht mit Nahrungsproduktion Beschaftigten) ernähren. Kultureller und wissenschaftlicher
Fortschritt sowie militärische Macht war nur durch Erhöhung der Zahl der Stadtbewohner
möglich. Proportional musste dazu die Zahl der Bauern wachsen. Da der Ernte
Ertrag pro Fläche jedoch sehr begrenzt war bedeutete dies die Forderung nach
Erschliessung (Eroberung) neuer Gebiete. Eine solche Erschliessung kann Krieg
bedeuten. Im eroberten Gebiet werden neue Städte geründet und damit das umliegende
Land ausgebeutet. Eine Alternative zur Eroberung ist die Aufnahme von Handelsbeziehungen.
Auch hierdurch wird der Einzugsbereich der anderen Städte indirekt genutzt.
Nur Kulturen die teritoreal oder über Handelsbeziehungen entsprechend ausgedehnt
waren konnten genügend Wohlstand erwirtschaften um sich wissenschaftlich-technisch
weiter zu entwickeln. Der Wunsch nach mehr Wohlstand war damit gleichbedeutend
mit dem Wunsch nach Expansion, merkantil oder militärisch.
Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft und besonders mit der Erfindung
des Ha ber-Bosch-Verfahrens (Amoniak Synthese zur Kunstdünder Erzeugung) zu
Beginn dieses Jahrhunderts wurde dieser Grund zur Expansion gegenstandslos.
Durch diese nun industriell betriebene Landwirtschaft konnte der Ertrag pro
Fläche vervielfacht werden. So wäre etwa die Bundesrepublik Deutschland (der
dichtest besiedelte und höchst industrialisierte Staat Europas) Anfang der
80er Jahre bei Schliessung der Grenzen in der Lage gewesen sich selbst zu
ernähren.
Dies war für Deutschland seit Anfang dieses Jahrhunderts (ca. ab 1916) der
Fall. Dennoch wurde die Notwendigkeit zur Erschliessung von "Lebensraum" ausdrücklich
als deutsche Handlungsmaxime für den Beginn des Krieges 1939 deffiniert. Hier
wurde die nicht mehr relevante Interessenlage einer Agrargesellschaft gedankenlos
für eine technisch höhere Kultur übernommen.
Noch heute existiert dieser veraltete Wunsch nach Bevölkerungswachstum und
Vergrösserung des Lebensraums. Da er nur für eine Agrargesellschaft begründbar
sein kann ist er logisch nicht auf technisch höhere Kuluren zu übertragen.
3.2 Erschliessung von Rohstoffen / Interessen einer Industriegesellschaft
Für eine Industriegesellschaft ist nicht mehr die Grösse der Bevölkerung sondern
die Grösse der industriellen Produktion wesentlich. Nur bei hoher Produktion
pro Kopf kann auch ein hoher Wohlstand pro Kopf erreichbar sein. Deutschland
hatte Anfang der 90er Jahre die höchste pro Kopf Produktivität der Welt. Dies
in allgemeinen Wohlstand um zu setzen ist aber kein prinzipielles Problem
sondern eines der lokalen Politik.
Hohe pro Kopf Produktivität ist nicht (nur) das Ergebnis von besonderem Fleiss
sondern von hoher Automatisierung. Länder mit eher geringem Staatsgebiet sind
dazu eher in der Lage. Denn Automatisierung bedeutet hohe Technisierung, hoher
Bildungsstand um dies zu realisieren. Hierfür sind kurze Verkehrswege zwischen
Wohnung/Ausbildungsstätte sowie zwischen den Fabriken ein bedeutender Vorteil.
Die Abhängigkeit von Rohstoffen (zunächst Kohle und Eisenerz, dann Öl, Stahlveredler,
Kupfer, usw.) führte zur Sicherung der Rohstoffquellen als wichtigster Handlungsmaxime
einer Industriegesellschaft. Im laufe der technischen Fortentwicklung verringert
sich jedoch der Bedarf an Rohstoffquellen. Dies aus verschiedenen Gründen.
Durch Umweltverschmutzung etwa besteht ein Zwang zu zunehmendem Recycling
und zur Nutzung der Sonnenenergie.
Künstlich erzeugte Stoffe übertreffen in ihren Eigenschaften natürliche und
werden aus einfachen Grundstoffen erzeugt. Dies begann mit der Entwicklung
der ersten Kunststoffe und endet in der Nanotechnologie. Bei Nanotechnologie
werden zwar noch Grundstoffe benötigt, diese müssen aber nicht mehr besonders
konzentriert vorliegen. Rohstoffqüllen waren bis dahin ja Orte an denen ein
Rohstoff besonders konzentriert vorlag um abbauwürdig zu sein.
3.2.1 Nanotechnologie
Mit Nanotechnik lassen sich nahezu beliebige Objekte quasi aus Müll erzeugen.
Dies klingt sehr nach Science Fiction. Da die entsprechende Literatur bisher
nicht im Deutschen erschienen ist lohnt sich hier ein kleiner Exkurs.
Nanotechnologie behandelt den Bau von Maschinen mit Abmessungen im Nanometer
Bereich. Da Atome Durchmesser von 0.6 bis 2.6 nm haben bedeutet dies hantieren
mit einzelnen Atomen. Kernidee der Nanotechnik ist der sogenante Assembler.
Eine Nanomaschine mit mehreren Manipulatorarmen ähnlich wie bei einem heutigen
Industrieroboter. Ein Arm hat Abmessungen im 100 nm Bereich und ist mit verschiedenen
Werkzeugen am freien Ende in der Lage einzelne Atome aus einem Molekül heraus
zu brechen und an einem anderen Molekül ein zu setzten. Er ist somit im Prinzip
in der Lage beliebige mögliche Molekularstrukturen zu erzeugen. Der Assembler
wird von einem (mechanischen) Nanocomputer gesteuert. Dieser hat ein Speichervermögen
von bis 100 kByte und eine Prozessorkapazität ähnlich einem 6502 oder 8080.
Ein Assembler mit Computer wird zusammen weniger als 10^9 u Masse haben. Zum
Vergleich: Ein Kohlenstoffatom wiegt 12 u, ein Enzym um 10^5 u, das Bakterium
Escherichia Coli wiegt um 10^12 u. Ein kompletter Assembler dürfte in einen
Würfel von etwa 200 nm Kantenlänge passen.
Der Computer des Assemblers kann mit der Makrowelt kommunizieren. Er wird
von dort programmiert und kann dann selbstständig Bauprogramme ausführen.
Auf diese Weisse ist der Assembler in der Lage ein Dublikat seiner selbst
zu baün das sich dann wieder selbst dubliziert. Kostete der Bau des ersten
Assemblers noch viele Milliarden Dollar hat man es nach einem Jahr dublizieren
nur noch mit Schüttgut zu tun.
Diese Masse an Assemblern kann dann programmiert werden untereinander koordiniert
komplexe Molekularstrukturen von makroskopischen Abmessungen zusammen zu bauen.
Da die entstehenden Bauteile Monomoleküle sind haben sie gegenüber heutigen
Bauteilen um mehere Zehnerpotenzen bessere mechanische Eigenschaften. Daher
auch viel geringerer Materialverbrauch.
Als Ausgangsmaterial kann beliebiger Grundstoff dienen, er muss nur die gewünschten
Atome enthalten. Die Idee der Nanotechnik wurde durch Bücher und wissenschaftliche
Publikationen von Eric Drexler (USA) ab 1986 bekannt gemacht. Mit dem Raster-Tunnel-Mikroskop
ist seit der gleichen Zeit ein Gerät verfügbar um Atome einzel zu handhaben.
In Deutschland werden die Überlegungen zur Nanotechnologie wahrscheinlich
als Phantasie abgetan. Der Bau des ersten selbstreproduzierbaren Assemblers
dürfte nach meiner Schätzung aber innerhalb der nächsten 25 Jahre erfolgen.
In einem Bericht des `Congressional Office of Technology Assessment`, zitiert
in einem Report des `White House Office of Science and Technology Policy`
(Titel: "Science and Technology: A Report of the President") heisst es zu
Beginn der Clinton Administration: "... first versions of the molecular "assemblers"
may be realized in 5 to 10 years." Gemeint ist hier aber wohl ein noch nicht
selbstreproduzierbarer Assembler, also ohne ausreichenden Nanocomputer. (Weitere
Infos über Nanotechnik im Usenet: sci.nanotech)
3.3 Die Interessen einer Informationsgesellschaft
Nanotechnik wird das Ende der Industriegesellschaft bedeuten, ebenso wie die
Industrialisierung der Landwirtschaft das Ende der Agrargesellschaft bedeutete.
Materielle Produkte werden meisst ohne Kosten erzeugt werden können. Weder
an Land noch an Rohstoffen wird Bedarf bestehen. Wesentliches Wirtschaftsgut
wird Information sein. Zunächst am Anfang das Wissen um die Erzeugung grosser
und immer komplizierterer Strukturen durch Nanotech.
Was für die Argrargesellschaft die Steigerung der Bevölkerung war, für die
Industriegesellschaft die Steigerung der Produktion, ist für die Informationsgesellschaft
die Vergrösserung des Wissens. Gemessen in gespeicherten Bits und weltweiten
Rechenoperationen pro Sekunde. Abschätzungen der Leistungsfähigkeit von sich
selbst vermehrenden Nanocomputern mit Gatterschaltzeiten im Picosekundenbereich
sind jenseits der Vorstellungskraft. Diese Rechen- und Speicherkapazität ist
praktisch nahezu unbegrenzt. Wesentlich wird nun die Qualität des Wissens.
Für einen Menschen kann sich bereits heute die Frage nach dem Sinn seiner
Existenz und dem Warum der gesamten Zivilisation stellen. Für eine Informationsgesellschaft
wird diese Frage besonders bedeutsam. Wenn alle materiellen Bedürfnisse befriedigt
sind, wohin soll sie sich dann entwickeln ?
Schon mehrfach wurde bisher der Versuch unternommen aus der Geschichte der
biologischen Evolution, vom Einzeller bis zum Menschen, durch Systemanalyse
eine Zielfunktion zu ermitteln. Ein nicht offensichtlicher, verborgener Parameter
glauben manche auch erkannt zu haben. Man Betrachte den Ablauf: Bildung von
komplexen Verbindungen, von Einzellern (Bakterien), Mehrzellern, kollektiven
von Mehrzellern (Tierrudel).
Man erkennt ein deutliches Anwachsen der Information, der Komplexität der
Summe aller Strukturen (oder der `Schöpfung` wie man es religiös umschreibt).
Eine direkte Fortsetzung findet man im nicht biologische Teil der Evolution.
Der Entwicklung von Stämmen zu Städten und Staaten. Die Erhaltung (Tradierung)
und Akkumulation von Wissen durch Sprache, Schrift, Buchdruck. Die Verbindung
von Handlungseinheiten (Menschen) durch Schiffe, Strassen, Eisenbahnen, Autos,
elektronische Kommunikation.
Dies alles lässt sich physikalisch bisher nur unzureichend als verringerung
der Entropy umschreiben. Eine direkte Erfassung wird erst möglich sein wenn
es gelungen ist den Begriff der "Information" physikalisch zu deffinieren.
Es wird eine Handlungsmaxime der Informations gesellschaft sein sich alles
Wissen über die gesammte Evolution zu beschaffen. Simulationen durch ihre
gigantische Rechenkapazität sind dafür bedeutsam.
Jedoch nur durch Informationen aus der realen Welt lassen sich sinnvolle Simulationswelten
erzeugen. Leider ist die Entwicklung der nicht biologischen Evolution, der
Geschichte, nur schlecht dokumentiert. Man wird daher alle verfügbaren Optionen
nützen um extrasolare Kulturen zu untersuchen. Mit einem Radioteleskop von
entsprechender Grösse liessen sich weit entfernte TV Sender im lokalen Bereich
der Galaxie abhören.
Wären FU möglich wären sie natürlich optimal zur Informationsbeschaffung,
eventüll sogar aus der eigenen Vergangenheit. Wo immer sie eingesetzt werden,
Haupt Einsatzmaxime wäre die nichtbeeinflussung der beobachteten (primitiveren)
Zivilisation. Denn jede Art von Einfluss nahme, gewollt oder ungewollt, würde
die Resultate verfälschen. Oder sogar die Kultur für weitere Untersuchungen
wertlos machen. Schliesslich ist man nur an Informationen über die natürliche
Entwicklung interessiert. Abarten davon kann man dann selbst simulieren.
Diese Handlungsweisse ist nicht nach einer `Moral` orientiert sondern nur
nach dem Prinzip der Nützlichkeit. Sie ist daher logisch und universell auf
ET`s zu übertragen wie ein Naturgesetz. Eine nicht logisch handelnde FU Kultur
würde in Konflikt mit der Mehrheit geraten da sie mit einer Einflussnahme
allgemein verfügbare Informationsquellen zerstören würde.
3.4 Schlussfolgerung
Die Idee der Notwendigkeit einer ständigen Expansion des Lebensraums ist ein
gedankliches Artefakt aus vergangenen Jahrhunderten. Diese Handlungsmaxime
ist bereits für uns heute unlogisch, mehr noch für eine technisch höhere Kultur.
Durch Nanotechnologie hätte diese auch keinerlei materielle Gründe die Erde
zu bedrohen. Einziger Grund ein anderes Sonnensystem zu besuchen kann das
Sammeln von Informationen sein. Wesentlich ist eine niedere Kultur dort nicht
zu beeinflussen, da dies die gesuchten Informationen verfälschen würde.
Existieren FU wäre daher von ihnen weder eine Bedrohung für unsere Kultur
noch die Möglichkeit von Entwicklungshilfe zu erwarten. Liese sich aus dem
Studium der FU relevante Informationen für unsere technische Entwicklung gewinnen,
so läge es in ihrem Interesse dies zu verhindern. Eine Beschäftigung mit FU
erscheint daher wenig ausichtsvoll, da das Objekt sich mit überlegenen Mittel
einer erfolgreichen Untersuchung entziehen würde.
4. Die grösste Gefahr
4.1 Groom Lake/ Area 51
In den Büchern von T. Good wird die Geschichte kolportiert die USA wären im
Besitz von funktionsfähigen FU, überlassen von Ausserirdischen. Sie sollen
in dem geheimen Testgebiet Area 51 bei Groom Lake, Nevada, untersucht werden.
Von dort aus sollen auch Testflüge mit den FU unternommen werden. Dieses Gerücht
wird unterstüzt durch Aussagen des Physikers Robert "Bob" Lazar der dort angeblich
gearbeitet hat.
Er präsentierte seine Aussagen im US TV. Zusammen mit einem Video den er aus
der Entfernung von leuchtenden Flugkörpern über Groom Lake gemacht haben will.
Er sollte in Area 51 angeblich helfen den Gravitationsantrieb zu entschlüsseln.
Er ist von dort geflüchtet, und fühlt sich nun vom Geheimdienst bedroht. Dieser
soll auch alle Spuren über sein Vorleben vernichtet haben um seine Glaubwürdigkeit
zu untergraben.
Es fanden sich tatsächlich keine Unterlagen über seine frühere Arbeit, vor
Area 51, am MIT und Los Alamos - niemand wollte sich an ihn erinnern. Dann
aber fand man ein altes Telephonbuch aus dem Labor von Los Alamos mit seinem
Namen und einen Zeitungsbericht über ihn und seine Arbeit dort. Schliesslich
sollen noch hohe Geheimnisträger des US Militärs in vertraulichen Gesprächen
mit einem Journalisten Lazars Angaben bestätigt haben.
Nach den Überlegungen in Punkt 2 könnten Fremde hier einw FU zurücklassen
ohne damit die technische Entwicklung wesentlich zu beeinflussen. Ohne eine
Erweiterung der physika lischen Erkenntnis liese sich daraus überhaupt keinen
technischen Nutzen ziehen. Allerdings könnte es zu Spannungen zwischen den
Staaten kommen wenn eine Führung annimmt ihr würde etwas wesentliches vorenthalten.
Aus diesem Grunde könnte die überlassung von (auch nur begrenzt funktionsfähigen)
FU ein schwerwiegender Eingriff in die politischen Verhältnisse bedeuten -
und ist daher unwahrscheinlich.
Manche Leute halten Lazar für einen Desinformanten der US Regierung. Selbst
Good äusserte teilweisse Zweifel an seinen Angaben. Ist er vieleicht Teil
einer Disinformationskampagne um fremde Geheimdienste zu täuschen? Oder um
unliebsame Beobachter von Testflügen an einen falschen Ort zu locken? Wäre
dem so, müsste die Kampagne auch ausserhalb der UFO Scene laufen. Und das
ist auch der Fall.
Im Oktober 1990 veröffentlichte Bruce Scott, der Herausgeber der bedeutenden
Fachzeitschrift `Aviation Week & Space Technology` einen Artikel über die
beobachteten geheimen Flugobjekte von Groom Lake. In dem Artikel schrieb er,
dass die Maschinen mit exotischen Antrieben flögen, die zur Zeit noch nicht
vollständig verstanden würden. Auf eine Anfrage, was er damit meine, sagte
Scott er glaube, dass es sich um einen "Antigravitationsantrieb" handeln könnte
(von Ludwiger, S.31). Von Ludwiger führt noch ein weiteres Beispiel aus der
populären US Militärzeitschrift `Gung Ho` vom Februar 87 an. Darin wird ebenfalls
der Eindruck erweckt es würde dort mit ausserirdischen Antrieben gearbeitet.
Bereits AW & ST hat sich in der Vergangenheit als in wesentlichen Dingen der
US Regierung nahestehend erwiesen. Dies kann man bei einer Zeitschrift wie
`Gung Ho` aus dem Einflussbereich des Militärs ohnehin vorraussetzen. Fliegende
Untertassen als Desinformations kampagne zur Spionageabwehr erscheint daher
als eine wahrscheinliche Ursache der Berichte. Für diesen Zweck könnte man
eine solche Kampagne auch als legitim bezeichnen. Allerdings unterstützt man
damit, gewollt oder ungewollt, auch eine wenig bekannte Gefahr für unsere
Gesellschaft.
4.2 Entführung durch ET`s ?
Good und von Ludwiger berichten über eine Vielzahl von Fällen in denen angeblich
Menschen von Ausserirdischen in FU enführt wurden. Sie wurden dabei medizinischen
Untersuchungen unterzogen. Die Behandlung soll je nach Bericht (sofern überhaupt
noch erinnerlich) mehr oder weniger unangenehm gewesen sein. Existieren FU
und untersuchen sie die Erde wären solche biologische Untersuchungen zu erwarten.
Möglich, dass die Erinnerung an die Untersuchung gelöscht werden kann.
In den meisten Berichten ist aber von sehr schmerzhaften Eingriffen ohne Betäubung
die Rede. Die Opfer leiden unter anhaltenden Angszuständen. Wie auch von Ludwiger
schreibt, besteht aber bei einer höheren Zivilisation die Möglichkeit solche
Eingriffe schmerzfrei zu gestalten. Hierzu wären auch keine besondere Kenntnisse
über Humanbiologie nötig, alle Säugetiere sind neuronal ähnlich aufgebaut.
Selbst für uns ist eine lokale Anästhesie technisch eher trivial.
Es erscheint daher unlogisch ein Wesen nach einer Untersuchung körperlich
intakt aber als seelisches Wrack zu entlassen. Insbesondere dann, wenn man
das Objekt (und die Kultur) in unverändertem Zustand beobachten will. Diese
Unlogik sieht von Ludwiger als Bestätigung für die Echtheit der Erlebnisse
- `von einer erfundenen Geschichte hätte man doch etwas anderes erwartet.`
Logischer und Wahrscheinlicher ist allerdings eine psychische Störung zumindest
eines Teils der Betroffenen. Das Angstsyndrom war dann nicht die Folge der
Entführung. Sondern die Person glaubt ihre Angstzustände und Alpträume mit
einer Entführungsphantasie für sich selbst besser erklären zu können. Fälle
von Familiärer Häufung solcher Entführungs- Angstphantasien lassen eher auf
eine erbliche Veranlagung schliessen.
Ursächlich ist eine zerebrale Störung die in diesem Falle ein andauerndes
Angstgefühl erzeugt, ähnlich wie in anderen Fällen Depressionen. Eine Zunahme
der Fälle wie von Ludwiger sie nachweisst würde ebenfalls dafür sprechen.
Man beobachtete in den letzten Jahrzehnten ein häufigeres Auftreten bei bestimmten
veranlagungsbedingten psychischen Erkrankungen. Ursächlich sind möglicherweisse
Umweltschadstoffe. Wesentlicher ist jedoch die zunehmende Verbreitung von
Entführungsberichten in den Medien. Dadurch bekommen immer mehr Angstpatienten
diese Erklärung angeboten.
4.3 Die Grauen von Zeta Reticuli
Von diesen "Entführungsopfern" werden die ET`s häufig als kleine graue Wesen
vom Sternsystem Zeta Reticuli beschrieben. Dies ist wahrscheinlich auf gehäufte
Berichte darüber in der UFO Literatur zurück zu führen. Es begann mit einer
zweiteiligen Serie über einen Entführungsfall ("Aboard a Flying Saucer" im
Oktober 1966 durch das `Look` Magazin (USA). Die Serie war von einer Anzeigenkampagne
begleitet und resultierte in dem grössten Verkaufserfolg den das Magazin je
hatte (Klass). Danach wurde auch ein Buch dazu veröffentlicht.
Der Geschichte bezieht sich auf angebliche Erlebnisse von Betty und Barny
Hill, New Hampshire, vom 19. September 1961. Sie berichteten zunächst während
einer Nachtfahrt durch die White Mountains ein UFO am Himmel gesehen zu haben.
Im Gegensatz zu ihrem Mann erzählte Betty ihrer Schwester das UFO sei dem
Wagen sehr nahe gekommen. Ihre Schwester, belesen bezüglich UFO`s, warnte
sie daraufhin vor gefährlichen Strahlungen die von diesen ausgehen könnten.
Betty beschaffte sich im folgenden ein Buch über UFOs und schrieb einen Brief
an NICAP (private US UFO Forschungsgruppe) in der sie die Sichtung des UFOs
beschrieb - eine Entführung wurde nicht erwähnt. Etwa 10 Tage nach der Sichtung
bekam sie, zusätzlich zu ihrer Angst vor einer vieleicht tödlichen Strahlenkrankheit,
noch anhaltende Alpträume. Sie träumte entführt worden zu sein. Wegen anhaltender
Angstzustände begab sie sich in Behandlung zu einem Psychiater. Dort berichtete
sie dann in Hypnose von den kleinen Grauen ET`s die sie Entführt und intim
untersucht hatten. Ihr Mann konnte sich unter Hypnose zwar noch genau an die
Fahrt erinnern, nicht jedoch an die Details der Entführung oder Untersuchung.
Betty Hill konnte im Laufe einiger (Hypnose-) Therapiesitzungen von ihren
Angstzuständen geheilt werden. Der Psychiater hielt eine reale Entführung
für ausgeschlossen. (alles nach Klass)
Während ihrer Hypnosesitzungen zeichnete Betty Hill auch eine Sternkarte die
sie in der Fliegenden Untertasse gesehen haben will. Jahre später, im Dezember
1974, veröffentlichte das Astronomy Magazin einen Artikel. Darin glaubte die
Schulleherin und Amateurastronomin Majorie Fish in der Hill Skizze eine Karte
der Umgebung des Zeta Reticuli Systems, mit `interstellaren Handelstrassen`
zu erkennen (Rasmussen Nr. 289). Zeta Reticuli ist ein Doppelsternsystem (2
x G2 in 150 Milliarden km Abstand) in 37 Lichtjahren Entfernung. (Good 1992
nach Astronomy 1974)
Im Dezember 1967, ein Jahr nach dem grossen Erfolg von `Look`, meldete sich
der nächste mit einer Begegnung. Die Beschreibung der Begegnung eines Polizisten
mit einer typischen FU auf einer Landstrasse wurde vom Condon Report als Fall
42 geschildert (keine Angstsym ptome). An das Aussehen von ET`s konnte der
Mann sich aber nur unter Hypnose erinnern. Es entsprach dem Look Artikel von
1966 (von Ludwiger). Die Darstellung der Wesen und Details von Fall 42 wurden,
mit anderen Fällen, für den bekanntesten UFO Film "Unheimliche Begegnung der
3. Art" als Vorlage übernommen. Die Zahl der "Entführungen" stieg dann auch
seit den 70er Jahren besonders an. Gefüttert wird diese Psychose seit Anfang
der 80er jedoch nicht nur von irgendwelchen Buchautoren. Es gibt einige anonyme
"Informanten" (z.B. "Falcon" und "Condor") aus US Geheimdienstkreisen die
noch weitaus tollere Geschichten erzählen. Dass es sich dabei um Regierungsbedienstete
handelt scheint sicher. Die UFOlogen sind sich jedoch nicht sicher ob es sich
um Informanten oder Desinformanten handelt (Good, von Ludwiger).
Die Aussagen decken sich mit denen von Lazar und ergänzen sie. Es ist von
häufigen Kontakten mit den Grauen auf einem geheimen Stützpunkt die Rede.
Die von UFOlogen bisher veröffentlichten "Informationen" zu diesen Grauen
sind sehr vielschichtig. Demnach wären sie skrupellos und brutal im Umgang
mit Entführten Menschen. Sie sollen sogar schon welche zu Tode gequält haben
um an eine besondere chemische Substanz zu kommen die sich dabei im Gehirn
der Opfer bildet.
Ein geheimer unterirdischer Stützpunkt in den USA ist Basis ihrer Aktivitäten.
Sie betrügen die US Regierung. Sie implantieren Menschen kleine Geräte ins
Gehirn um ihren Willen zu manipulieren. Mit ihrer Hilfe wollen sie zum Zeitpunkt
der Invasion die Macht auf der Erde übernehmen. Selbst von einem promovierten
Physiker hörte ich ähnliches. Demnach soll SDI ein Tarnprojekt sein um Waffen
gegen die Invasion der Grauen zu entwickeln, solange man mit ihnen nur im
kalten Krieg ist.
Ohne Verständnis der obigen Punkte 2 und 3 kann man die Unmöglichkeit der
Geschichte kaum beweissen. Erst Aufgrund von Nanotechnologie wird klar dass
weder ein Bedarf an besonderen Substanzen noch irgendein anderer Grund für
eine Invasion bestehen kann. Schockierend an der Geschichte der bösen(!) Grauen
von Zeta Reticuli ist aber etwas ganz anderes: Dass sie von der US Regierung
unterstützt oder sogar erfunden wurde.
Während zur Zeit der Carter Administration die ET`s in Hollywood als freundliche
Geschöpfe dargestellt wurden änderte sich dies Anfang der 80er Jahre. Gleichzeitig
mit der obigen Gerüchteverbreitung begann Hollywood plötzlich die Fremden
ganz anders darzustellen. Filme wie "Alien" oder gar die TV Serie "V - Die
ausserirdischen Besucher kommen" zeigten ET`s als hinterhältige Invasoren
und sogar als Menschenfresser. Es wurde sogar ein Film produziert in dem ET`s
Menschen zu Tode quälen um die dabei entstehenden Hormone zu ernten.
Ein sich hier abzeichnendes Desinformationsprogramm hat nichts mehr mit Spionageabwehr
wie bei Groom Lake / Area 51 zu tun. Wird ein solches Projekt weitergeführt
könnte es eine beispiellose Gefahr für unsere Gesellschaft eröffnen. Jeder
der sich mit dem Thema FU in die Öffentlichkeit begibt sollte sich über die
folgende Gefahr im klaren sein.
4.4 Hexenjagd
Es sei hier an die Zeit der Hexenverfolgung erinnert. Dies war nicht, wie
viele meinen, etwa im finsteren ungebildeten Mittelalter. (Da wurde es sogar
als Aberglauben bezeichnet.) Es war vornehmlich in der Neuzeit, vom 16. bis
zum 18. Jahrhundert. Nach Kopernikus, zur Zeit von Kepler, Galilei, Leibnitz
und Newton. Die letzte Hexe Europas wurde 1782 hingerichtet, als schon Bücher
Kant`s und Diderot`s veröffentlicht waren, ein Jahr nach der Entdeckung des
Uranus.
Durch die Kirche, als "Haupt Massenmedium" vor dem Buchdruck, wurde die Idee
bereits ab dem 13. Jh. für Ketzerprozesse propagiert. Aber erst durch die
Erfindung des Buchdrucks konnte der Glaube an Hexen und deren bösen Zauber
im gesammten christlichen Abendland intensiv genug verbreitet werden. Die
Hexenjagd wurde zunächst von der katholischen Kirche gefördert um ein Mittel
zur Unterdrückung unliebsamer Zeitgenossen zu haben.
Bald wurde sie aber von allen Parteien als Terrorinstrument gegen Teile der
eigenen Bevölkerung verwendet. In der Hochzeit im 17. Jh. geriet sie fast
ausser Kontrolle. Sie wurde dann sogar von Privatpersonen zur Bereicherung
benützt, selbst Männer und sogar Priester konnten Opfer werden. Bereits eine
anonyme Anzeige, Frau X wäre auf einem Besen durch die Luft geflogen, konnte
zur Einleitung eine Ermittlung reichen.
Ob dies geschah, drüber konnten die jeweiligen Machthaber frei entscheiden.
Die Ermittlung lief dann nach den jeweils üblichen Verfahren ab. Es wurden
je nach schwere des Falls verschieden hohe Grade der Folter angewandt. Gestand
das Opfer wurde ihm ein schnelles Ende der Qualen auf dem Scheiterhaufen versprochen.
Wurde der höchste Grad erreicht und es Gestand nicht war dies ein Beweiss
für die Verbundenheit mit dem Teufel. Wenn die Machthaber es wollten starb
ein angeschuldigtes Opfer also immer, entweder unter der Folter oder auf dem
Scheiterhaufen.
Wesentlich für die Hexenverfolgung war nicht die Idee sondern ihre weite Verbreitung
durch die damaligen Massenmedien. Selbst wenn es nicht im Willen der lokalen
Machthaber war konnte dadurch eine Hexenjagd ausgelösst werden. Heute wäre
die Idee von Hexen zumindest bei der Mehrheit der Entscheidungsträger nicht
mehr aufbaubar. Statt dessen könnten aber UFOs, FU und die Graün von Zeta
Reticuli die gleiche Funktion erfüllen.
Die Gefahr geht dann aus von ET`s in Menschengestalt oder von Menschen die
für die heimlichen Grauen Invasoren arbeiten. Dies wurde tatsächlich schon
von UFOlogen behauptet. Gegen die Anschuldigung ein Agent der ET`s zu sein
ist ein Beweiss der Unschuld unmöglich. Bereits das Vertreten unliebsamer
Meinungen oder die Bezichtigung durch anonyme Zeugen könnte ausreichen. Entsprechende
Anschuldigungen würden vieleicht nicht mehr zum Tode der Person führen, sicher
aber zu ihrer Isolierung und Neutralisierung als Handlungsfaktor.
Da die Regierung nur die Interessen der Menschen vertritt werden dann alle
ihre Gegner potentielle Agenten der ET`s. Da dies der Zielgruppe bewusst wird
kann somit eine Selbstzensur und damit eine Stabilisierung der Machtverhältnisse
erreicht werden. Ist jedoch die Machtelite keine bedeutende Teilmenge der
Geisteselite wäre damit einer Gesellschaft die Fähigkeit zur Anpassung genommen.
Dies würde bei sich schnell verändernden technisch/ sozioökono mischen Rahmenbedingungen
ihr Untergang bedeuten.
Im Unterschied zu einer Bedrohung durch ein fremdes Land oder eine abstrakte
Ideologie liesse sich die Angst vor ET`s nicht mehr durch politische Massnahmen
aus der Welt schaffen. Nur ein real existierender Gegner, wie etwa die kommunistische
Bewegung dieses Jahrhunderts, lässt sich physisch und psychisch als Gefahr
ausschalten. Trotz wissenschaftlichem Fortschritt war bei dem Glauben an Hexen
nur bedingt möglich. Der Glaube an FU und ET`s beruht jedoch auf dem Glauben
an wissenschaftlichen und technischen Fortschritt. Eine Bedrohungsangst dadurch
könnte kaum noch zu beenden sein.
Derzeit ist die Gefahr einer solchen modernen Version der Hexenjagd noch nicht
direkt sichtbar. Zuviele Entscheidungsträger bezweifeln noch die Existenz
von FU. Dies würde sich ändern wenn irgendeine Regierung über ihre Massenmedien
ET`s für eine neue Hexenjagd instrumentalisierte. Bereits eine amtliche "Aufklärung"
über FU könnte dafür einen Dammbruch bedeuten. Danach könnten sogar finanzstarke
private Gruppen eine moderne Hexenjagd für ihre Interessen auslösen.
Aufgrund der weltweiten Vernetzung der Massenmedien könnten solche Vorgänge
nicht zuverlässig auf ein einzelnes Land beschränkt werden. Auch liessen sich
die entsprechenden Medienprodukte (Bücher, Filme) nicht mehr entfernen. Eine
überzeugende Argumentation gegen die Gefahr von bösen ET`s wäre nur bedingt
möglich. Die Punkte 2 und 3 gehören schliesslich nicht zum Allgemeinwissen
und wären der allgemeinen Bevölckerung nur in Form von "Glauben an Experten"
zu vermitteln.
4.5 Schlussfolgerungen
Unabhängig von ihrer tatsächlichen Existenz können FU verwendet werden um
über die Massenmedien Einfluss auf beliebige Teile der Bevölckerung zu gewinnen.
Man kann damit die Erwartung einer besseren Zukunft ebenso suggerieren wie
die Angst vor der Gefahr einer Invasion oder Unterwanderung aus dem All. Derzeit
gibt es Hinweisse auf eine Entwicklung letzterer Art. Eine Fortführung dieser
Entwicklung ist nur bedingt kontrollierbar und kann zu irreperablen Schäden
in der soziokulturellen Entwicklung unserer Gesellschaft führen.
Führt die derzeitige US Administration oder eine andere Regierung diese Entwicklung
weiter so ist in den nächsten Jahren mit einer Zunahme an Veröffentlichungen
zu UFOs und bösen ET`s zu rechnen. Auch angebliche Sichtungen könnten zu diesem
Zwecke inszeniert werden. Jede in der Öffentlichkeit auftretende Person sollte
sich fragen ob sie mit ihren Äusserungen diese Entwicklung unterstützt oder
nicht. Die Beschäftigung mit UFO Sichtungen kann wahrscheinlich zu keinem
bedeutenden naturwissenschaftlichen Fortschritt führen. Aber angesichts der
Gefahr des Missbrauchs sollten verantwortungsbewusste Wissenschaftler diesbezügliche
Veröffentlichungen von den Massenmedien fernhalten.

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