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Das Wunder von Fatima
Mit diesem aufregenden Schauspiel erfüllte sich die Prophezeiung von drei Hirtenkindern, die behauptet hatten, mit der Jungfrau Maria gesprochen zu haben. Die Gottesmutter habe ihnen gesagt, sie werde sich am 13. Oktober auf eine solche Weise offenbaren, "daß jeder wird glauben müssen". Die katholische Kirche erklärte dies zu einem Wunder. Die Hirtenkinder Jacinta Martos, Francesco und Lucia Santos erlebten insgesamt sieben Marienerscheinungen, jedesmal an einem Dreizehnten der Monate Mai bis Oktober. Die Kinder Jacinta Martos und Francesco Santos starben bald nach den Erscheinungen. Das Mädchen Lucia Santos ging in ein Kloster; sie hatte die empfangenen Botschaften schriftlich niedergelegt und dem zuständigen Bischof übergeben. Die dritte Botschaft - so Lucia - sollte vom Heiligen Vater erst im Jahr 1960 veröffentlicht werden. Das "dritte Geheimnis von Fatima" wurde seinerzeit versiegelt an Papst Pius XII übergeben, der das Schriftstück verschlossen an das Heilige Officium weiterleitete. Die Veröffentlichung fand bis heute nicht statt. Begründung von Papst Johannes XXIII im Jahre 1960: "Wir können das Geheimnis nicht preisgeben. Es würde eine Panik auslösen". (Erich von Däniken, Wir sind alle Kinder der Götter, S. 263/268) Wie der amerikanische Ex-Geheimdienstler William Cooper erfahren haben will, soll dieses Ereignis von Fatima unser Verständnis von Religion als ein "falsches Konzept" enthüllen. Das soll der Grund dafür sein, warum der versiegelte Brief von der Katholischen Kirche unter Verschluß gehalten wird. Er würde das Glaubenssystem und die Macht der Kirche erschüttern. Mindestens ein Papst soll ermordet worden sein, nachdem er beabsichtigte, den Menschen diese Informationen zu enthüllen. Die Ereignisse von Fatima, so berichtet Cooper, wurden auf den Verdacht hin untersucht, daß es sich hierbei um eine Manipulation der Grauen handeln könnte. Die USA benutzten ihre Vatikankontakte und erhielt schon kurze Zeit darauf die vollständige Studie, einschließlich der Prophezeiungen, die in der anschließenden Chronologie wiedergegeben sind.
Echte Marienerscheinungen oder Eingriff extraterrestrischer Intelligenzen? Dr. Johannes Fiebag
Wenn man heute als Pilger, Tourist oder einfach Neugieriger von der Bezirkshauptstadt Vila Nova de Ourém in Mittelportugal oder von Leiria und Batalha kommend, die inzwischen leidlich ausgebaute Landstraße hinauf auf die Hochebene der Sierra de Aire fährt, durch diese teils bewaldete, teils karge Berg- und Hügellandschaft, dann bekommt man vielleicht ein wenig Gespür für die Zeit, in der diese Region mit einem Schlag in der Welt bekannt wurde. Vielleicht ist die Armut der Bevölkerung hier in den letzten Jahren ein wenig zurückgegangen, aber ein reicher Landstrich ist dies nie gewesen und wird es wohl auch nie sein, obwohl heute mehr Fremde die Straßen befahren als jemals zuvor. Und dann kommt man nach Fatima und fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Hier ist alles anders geworden seither, seit jenem 13. Mai 1917, der nicht nur dieses Dorf veränderte. Fatima ist heute das bedeutendste Marienheiligtum der Welt, und so wie in Lourdes in Frankreich und anderen Stätten ist auch hier mit dem Sakralen das Profane Hand in Hand und in überwucherndem Maße eingezogen: Hotels, Gastwirtschaften, Bars, Läden aller Art, Souvenierstände, das »erste und einzige Wachsfigurenmuseum Portugals« - all das wurde in wenigen Jahrzehnten aus dem Boden gestampft, bildet den Kern eines blühenden Pilger-Tourismus, läßt dem, der nach Stille und Einkehr sucht, wenig Raum.
Das Zentrum von Fatima aber bildet jener Ort, an dem damals, vor siebzig Jahren, alles geschah. Hier, auf der Cova da Iria, erheben sich heute eine große Basilika und all die zahlreichen Gebäude der kirchlichen Verwaltung, der Orden, der »Blauen Armee Mariens«, Hospitäler und das neuerrichtete große Pilgerzentrum. Sie alle umschließen einen riesigen Platz, auf dem insbesondere an den Jahrestagen des Ergeignisses die Massen der Pilger zusammenströmen. Auf ihm werden heute täglich Messen zelebriert und Andachten gehalten, hier finden die nächtlichen Lichterprozessionen statt, hierher kamen zwei Päpste, um zu beten und sich an die Gläubigen in aller Welt zu wenden. Das eigentliche Heiligtum von Fatima aber ist die Erscheinungskapelle, jener Ort, jene Stelle auf einem ehemals steinigen Hügel außerhalb des Ortes, an dem im Jahr 1917 drei kleine Kinder insgesamt sechs mal die Vision einer Frauengestalt hatten, die sie für die Mutter Gottes hielten. Nach den Erscheinungen hat es eine Untersuchung der Vorfälle seitens der katholischen Kirche gegeben. Am 13. Oktober 1930, also 13 Jahre nach den Ereignissen von Fatima, erkannte der Vatikan die Marienerscheinungen als, so wörtlich »glaubwürdig« an und erlaubte die Verehrung »Unserer Lieben Frau von Fatima«. Allerdings heißt es an anderer Stelle der Verlautbarung auch: »Das Urteil der Kirche verlangt nicht, daßdie Erscheinungen notwendig von allen geglaubt werden. Es erklärt nur, daß sie nichts enthalten, was der Glaubens- und Sittenlehre widerstehe.«
In der Tat scheint eine solch vorsichtige Formulierung angebracht. Denn auch in der katholischen Kirche selbst gab und gibt es immer wieder kritische Stimmen. Kaum einer dieser Kritiker bestreitet das Ereignis an sich - vielmehr geht es um die Frage, was in Fatima eigentlich wirklich geschehen sei. Der katholische Theologe und Jesuit Bernardus formuliert es 1952 besonders scharf: »Was ist in Fatima erschienen? Ganz sicher ist nicht Maria, die heilige und reine Mutter unseres Herrn und Erlösers erschienen. War es ein böser Geist? Wir wissen es nicht. Dieser Gedanke legt sich jedoch nahe, weil es der Erscheinung gelungen ist, die katholische Kirche auf evangeliumsfremde Pfade zu locken.«
Was sind Erscheinungen? Was geschah 1917 in Fatima? Wer erschien den drei kleinen Kindern Lucia dos Santos und Jacinta und Francisco Marto? Die »heilige Jungfrau«? Ein »böser Geist«? War es ein »himmlisches« oder ein »teuflisches« Ereignis? Oder spielte hier vielleicht ein ganz anderes Phänomen eine Rolle, ein Phänomen, das wir erst heute, Jahrzehnte danach, allmählich zu begreifen beginnen, weil wir erst jetzt dazu in der Lage sind, Parallelen zu ziehen, Gemeinsamkeiten festzustellen, Hintergründe aufzuhellen? Religiöse Erscheinungen wie die Marienvisionen von Fatima stehen in der Tradition alt- und neutestamentarischer Theophanien. Eine genaue Analyse der meisten dieser »Gottesbegegnungen« zeigt aber, daß wir es hier mit offensichtlich realen und technisch interpretierbaren und weniger mit religiösen Erlebnissen im eigentlichen Sinne zu tun haben. Eine Abgrenzung zu den sogennanten »mystischen Gotteserfahrungen« - die es fraglos gibt und gab, auch zu biblischen Zeiten - scheint mir durch folgende Punkte gegeben:
Wenn wir dagegen die zahlreichen im Alten Testament niedergelegten Gottesbegnungen analysieren, müssen wir zu unserem Erstaunen feststellen, daß die wenigsten von ihnen diesen Kriterien gehorchen. Im Gegenteil: »Gottesbegnungen« finden meist unvermutet statt - es sei denn in Erscheinungsserien -, sie setzen keine speziellen Übungen oder Meditationen voraus, finden nicht selten vor mehreren Personen statt und besitzen häufig einen technischen Hintergrund. Verwiesen sei hier auf das Buch Ezechiel. Ezechiel lebte um 600 v.Chr. und beschreibt die Begegnung mit einem »Himmelswagen« und einem Wesen, das er für Gott oder den »Höchsten« halten mußte. Dem NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich gelang es 1973, aus dem Bericht heraus ein funktionstüchtiges, technisch sinnvolles und für Landeoperationen auf Planeten mit Atmosphäre geradezu ideales Raumschiff zu rekonstruieren. Ezechiel beschreibt aber darüberhinaus auch eine Tempelanlage, zu der er offensichtlich mit dem Schiff geflogen und die ihm detailliert gezeigt wurde. Der deutsche Ingenieur Hans Herbert Beier konnte eine Rekonstruktion dieser Anlage vorlegen, die in sich stimmig und sinnvoll ist und dem Text des Ezechiel vollständig entspricht. Überraschenderweise zeigte sich dabei, daß der Tempel überhaupt kein Tempel, sondern eine Erd-Basis für das von Ezechiel beschriebene Raumschiff darstellt. Mehr noch: die von Beier vorgenommene Rekonstruktion ergibt eine geradezu unglaubliche Übereinstimmung mit den Maßen, die Blumrich für das Raumschiff errechnete, so daß hier zwei unabhängig voneinander vorgenommene Analysen zu dem gleichen Ergebnis führen. Das ist mit reinen Zufälligkeiten wohl kaum zu erklären. Dieses Beispiel - und ich halte es für ein sehr gutes Beispiel - macht aber auch genau die Taktik dieser hypothetischen Besucher auf unserem Planeten deutlich: die bewußte oder doch zumindest stillschweigend in Kauf genommene Identifikation mit Göttern oder götterähnlichen Wesen, einfach, weil diese Methode der »Maskierung« den größtmöglichen Erfolg garantierte. Wer glaubt, mit einem Gott zu sprechen und Anweisungen von ihm zu erhalten - insbesondere dann, wenn dieser Gott seine Macht immer wieder nachdrücklich demonstriert - dem wird man schneller und nachhaltiger bestimmte Anweisungen, Gebote und Wahrheiten vermitteln können als jemandem, mit dem man sich rein rational über diese Dinge unterhalten müßte. Und wir wissen doch heute, wie einfach es ist, Menschen auf einer einfacheren Entwicklungsstufe entsprechend zu manipulieren. Es gibt eine ganze Reihe von Beispielen aus der Entdeckungsgeschichte, in denen Europäer als Götter betrachtet und verehrt wurden. Selbst in unserem Jahrhundert ist dieses Phänomen als »Cargo-Kult« noch existent. Und dabei ist und war es nichts anderes als die überlegene Technik in Form von Schiffen, Waffen und später Flugzeugen, die Eingeborene in Amerika oder auf den Südseeinseln glauben ließ, es mit himmlischen Wesen und nicht mit Menschen wie ihresgleichen zu tun zu haben, ja, die sogar noch in unseren Tagen zur Entstehung von Religionen und Kulten führt. Arthur C. Clarke hat dieses Phänomen einmal wie folgt sehr gut formuliert: »Eine genügend hoch entwickelte Technologie ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden.«
Parallelen zum UFO-Phänomen Und wie ist es mit uns? Wie reagieren wir Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts auf das Unbegreifliche, das Unfassbare, das scheinbar Magisch-Göttliche Am 29. Dezember 1980 ereignete sich in der Nähe der kleinen texanischen Ortschaft Huffman, mitten auf einer wenig befahrenen Landstraße zwischen Dayton und New Caney, ein seltsamer Vorfall: Es ist bereits dunkel, als die 51jährige Betty Cash, die 57jährige Vicki Landrum und ihr kleiner Enkel Colby über sich plötzlich ein grell strahlendes fliegendes Objekt bemerken, das in ca. 30 Metern Höhe zunächst über den Baumwipfeln, dann vor ihnen über der Straße schwebt. Das Objekt habe »diamant-förmig« ausgesehen, silbern gestrahlt und eine so große Hitze verbreitet, daßdie drei glaubten, verbrennen zu müssen. Sie stoppen den Wagen und springen hinaus, weil das Metall des Autos heiß wird. Betty und der kleine Colby schreien vor Angst. Das Objekt gibt schließlich mehrere Feuerstöße ab und verschwindet über dem Waldrand. Etwa eine Stunde nach der Begegnung entwickeln sich bei allen dreien Symptome, die zum Teil für Verbrennungen, zum Teil für radioaktive Verstrahlung charakteristisch sind: Brandblasen am Körper, Durchfall, Verlust ganzer Haarbüschel, Beulen auf der Haut, geschwollenes Gesicht. Interessant ist nun in unserem Zusammenhang das Verhalten von Vickie Landrum. Als tiefreligiöse Frau war ihre erste Reaktion die, daß sie überzeugt war, die Wiederkunft Christi mitzuerleben - welches andere Ereignis hätte sonst dieser flammenspeienden Vision entsprechen können, die sich da vor ihr in der Luft offenbarte? »Hab keine Angst«, sagte sie immer wieder zu ihrem Enkel: »Das ist Jesus, er kommt vom Himmel... er wird uns nichts tun.« Dies ist exakt das Phänomen, das weiter oben angesprochen wurde: die Verwechslung einer offensichtlich überlegenen Technologie mit religiös motivierten Vorstellungen. Erst als sich im Laufe des Ereignisses offenkundig ergibt, daß hier keine mystische Gotteserscheinung vorliegt, wird das Geschehen als reales Ereignis erfaßt und einer irgendwie gearteten, wenn auch unverständlichen Technologie zugeordnet. Die religiöse Interpretation von UFO-Begegnungen ist zwar eher selten, aber, wie der Fall der Vickie Landrum gezeigt hat, nicht ausgeschlossen. Wir verfügen über eine ganze Reihe ähnlicher Vorfälle, die auf das gleiche hinauslaufen. Es erscheint mir wichtig, auf diesen bedeutsamen Aspekt aufmerksam zu machen, denn er dürfte in einem anderen Fall eine entscheidende Rolle gespielt haben: in Fatima im Jahre 1917! Marienerscheinungen gehören seit langem zu einem fast ausschließlich von der katholischen Kirche beanspruchten Bereich quasi-religiöser Ereignisse. Die Kirche, d.h. im wesentlichen Theologen und Seelsorger, allenfalls auch hinzugezogene Mediziner und Psychologen, befinden darüber, ob eine Erscheinung als »echt« anerkannt werden kann oder nicht. Dabei geht es auch weniger um die Erscheinung an sich als vielmehr um das, was die meist in Form einer jungen Frauengestalt sich offenbarende himmlische Macht an Botschaften übermitteln läßt. Es geht um das Beurteilen einer exakten Übereinstimmung mit der kirchlichen Lehre, um eine Dogmenverträglichkeit, um die Frage eines möglichst heiligmäßigen Lebens der Seher. Worum es im Regelfalle nicht geht, ist die Erscheinung selbst. Sofern die von der Kirche untersuchten Parameter stimmen, wird die Identität der Frauengestalt mit Maria, der Mutter Jesus, als gegeben vorausgesetzt. Nicht untersucht werden die physikalischen Sekundärerscheinungen, nicht untersucht wird das Auftreten erhöhter Radioaktivität, nicht untersucht werden meteorologische Phänomene wie Blitze, helle Lichter und Donnergeräusche, nicht untersucht wird der physikalische Hintergrund sogenannter »Sonnenwunder«, nicht untersucht schließlich wird die Natur der Erscheinung an sich. Die Frage erhebt sich von selbst: Warum eigentlich? Ist man nicht fähig oder nicht willens, diesen Dingen auf den Grund zu gehen?
Wenn hier im folgenden eine Lösung für den Ursprung von Marienerscheinungen wie jener von Fatima angeboten wird, so sei darauf hingewiesen, daß es sich um eine Hypothese handelt. Die von mir versuchte Verknüpfung von Marienerscheinungen mit dem UFO-Phänomen ist eine Möglichkeit, zu einer Lösung zu finden. Auch sie ist zugegebenermaßen nicht dazu in der Lage, alle Probleme und alle Fragen zu beantworten. Aber ich glaube, daß wir, wenn wir diesen neuen Weg der Betrachtung nicht völlig außer acht lassen, ein außergewöhnliches Instrument erhalten, das uns vielleicht dabei helfen wird, der Wahrheit näher zu kommen. Und dies scheint mir angesichts der zunehmenden Anzahl von Marienerscheinungen heute nötiger denn je.
Himmlische Ereignisse Fast vierzig Jahre ist es jetzt her, seit der Vatikan die sogenannte »Dritte Botschaft« von Fatima veröffentlichen sollte, jenes Dokument, das den drei Hirtenkindern 1917 von der Frauengestalt in einer mündlichen Botschaft übergeben worden war. Papst Johannes XXIII. weigerte sich seinerzeit, den Text freizugeben, nach einigen Quellen, weil eine Verbreitung eine - so wörtlich - »Panik ausgelöst« hätte. Seine Nachfolger im Petrusamt hielten sich bislang an diesen Beschluß, und es ist nicht absehbar, daß sich in der nächsten Zeit etwas Entscheidendes daran ändern wird. Es gibt eine sogenannte »diplomatische Version« der dritten Botschaft, in der es um die Ankündigung eines kommenden Weltkrieges noch vor Ende dieses Jahrhunderts geht. Die Geschichte dieses Textes ist aber reichlich obskur: Er wurde im Jahr 1963 erstmals vom Herausgeber der Zeitschrift »Neues Europa« publiziert, der sie »von einem nichtgenannten Pater aus dem Vatikan« erfahren haben wollte. Dieser hatte sich - angeblich ohne Wissen seiner Vorgesetzten - eigenmächtig zu diesem Schritt entschlossen. Die ganzen Umstände »riechen« aber förmlich nach einer insgeheim vom Vatikan lancierten und gesteuerten Aktion, die den Zweck hatte, die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen und eine Version zu präsentieren, die im wesentlichen den Erwartungen der Gläubigen entsprach (d.h. einem Aufruf zu Buße, Umkehr und Gebet und bei Nichtbefolgen die Ankündigung eines Dritten Weltkrieges). Rückblickend betrachtet kann man sagen, daß dieses Ziel im großen und ganzen erreicht wurde. Von einigen vereinzelten Aufforderungen zur Herausgabe abgesehen, ist es in der Öffentlichkeit still geworden um die dritte Botschaft von Fatima. Was also geschah damals in Portugal? Insgesamt sechs mal, beginnend im Mai bis in den Oktober 1917, hatten die Kinder Lucia, Jacinta und Francisco die Erscheinung einer jungen Frauengestalt, die sie unterwies und ihnen Botschaften übermittelte. Den Ereignissen vorausgegangen waren drei Erscheinungen eines »Engels« im Jahr zuvor. Der katholische Theologe Barthas schreibt darüber: »Über den Olivenbäumen, die den Fuß des Abhanges vor ihnen bedeckten, bemerkten sie ein großes Licht und eine Art menschlicher Silhouette, die sich in der Luft abzeichnete. Sie war ganz weiß, weißer als der Schnee, und erschien wie eine Statue aus Kristall, die von den Strahlen der Sonne durchleuchtet wurde. Je näher die Silhouette herankommt, desto besser können sie ihre Züge unterscheiden: Es sind die Züge eines J ünglings von vierzehn oder fünfzehn Jahren, von übernatürlicher Schönheit. »Lucia selbst charakterisierte die Erscheinung vielleicht am treffendsten so: »Era da luz - er war aus Licht.«
Ganz ähnlich wirkte auch das Bild der Frauengestalt auf die Kinder. Der Theologe Castelbranco schreibt dazu beispielsweise: »Zwei Schritte vor sich sahen sie über dem Laubwerk einer kleinen Steineiche eine "schöne Dame", ganz licht und strahlender als die Sonne.« Wegener und Lichy gehen näher auf das Gesicht der Gestalt ein: »Die ganze Gestalt strahlte Licht aus und war von einem hellen Glanz, heller als die Sonne, umflossen. Als man später Lucia bat, das Antlitz zu beschreiben, konnte sie nichts anderes sagen als: "Licht, es war Licht, Licht, Licht!"«. Nun vermögen Vorgänge wie diese auf den ersten Blick tatsächlich wie ein göttliches Wunder anmuten. Aber waren sie das wirklich? Der Theologe Barthas in seinem Buch über Fatima über einen Vorgang während der fünften Erscheinung am 13. September 1917, das vom damaligen Generalvikar von Leiria, Monsignore Jean Quaresma, zu Protokoll gegeben worden war. Quaresma erwähnt zunächst, der Himmel sei völlig wolkenlos gewesen, als sich die Blicke der Menschen plötzlich auf einen bestimmten Punkt am Firmament richteten: »Und siehe«, schreibt Quaresma, »zu meiner größten Überraschung erblicke ich klar und deutlich eine leuchtende Kugel, die sich von Osten her nach Westen zu nähert, indem sie langsam und majestätisch durch den Raum gleitet.« Quaresma macht einen ihn begleitenden Ordensgeistlichen darauf aufmerksam, und auch dieser erkennt jetzt das leuchtende Objekt: »Dann verschwand diese leuchtende Kugel ganz plötzlich wieder vor meinen Augen und auch der neben mir stehende Priester sah es nicht mehr.« Quaresma und der befreundete Geistliche geraten angesichts dieses Ereignisses in einen Freudentaumel. Beide sind jetzt überzeugt davon, einem Wunder beigewohnt zu haben, und Quaresma schreibt: »Die Hirtenkinder hatten in einer himmlischen Vision die Muttergottes sehen dürfen. Uns war nur der Anblick des "Gefährts" gewährt worden - wenn man so sagen darf - das sie vom Himmel zu der unwirtlichen Sierra de Aire getragen hatte.« Barthas selbst geht noch näher auf dieses Objekt ein. Er schreibt: »Nach anderen Berichten hatte der Lichtball sogar eine längliche Form, die Breitseite der Erde zugekehrt. Alle, die ihn sahen, hatten denselben Eindruck wie die schon erwähnten Geistlichen, daß er nämlich eine Art "himmlisches Flugzeug" war, das die Mutter Gottes zu der Zusammenkunft mit den Hirtenkindern brachte, um sie danach wieder ins Paradies zurückzuholen... Dieses "Flugzeug aus Licht" war unmittelbar vor und nach der Erscheinung zu sehen.« Und an anderer Stelle: »Am 13. September bewunderten aus der schon erwähnten Gruppe dreier Priester die beiden ersten das Lichtoval, das beim Volk "das Flugzeug unserer lieben Frau' hieß".«
Diese Charakterisierung ist so unzweideutig, daß sich die Schlußfolgerungen nahezu von selbst ergeben: spätestens hier, bei der fünften Erscheinung von Fatima, scheint sich ein Ereignis abgespielt zu haben, das wir heute unter einem ganz anderen Namen kennen: die Beobachtung eines »unbekannten Flugobjekt«. Leuchtende »Kugeln«, die durch die Luft gleiten, »Lichtovale«, die verschwinden, wieder auftauchen, die ihre »Breitseite der Erde zuwenden« und sich schließlich vollständig den Blicken der Beobachter entziehen, gehören zweifellos zu den häufigsten Objekten einer »Begegnung der ersten Art«. Dennoch wäre die Sichtung eines einzigen derartigen Objektes oder Vorganges zweifellos nicht ausreichend genug, das Gesamtereignis in dieser Richtung zu interpretieren. Tatsächlich jedoch deuten nahezu alle in Fatima beobachteten Phänomene auf ein UFO-Ereignis hin: mysteriöse »Wolken«, die ü ber dem Erscheinungsort materialisierten und wieder verschwanden, Temperatur- und Lichtveränderungen. Ein mysteriöser »Schnee-« oder »Blumenregen« ist offensichtlich identisch mit dem bei etlichen UFO-Sichtungen beobachteten Herabfall von sogenanntem »Engelshaar«, Blitze, sowie donnerähnliche und andere Geräusche können fraglos auf physikalische Weise erklärt werden, ohne dafür Wunder oder himmlische Eingriffe in Anspruch nehmen zu müssen. Ein Beispiel nur zu den Geräuschen, zitiert bei Barthas: »Schließlich versichern die Anwesenden, sie hätten im Augenblick des Scheidens der Erscheinung ein Geräusch gehört wie von einer aufsteigendenden Rakete.«
Das »Sonnenwunder« Am eindrucksvollsten für die Interpretation des Fatima-Geschehens als UFO-Ereignis sprechen jedoch die Vorgänge während der letzten Erscheinung am 13. Oktober 1917. Bereits am 13. Juli hatte die Frauengestalt angekündigt, an diesem Tag ein großes Wunder zu wirken. Dieses »große Wunder«, das als das »Sonnenwunder von Fatima« in die Geschichte eingegangen ist, gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Erlebnissen, das Menschen bei einem solchen Ereignis jemals zuteil geworden ist. Dennoch werden wir sehr bald feststellen, daß der Begriff »Sonnenwunder« das eigentliche Geschehen nicht beschreiben kann, denn es handelte sich dabei weder um ein »Wunder«, noch um die »Sonne«. Siebzigtausend Menschen sahen an diesem 13. Oktober 1917 ein Objekt, das sie mangels besseren Wissens für die Sonne halten mußten! Diese Sonne begann sich plötzlich über ihnen zu bewegen, sie »zitterte«, drehte sich im Kreise, schien auf die Erde hinabzustürzen, sprühte farbige Lichtstrahlen, ließdie Wolken verdampfen und die nasse Kleidung der Menschen trocknen. Bis auf die beiden letztgenannten Vorgänge sind all dies für die Sonne recht untypische Phänomene. Allein aus astronomischen Gesichtspunkten betrachtet kann es sich gar nicht um unser Zentralgestirn gehandelt haben. Selbst wenn wir einmal den unwahrscheinlichen Fall annähmen, die Sonne habe damals aufgrund ungeklärter kosmischer Kraftfeldeinwirkungen »geschwankt« oder die Erde hätte ihre Umlaufbahn verlassen und sei hin- und hergeworfen worden, so hätte man ein solches Ereignis nicht nur in Fatima, sondern auf der ganzen Welt registrieren müssen. Es wäre, wenn wir die beobachteten Bewegungen umrechnen, sogar zu katastrophalen Einwirkungen gekommen, die das Antlitz der Erde verändert, vielleicht sogar sämtliches Leben ausgelöscht hätten. Wir dürfen also guten Gewissens davon ausgehen, daß das Gesamtphänomen mit unserer Sonne nichts gemein hatte. Man kann freilich einwenden, es sei eben ein göttliches Wunder gewesen, unerklärlich für den menschlichen Verstand und nur jenen geoffenbart, die sich in Fatima befanden. Das Zurückweichen auf eine solche Position zeigt aber nur die eigene Bequemlichkeit, weil man die Beweislast einfach in den Bereich des Göttlichen, des Unerfaßbaren, des Unzugänglichen verlegt. Für jeden an den wirklichen Ereignissen von Fatima Interessierten jedoch darf eine solch simple Erklärung nicht ausreichen. Im folgenden wollen wir uns also mit jenem für die Sonne gehaltenen Objekt beschäftigen, mit seiner Erscheinung, seiner Bewegung, seiner Wirkung auf die Menschen - und wir werden dabei sehr schnell feststellen, mit was wir es hier wirklich zu tun hatten... Barthas schreibt über das Auftauchen dieser Sonne: »Plötzlich hörte es auf zu regnen. Die dunklen Wolken, die seit dem Morgen den Himmel bedeckt hatten, zerstreuten sich. Die Sonne erschien am Zenit wie eine silberne Scheibe, auf die man den Blick heften kann, ohne geblendet zu werden. Ein leuchtender Kranz ist um diese matte Scheibe erkennbar.« Damit deutet Barthas bereits an, daß hier möglicherweise nicht die Sonne selbst zu sehen war, sondern etwas wie die Sonne: eine silberne Scheibe, die man - anders als die Sonne - anschauen kann, ohne geblendet die Augen schließen zu müssen. In einem Brief an den damaligen Bischof von Meliapour in Indien schrieb der Missionar Ignatio Perreira, der seinerzeit in der Nähe von Fatima war, u.a.: »Ich blickte fest auf das Gestirn. Es schien mir fahl und ohne Glanz und wie ein großer Schneeball, der sich um sich selbst drehte.« Noch detaillierter geht Dr. José Garret, Professor an der Universität von Coimbra, auf diese Scheibe ein: »Sie erschien mir wie eine Scheibe mit scharf umrissenen Rändern, leuchtend und von lebendiger Glut, aber ohne die Augen anzustrengen. Sie war von heller Farbe und mit dem irisierenden Glanz einer Perle; in keiner Weise ähnelte sie dem Mondlicht in einer klaren und reinen Nacht.« Das Objekt habe auch nicht »einer durch den Nebel scheinenden Sonne« geglichen, sondern sei weder verdunkelt noch unscharf oder verschleiert gewesen: »Sie war nicht rund wie der Mond, ihr Licht hatte nicht die Stimmung und das Helldunkel des Mondscheins. Sie erschien wie eine flaches, poliertes Rad, das der silbernen Hülle einer Muschel entnommen zu sein schien, und zeichnete sich ab mit scharf umrissenen Rändern.« Diese Beschreibungen der beobachteten Scheibe genügen, um sie eindeutig nicht als Sonne, sondern als festes, materielles, fliegendes Objekt zu identifizieren. Wir wollen uns ruhig noch einmal die wichtigsten Charakteristika vor Augen führen. Das Objekt erscheint - wie eine silberne Scheibe bzw. wie eine Scheibe von hellem irisierendem Glanz - es wird mit einem rotierenden Schneeball verglichen - man kann es anschauen, ohne davon geblendet zu werden, aber auch der Vergleich mit dem Mondlicht ist nicht angebracht - sie erscheint flach und poliert - sie besitzt einen scharf umrissenen Rand - um diesen Rand ist ein leuchtender Kranz zu beobachten. Es gibt wohl kaum eine Beschreibung, die treffender den gängigsten »Typ« eines UFOs schildern könnte wie diese Punkte. Diskusförmige, leuchtende, strahlende Flugobjekte werden seit Jahrzehnten rund um die Welt beobachtet und mit nahezu den gleichen Begriffen oder tatsächlich identisch beschrieben. Sie sind es, die den UFOs in der frühen Zeit ihrer Entdeckung den wenig schmeichelhaften Namen »Fliegende Untertassen« eintrugen. Diese Flugkörper werden weltweit mit Begriffen wie »scheibenförmiges Objekt mit orangerotem Feuerkranz«, »riesiges Rad aus glühendem Metall«, »stark leuchtende runde Flugkörper«, »strahlend blau schimmernde fliegende Untertasse«, »leuchtender, runder, diskusförmiger Gegenstand«, »flaches, kreisförmiges, leuchtendes Objekt«, »linsenförmige Scheibe von etwa hundert Metern Durchmessser«, »großes, strahlendes, rundes, silbernes Objekt« usw. bezeichnet. Die Parallelilät ist so augenfällig, so unzweideutig, daß jeder Zweifel an der tatsächlichen Identität der »Sonne« von Fatima schwinden muß. a) b) c) d)
Originalfotos vom 13. Oktober 1917. a) Die Menschenmenge vor dem eigentlichen Erscheinungsbeginn (die meisten haben wegen des starken Regens ihre Schirme aufgespannt). b) - d) Die folgen drei Fotos wurden während des Sonnenwunders gemacht: es regnet nicht mehr, die erstarrte Menschenmenge blickt hinauf zum Himmel - unfähig zu erkennen, was sich dort wirklich abspielt.
Bestätigt wird diese Annahme auch durch die Beschreibungen von den Bewegungen der »Sonne von Fatima«. Auch hierzu gibt es eine ganze Reihe von Schilderungen, die geradezu typisch sind für UFO-Beobachtungen unserer Tage. Castelbranco schreibt: »Plötzlich beginnt die Sonne zu zittern, zu schwanken; dann macht sie einige rasche Bewegungen und dreht sich schließlich mit ungeheurer Geschwindigkeit wie ein Feuerrad um sich selbst. Dabei strahlt sie, wie ein gewaltiger Scheinwerfer, in allen Farben bald grüne, bald blaue, rote, violette oder sonstige riesige Lichtbündel aus, die alles, Wolken, Bäume, Felsen, die einzelnen Gesichter und die ganze ungeheure Menge in ein phantastisches Farbenspiel tauchten.« Das Phänomen der sich drehenden »Sonne« ereignete sich insgesamt drei Mal, mit je einer kurzen Unterbrechung dazwischen. Der Theologe Fonseca: »Die Wirkung auf die Menge war unbeschreibbar. Verzückt, unbeweglich, mit angehaltenem Atem sind die Siebzigtausend in den Anblick versunken.« Doch mit diesem »Schauspiel«, so der Theologe van Es, diesem »zauberhaft schönen Feuerwerk«, so Wegener und Lichy, war das »große Wunder von Fatima« noch nicht beendet. Castelbranco schreibt: »Der eigentliche Höhepunkt des Wunders, der dramatischste Augenblick, wo sich die Seelen in Akten der Reue dem lieben Gott zuwandten, war der Sonnensturz. Inmitten dieses wilden Zaubers von Feuer und Farben löste sich die Sonne vom Firmament wie ein ungeheures Rad, das sich infolge überschneller Bewegung von der Achse losschraubt, und stürzte, im Zickzack hin- und herfliegend, auf die erschreckte Menge.« Und schließlich Prof. Garret: »Indem sie die Schnelligkeit ihrer Umdrehung beibehält, löst sich die Sonne vom Firmament; und blutrot kommt sie auf die Erde zu und droht uns unter dem Gewicht ihrer gewaltigen, feurigen Masse zu erdrücken. Das waren schreckenerregende Augenblicke!« Man kann sich das Entsetzen, die Angst und Furcht der Menschen auch heute noch, siebzig Jahre danach, sehr gut vorstellen. Was sich da vor ihren Augen und über ihren Köpfen abspielte, muß auf alle Versammelten einen nachhaltigen Eindruck gemacht haben - und das scheint ja auch das Ziel dieser ganzen Aktion gewesen zu sein. Der Zeuge Borges (zitiert bei Barthas) schreibt: »Was geschah dann? Ich weiß es nicht mehr - ich war völlig von dem benommen, was sich um mich begab.« Den Berichten zufolge kehrte die Scheibe nach einer kurzen Verweildauer über der Menschenmenge mit den gleichen zickzackförmigen Bewegungen an »ihren Ort zurück und erstrahlte wieder in ihrem alten Glanz am Himmel«. Erstaunt aber stellen die Menschen fest, daß durch die Hitze des Objekts ihre Kleider und der vom Regen aufgeweichte Boden fast trocken geworden waren. Nun sind beides, sowohl die Bewegungen des Objekts als auch die ausströmende Hitze, aus der UFO-Literatur bestens bekannt. Margaret Sachs veröffentlicht im Anhang ihrer »UFO-Encyclopedia« eine Darstellung der am häufigsten beschriebenen UFO-Manöver, und wir finden darunter auch eben jene in Fatima beobachtete Bewegung eines im Zickzack, wie ein welkes Blatt zu Boden fallenden Objektes, als auch sich spiralförmig um sich selbst drehende Objekte. Hitzeempfindungen sind - insbesondere bei Zeugen, die einem landenden UFO sehr nahe kommen - sehr häufig und können in manchen Fällen bis zu Verbrennungen der Haut führen. Interessanterweise wurde das Phänomen der »tanzenden Sonne« nicht nur von den siebzigtausend in Fatima Versammelten wahrgenommen, sondern auch von Menschen, die bis zu 40 km vom Ort des Geschehens entfernt waren, so daß der von Kritikern häufig vorgebrachte Einwand, es könne sich um eine Massenpsychose oder Massensuggestion gehandelt haben, hinfällig wird. Und es waren durchaus nicht nur Gläubige, die »erwarteten«, ein Wunder zu sehen. Der bereits erwähnte Pater Ferreira, damals noch ein Kind und 12 km von Fatima entfernt in seinem Heimatort zur Schule gehend, berichtet: »Neben uns stand ein Ungläubiger, der den ganzen Morgen über diejenigen gespottet hatte, die nach Fatima gegangen waren. Es war wie gelähmt und hielt starr die Augen auf die Sonne geheftet. Dann sah ich ihn von Kopf bis Fuß erzittern und schließlich mit erhobenenen Händen in den Straßenstaub und auf die Knie fallen und hörte ihn immer wiederholen: "Heilige Jungfrau - Heilige Jungfrau!" Etwas anderes brachte er nicht heraus.« Wie können wir heute das Phänomen von Fatima erklären? Die Antwort ergibt sich zwangsläufig aus den geschilderten Ereignissen: ein scheibenförmiges, helleuchtendes, Hitze verströmendes Objekt von der scheinbaren Größe der Sonne dringt aus der Richtung unseres Zentralgestirns durch die Wolken, löst diese auf, rotiert dreimal mehrmals um die eigene Achse, senkt sich dann in Zickzacklinien weiter zur Erde herab, steigt wieder empor und verschwindet in Richtung der Sonne. Das ganze hat durchaus nichts »wunderbares«, »mysteriöses« oder gar »göttliches« an sich, wie es den Menschen damals zwangsläufig erscheinen mußte. Sie konnten nicht anders als in all dem die Allmacht Gottes zu erkennen, sie wußten noch nichts von »UFOs« und den mit ihrem Auftreten verbundenen Phänomenen, die Luftfahrt steckte noch in den Anfängen, an Raumfahrt war im Traum nicht zu denken. Aber wir besitzen Vergleichsmöglichkeiten, wir können Parallelen ziehen, wir dürfen nicht länger einen Vorgang einer göttlichen Macht unterschieben, die damit absolut nichts zu tun hat. Gerade das Sonnenwunder, das bislang als unzweifelhaftes »Zeichen Gottes« galt, entpuppt sich nun im Gegenteil als eindeutiger Hinweis dafür, daßwir es hier mit einem durchaus realen, physikalisch erfaßbaren und in keiner Weise wunderbaren Phänomen zu tun haben. Heute können wir eine Erklärung finden. Auch sie ist, darauf wurde schon hingewiesen, nicht in der Lage, alle Fragen zu beantworten. Aber wir werden durch sie erstmals dazu in die Lage versetzt, die wahren Hintergründe zu durchleuchten, die Ereignisse differenziert zu betrachten und die physikalischen Realtitäten abzuschätzen. Alles, was wir dazu benötigen, ist ein wenig Mut, hinter die Kulissen zu blicken und die Augen auf das zu richten, was sich jenseits der Linie des Horizonts befindet - aber haben wir angesichts der Ereignisse von Fatima überhaupt eine andere Wahl?
Die Gestalten Letztlich müssen wir uns jedoch noch einer anderen Frage zuwenden: Was ist mit den Gestalten selbst, die die Kinder sahen, mit dem »Engel«, mit der »Mariengestalt«? Interessanterweise gibt es auch hier überraschende Parallelen zu modernen UFO-Ereignissen. Erscheinungen wie die von Fatima sind in der UFO-Literatur als sogenannte »objektive Projektionen« bekannt. Schneider definiert dieses Phänomen wie folgt: »Es handelt sich nicht um Projektionen im Sinne der Psychologie oder Psychopathologie, sondern um räumlich wirkende Erscheinungen, denen allerdings nicht unbedingt ein materieller Charakter im Sinne ponderabler Massen zukommen muß.« Dies könnten Projektionen sein, wie wir sie in ähnlicher Form von Hologrammen kennen, die man perfekt mit Laserstrahlen in den Raum projezieren kann, und zwar stehende ebenso wie sich bewegende Bilder. Es ist nicht schwer zu erraten, wie man derartig erzeugte Gestalten, »Lichtwesen«, vor wenigen Jahrzehnten noch bezeichnet hätte.
Beispiele plötzlich erscheinender Fremder gibt es zuhauf. Vallée hat aus den Jahren 1868 bis 1968 insgesamt 923 Fälle von Landungen Unbekannter Flugobjekte zusammengetragen. Einige der beobachteten Geschehen zeigen deutlich die Ähnlichkeit zu den Ereignissen in Fatima, z.B. Fall 716: »Eine dritte Gestalt stand in ihrer Nähe, die sie für eine optische Täuschung hielten. Alle Maschinen und Lebewesen waren hochglänzend.« Fall 767: »Sie waren zwei Meter groß, hatten riesige Köpfe und erschienen glänzend und durchsichtig. Wie von Licht getragen, kehrten sie an Bord ihrer Maschine zurück.« Fall 857: »Eine Silhouette in einem leuchtenden Anzug, die sich in ein gestaltloses Leuchten verwandelte und verschwand...« Fall 870: »Er vollführte abgehakte Bewegungen und hob mit den Armen eine Röhre empor. Die ganze Erscheinung schien zu flimmern.« Fall 915: »Ein bizarres Wesen von 2.10 m Größe schwebte in der Luft. Ein eigenartiges Leuchten ging von seinem Körper aus, und in der Nähe befand sich ein unbekanntes, stark leuchtendes Objekt.« Fall 537: »Am Fenster hob sich deutlich eine menschliche Gestalt mit einem halbdurchsichtigen Körper ab. Der Schädel war halb kahl. Der Zeuge schrie vor Angst, weckte die beiden anderen, und alle drei sahen, wie die Erscheinung zusammenschrumpfte, wie ein Fernsehbild beim Ausschalten des Apparates.«
Den drei Kindern von Fatima und den anderen Zeugen der Ereignisse des Jahres 1917 blieb nichts anderes übrig, als in all diesen Vorgängen ein himmlisches, ein göttliches Ereignis zu sehen. Damals endeten die jeweiligen Erscheinungen damit, daßdie Wolke, die jeweils über dem Ort der Manifestation der Gestalt geschwebt hatte, sich erhob und verschwand (bei der fünften Erscheinung haben wir zusätzlich den Bericht über das »Flugzeug aus Licht«, das sich wieder in nordöstlicher Richtung entfernte). Es gibt nun zwei Aussagen der Kinder, die De Marchi anführt und die uns ein bemerkenswertes Detail überliefern. Nach Aussagen ihrer Mutter berichtete Jacinta über die erste Erscheinung: »Als sie in den Himmel zurückkehrte, schienen sich die Türen so schnell zu schließen, daß ich dachte, ihre Füße würden davon eingeklemmt werden.« Und ähnliches soll nach der Augenzeugin Maria de la Capalinha Lucia unmittelbar während der zweiten Erscheinung gesagt haben: »Da, jetzt können wir sie nicht mehr sehen. Die Türen sind geschlossen, sie ist in den Himmel zurückgekehrt.« Diese Randbemerkungen über sich schließende Türen impliziert die Möglichkeit, daß die Kinder das Objekt, das die eigentlichen Projektionen ausstrahlte, durchaus gesehen haben könnten. Allerdings nahmen sie davon ansonsten offensichtlich keine weitere Notiz und ordneten es einfach »dem Himmel« zu. Immerhin eine interessante Information, die unsere These einer materiell vorhandenen Projektionsquelle stützt. Abschließend dazu soll noch einmal der von Barthas zitierten Augenzeugen Fereira Borges zu Wort kommen, der auf eine einfache und doch treffende Weise seine Empfindungen wiedergibt: »Von einer andächtigen Freude ganz erfüllt, war ich sicher, einem großen Wunder beigewohnt zu haben, und daß sich etwas Geheimnisvolles zwischen den Kindern und einem Wesen aus einer anderen Welt abgespielt hatte.«
Die »dritte Botschaft« Warum geschah das alles? Warum in einem kleinen Dorf in Portugal und nicht in einer Hauptstadt dieser Welt? Warum kleine Kinder, die nicht einmal schreiben und lesen konnten? Warum nicht Staatsoberhäupter, Wissenschaftler, Militärs? Warum vielleicht auch heute noch nach dem gleichen Schema: in Heroldsbach, in Montichiari, in Medjugorje? Niemand vermag darauf eine Antwort zu geben. Aber wir sollten eines bedenken: Noch immer wird die dritte Botschaft von Fatima unter Verchlußgehalten. Kardinal Ottaviani, einer der wenigen Männer des Vatikans, die vom wahren Inhalt der Botschaft Kenntnis erhielten, betonte 1967 auf einer Pressekonferenz: »Ich kann nur feststellen, daß alles, was über das Geheimnis von Fatima zirkuliert, jeglicher Grundlage entbehrt...« Und am 30. September 1984 veröffentlichte die deutsche katholische Wochenzeitschrift BILDPOST ein Interview mit dem damaligen Diözesanbischof von Fatima, Alberto de Amaral, der sich in einer Pressekonferenz in Wien geäußert hatte: »Das dritte Geheimnis von Fatima hat nichts mit Atombomben und Sprengköpfen, nichts mit Pershing und SS-20-Raketen, nichts mit der Vernichtung der Welt zu tun. Der Inhalt betrifft vielmehr unseren Glauben.« Alle Versuche, das dritte Geheimnis als »Unglücksbotschaft« und Ankündigung eines »atomaren Holocausts« zu interpretieren, lenkten, so der Bischof »nur von der wahren Bedeutung der Marienerscheinungen in Fatima ab«. Nach den Worten do Amarals gäbe es »auf jeden Fall schwerwiegende Gründe«, die die Päpste bisher dazu bewogen hätten, von einer Veröffentlichung abzusehen: »Die Niederschrift des Hirtenkindes Lucia befindet sich seit 1957 im Vatikan. Nur der Papst und einige Vertraute kennen den wahren Inhalt.«
Wenn es in der dritten Botschaft von Fatima also nicht um einen kommenden Weltkrieg geht, wenn dort nichts über den Untergang ganzer Völker und Nationen zu finden ist, wenn dort nichts von all den eigentlich für die nächsten zwölf Monate zu erwartenden, über uns hereinbrechenden Schrecken steht - was beinhaltet dieser Text dann, was ist die wirkliche Botschaft von Fatima? Wenn wir unserer Hypothese folgen, wonach die Erscheinungen von Fatima ein UFO-Ereignis waren, ist die Antwort geradezu zwingend: die dritte Botschaft von Fatima, das »dritte Geheimnis«, beinhaltet Informationen über den tatsächlichen Hergang der Ereignisse, über den tatsächlichen Hintergrund dieser ganzen »Operation Fatima« und vielleicht sogar darüber hinaus. Dann ist es vorstellbar, daß der Papst und die Kardinäle erbleichten, als sie diesen Text lasen, dann entbehren alle bisherigen Publikationen darüber in der Tat jeglicher Grundlage, dann betrifft der Inhalt wirklich unseren Glauben. Dann und nur dann sind all die Vertuschungsaktionen, die peinlichen Ausreden zu verstehen. Das ist das große Geheimnis von Fatima, das uns noch immer vorenthalten wird. Die Erscheinung hatte die Veröffentlichung für 1960 determiniert, vermutlich, weil man annahm, die Menschheit müßte dann soweit sein, den Text zu verstehen und zu »verkraften«. Aber diejenigen, die die Botschaft bewahren und an uns weitergeben sollten, haben sich die sem Willen, diesem Auftrag nicht gebeugt. 39 Jahre nach dem angegebenen Zeitpunkt werden noch immer keine Anstalten gemacht, das Geheimnis zu lüften. Und damit erhebt sich die letzte, entscheidende Frage: Könnte sich der Papst, könnte sich die Kirche, ein solches Vorgehen, ein solch eindeutiges Sperren gegen den erklärten Willen Gottes leisten, wenn in Fatima tatsächlich Maria, die Mutter Jesus, erschienen wäre? Doch wohl kaum. So zeigt allein dieser paradoxe Umstand, deutlicher als jedes offizielle Dementi oder irgendeine Erklärung, daß man im Vatikan sehr wohl weiß, womit man es wirklich zu tun hatte...
Literatur: Bernardus, P.: Fatima - Wahrheit oder Täuschung? In: Oekumenische Einheit, 255, 1951. Blumrich, J.: Da tat sich der Himmel auf. Berlin 1994. Beier, H.-H.: Kronzeuge Ezechiel. Berlin 1996. Barthas, C: Fátima - Ein Wunder des 20. Jahrhunderts. Freiburg i.Fr 1955. Fonseca, L.G.: Maria spricht zur Welt. Freiburg 1973. van Es, M.M.: Fatima - Erscheinungen und Botschaft unserer lieben Frau. Jestetten 1979. Wegener, J. und Lichy, J.: Fatima - Geschichte und Botschaft. Steyl 1981. Castelbranco, J.: Maria erscheint und spricht in Fatima. Konstanz-München-Freiburg 1949. Sachs, M: The UFO Encyclopedia. New York 1980. Vallée, J.: Passport to Magonia. Chiacago 1969
Was ist die Substanz des dritten Teils der Erscheinung von Fatima, das sogenannte "dritte Geheimnis"? Schwester Lucy deckte die erste Zeile auf: "In Portugal werden die Dogmen des Glaubens für immer konserviert werden..." Wir wissen daß Paul VI. die dritte Botschaft am Anfang seiner Regierung las, und sich an sie sehr zu Herzen nahm. 1967 sagte Kardinal Ottaviani der Öffentlichkeit: "Das Geheimnis war für den Heiligen Vater bestimmt." Johannes Paul II. las die Offenbarung und ist ein ergebener Schüler von Fatima geworden. Sprechend mit einer katholischen Gruppe in Deutschland 1980, kommentierte er die Botschaft so: "Wir müssen bereit sein, Schwierigkeiten in der nicht so fernen Zukunft zu erdulden." Kardinal Ratzinger erzählte uns 1985: "Das Geheimnis bekanntzumachen, würde die Kirche der Gefahr von Sensationalismus und der Ausbeutung des Inhalts aussetzen." Ein Examen der reichlichen Beweise vorhanden laß wenig Zweifel, daß das Wesentliche des Geheimnisses ist daß im letzten Drittel dieses Jahrhunderts die höchsten Kirchebeamten unter satanischen Einfluß fallen und sich in ihrer Lehre irren wurden. Die Offenbarung vorhersagt sicherlich die weltweite Ketzerei in der Kirche, und sie erwähnt vielleicht speziell die Annahme der Abtreibung, die kirchliche Billigung homosexueller Lebensgemeinschaften, und das Leugnen der wirklichen Anwesenheit beim Abendmahl. Die Strafe die uns erwartet, wenn die Warnung ignoriert wird, wird vielleicht auch spezifiziert. Die dritte Botschaft von Fatima, die sollte 1960 gelesen und veröffentlicht werden, wurde von Johannes XXIII. geöffnet. Nach vatikanischen Quellen, gab er an daß sie seine Amtszeit nicht betreffen habe, und er habe darum gewollt, das Problem der Enthüllung seinen Nachfolgern zu überlassen. Er muß Einsicht um seine Lebensdauer gehabt haben, denn er starb 1963. Paul VI., kämpfend gegen das was er als Ketzerei betrachtete, klagte: "Der Rauch des Satans ist in die Kirche eingedrungen." Die Humanae Vitae von Paul VI. und die Veritatis Splendor von Johannes Paul II. widerriefen die Theologie die seit dem II. vatikanischen Konzil die Oberhand gehabt hat, und versuchten der Lehre des Papstes Pius XII. zurückzukehren. Entgegengesetzte Meinungen der meisten Gemeindmitglieder, von Bischöfe bis zu den Laien, rechtfertigen reichlich unseren Widerspruch. Jedoch würde das dritte Geheimnis uns auferlegen, Vorsicht und Zurückhaltung zu üben. Die modernen Prälaten haben, proklamierend traditionelles Dogma, wahrscheinlich etwas übertrieben. Aber das ist nicht die Art des Fehlers der die Heilige Jungfrau beunruhigte, weil die moralische Stellung des neuen Katechismusses wirklich gleich wie die Lage vor 1950 ist, die nicht Gegenstand der Sorge dieser Meldung ist. Außerdem kann man nicht zweifeln, daß die vorsichtige Haltung der zwei Päpste eine Reaktion auf Fatima ist, und eine himmlische Botschaft wäre nicht gesandt worden, wenn sie die Ursache des Übels gewesen wäre, das sie vorhersagte. Das dritte Geheimnis könnte veröffentlicht werden, wenn es zuerst der katholischen Gemeinschaft verkündet würde, mit einer Erklärung daß es eine bedingte Prophezeiung ist, die wenigstens teilweise gehindert worden ist, weil die Kirchfürsten sie gehört haben. Der Aufruf des jetzigen Papstes zur blinden und gedankenlosen Treue zu seinem Unterricht ist offensichtlich wirkungslos. Trotz der Gefahr ist es jetzt an der Zeit, daß der Rest der Kirche, und glaubende Außenseiter, die Meldung der Jungfrau Maria untersuchen und sie beachten |
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