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Am 24. April 1949, wurde über dem amerikanischen Raketenversuchsgelände White Sands in New Mexiko ein Ufo beobachtet. Damals arbeitete ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Marine Commanders R.B. McLaughlin in White Sands. Am Morgen des 24. April gegen 10.30 Uhr bereiteten die Wissenschaftler unter McLaughlin den Start eines riesigen Marine-Skyhook-Ballons vor, dessen Durchmesser über 30 Meter betrug. Der Himmel war glasklar, und ein Wetterballon zur Überprüfung der niederen Höhenwinde war bereits hinaufgeschickt worden. Ein Teil der Wissenschaftler verfolgte den Flug dieses Ballons in Höhe von 3500 Metern aufmerksam, als einer der Männer plötzlich lautstark auf ein zweites, weit höher befindliches Objekt am Himmel aufmerksam machte, das sich links von dem Wetterballon befand. Zu ihrer großen Verwunderung sahen die Wissenschaftler ein silberweißes, ellipsenförmiges unbekanntes Flugobjekt. Einer der Wissenschaftler schwang den auf den Wetterballon ausgerichteten Theodoliten herum, richtete ihn auf das Flugobjekt und verfolgte es damit eine ganze Minute lang. Schließlich stieg das Ufo und war in Sekundenschnelle der Sicht entschwunden. Anschließende Schätzungen der Wissenschaftler mit Hilfe des Theodoliten ergaben eine Flughöhe des unbekannten Objekts von 80 Kilometern, als es zuerst gesehen wurde, und eine Fluggeschwindigkeit von 43.000 Kilometern in der Stunde. Commander McLaughlin schrieb dazu in seinem Bericht: "Ich bin überzeugt, daß es sich um ein UFO gehandelt hat, und außerdem, daß diese Scheiben Raumschiffe aus anderen Welten sind, die von lebenden Intelligenzen gesteuert werden." Die Militärs gaben die Aussagen von McLaughlin ohne Einschränkungen frei. (Aus Versehen ?). Es gab jedoch ein Nachspiel: Commander McLaughlin wurde unerwartet von White Sands auf den Zerstörer >Bristol< versetzt. Am 10. September 1951 spielte sich in Amerika ein dramatischer Zwischenfall ab, der Project Grudge zu Fall brachte. Pilot und Passagier einer T-33; ein Major der Air Force, beobachteten über Fort Monmouth in New Jersey ein Flugobjekt zwischen zehn und 15 Metern im Durchmesser. Es wurde von den Zeugen, während es unterhalb des Flugzeugs schwebte, als rund, silberfarben, nicht reflektierend und flach beschrieben. Der Versuch des Piloten hinunterzutauchen, um das fremde Objekt aufzuhalten, schlug fehl. Dieses blieb kurze Zeit unterhalb der T-33, schlug dann Südkurs ein, drehte um 120 Grad ab und flog seewarts davon. Genau um die gleiche Zeit führte ein Operateur des Army Signal Corps Radar Genter von Fort Monmouth vor einer Gruppe von Air Force-Offizieren, die das Fort besichtigten, die Radareinrichtung vor. Er verfolgte ein unbekanntes Objekt auf dem Radarschirm, das sich mit einer Stundengeschwindigk. von 800 bis 1200 Kilometern fortbewegte. Aber er verlor es bald vom Schirm, da es zu kurvenreich und schnell flog. Am nächsten Tag wurden im Radarzentrum von Monmouth erneut unidentifizierte Flugobjekte mit den gleichen Flugcharakteristiken wie am Vortag auf dem Radarschirm aufgespürt. Diesmal blieb es allerdings nicht bei einem Einzelbesuch, die Objekte kamen und gingen immer wieder, bewegten sich aber so rasch, daß sie der Radaroperateur nicht ohne weiteres verfolgen konnte. Diese Sichtungen riefen in Monmouth eine Sensation hervor. Eine Anzahl von Luftwaffenoffizieren hatte sie sogar ´in natura´ und auf dem Radarschirm beobachtet. Der Radaroperateur war außer sich und reichte ein schriftliches Gesuch zur Klärung dieser Angelegenheit ein. Eine Kopie seines Schreibens ging dem Direktor des Luftwaffengeheimdienstes, Generalmajor C.B. Cabell, zu, der daraufhin nähere Informationen über das Luftwaffen-UFO-Project Grudge anforderte. Er schickte Leutnant Jerrv Cummings (Leiter von Project Grudge) und dessen Vorgesetzten, Oberstleutnant N. R. Rosengarten (Chef der Flugzeug- und Lenkwaffenabteilung von ATIC) zur Aufklärung des Vorfalls nach Fort Monmouth. Die angeordnete Untersuchung wurde von Cummings und Rosengarten mit der offiziellen Erklärung abgeschlossen, daß es sich bei den beobachteten Objekten um Ballons und falsche, anomale Radarechos gehandelt habe, die durch außergewöhnliche atmosphärische Bedingungen verursacht worden seien. Bei dieser Gelegenheit wurde Cabell auch über den Stand von Project Grudge unterrichtet und von Cummings über die Schwächen von Grudge aufgeklärt. Cabell erfuhr außerdem, daß laufend Sichtungsberichte seriöser Augenzeugen bei Project Grudge eingingen. Die gesamte UFO-Problematik gab Cabell derart zu denken, daß er an ATIC den Befehl erließ, anstelle von Grudge mit einem neuen Ufo-Forschungsprojekt zu beginnen. Dieses neue Projekt wurde der Leitung des verdienten Luftwaffenhauptmanns Edward J. Ruppelt, der im Zweiten Weltkrieg hohe Auszeichnungen erhalten hatte, anvertraut. Besonders gründlich hatte sich David M. Jacobs, Geschichtsprofessor an der Temple-Universität in Philadelphia, mit den Hintergründen der UFO-Projekte der amerikanischen Luftwaffe befaßt. Seinen Ergebnissen zufolge entschloß sich die Air Force zur Umorganisation von Project Grudge durch Ruppelt und zu einer besseren Unterstützung des Projekts. Ruppelts Methoden, von Grund auf neue Verfahren in der Organisation anzuwenden, und zunehmende Sichtungen in den ersten Monaten des Jahres 1952 veran- laßten die Air Force, Project Grudge abzulösen und zu einer selbständigen Organisation umzugestalten. Und mit der Änderung des Status erhielt das Projekt gleichzeitig auch einen neuen Namen. Von nun an gab es ´Project Blue Book´ (Projekt Blaubuch), und sein Leiter Ruppelt erhielt zusätzlich Unterstützung durch die Spezial- abteilungen von ATIC-Elektronik, Analyse, Radar und Erkundung, die nun künftig direkt für Blue Bock arbeiteten. Außerdem wurde auch das Batelle Memorial Institute in Columbus/Ohio durch ATIC beauftragt, statistische Studien, insbesondere Fragebogenaktionen, durchzuführen. Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden im Mai 1953 unter der Bezeichnung Project Blue Book, Special Report Nr.14, der Luftwaffe übergeben. In diesem Zeitraum besuchte Joseph Kaplan, Physiker an der California Universität in Los Angeles und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Luftwaffe, Project Blue Book auf dem Luftwaffenstützpunkt Wright Patterson in Dayton/Ohio, wo es stationiert war. Er war sich darüber im klaren, daß genaue Messungen von Ufos unbedingt notwendig waren, aber bisher leider keine durchgeführt werden konnten. Er schlug daher vor, durch ein spezielles Diffraktionsgitter eine Analyse des Farbspektrums der unbekannten Flugobjekte zu machen. Das Spektrum eines Ufos konnte anschließend im Labor mit den Spektral-Linien bekannter Objekte - wie z. B. von Sternen, Planeten, Meteoren - verglichen werden. ATIC und Blue Book nahmen diesen Vorschlag begeistert auf. Und im Verlauf des Jahres 1952 wurden alle möglichen Diffraktionsgitter und Photoapparate auf ihre Tauglichkeit unter den verschiedensten Voraussetzungen überprüft. Solange sich der Kaplansche Plan noch im Entwicklungsstadium befand, setzte Ruppelt dem Vorschlag von Cabell entsprechend Radarbildschirme ein. Er nahm deswegen mit dem Luftverteidigungssninisterium Verbindung auf, das innerhalb der Vereinigten Staaten über etwa 30 Radarschirmkameras verfügte. Die kommandierenden Offiziere wurden von Ruppelt entsprechend eingewiesen. Auch der Luftwaffenverteidigungsausschuß wurde informiert und für die Ausarbeitung von Plänen zur Anwendung von Radarschirmkameras um Zustimmung gebeten. Ruppelt führte auch Wissenschaftler des Cambridge Research Laboratory, die zu den technischen Beratern der Luftwaffe gehörten, in den neuen Aufgabenkreis ein. Von hier wurde der Einsatz automatisch-akustischer Empfangsanlagen in Gegenden mit intensiver UFO-Aktivität empfohlen. Da auch das Pentagon über die Tätigkeit von Project Blue Book laufend unterrichtet werden wollte, wurde Major Dewey Fournet als Verbindungsoffizier eingesetzt. (Jahre später sagte Pournet, daß die Air Force UFO-Informationen und Sichtungsberichte gewissentlich zurückgehalten habe.) Fournet war im Zuge dieser Aufgabe bei allen wichtigen Entwicklungen, Untersuchungen und Entscheidungen des Jahres 1952 dabei und die wichtigste Informationsquelle über Blue Book für das Pentagon. Im Laufe der Zeit erhielt Ruppelt von der Luftwaffe nicht nur mehr und mehr Vollmachten für das Projekt, sondern die Air Force führte auch die von ihm vorgeschlagenen Änderungen der Untersuchungen über UFO-Berichte durch. So wies der Luftwaffenerlaß 200-5 vom 5. April 1952 alle Geheimdienstoffiziere jedes Luftwaffenstützpunktes in der ganzen Welt an, umgehend Sichtungsreporte zunächst an ATIC und alle Luftwaffenbefehlszentralen zu telegraphieren und anschließend ausführliche schriftliche Berichte per Post an ATIC zu schicken. Kopien dieser Berichte erhielt außerdem der Chef des Luftwaffengeheimdienstes in Washington. Die neue Direktive der Luftwaffe erlaubte sogar jedem Blue Book-Mitarbeiter, sich ohne Einschaltung des Dienstweges direkt mit jedem Luftwaffenstützpunkt in Verbindung zu setzen. ATIC erhielt durch diese neue Methode schnellstens jeden UFO-Bericht, und Blue Book hatte mehr Macht als jedes andere Projekt zuvor. Geheimdienstoffiziere wurden angewiesen, alle Sichtungsberichte an Blue Book zu leiten, u. die Mitarbeiter v. Blue Book hatten die Entscheidungsfreiheit, die zu untersuchenden Fälle selbst zu bestimmen. Daß man um ein fiktives, imaginäres Phänomen wohl kaum so viel Aufhebens gemacht hätte, dürfte einleuchten. Daß es sich allem Anschein nach um ein reales Phänomen handeln mußte, war auch der CIA bekannt. Sie wollte im Wettlauf mit dem KGB um neue Erkenntnisse nicht den kürzeren ziehen. Wie sehr das gesamte Ufo-Gebiet in den Bereich der Geheimniskrämerei geriet, geht eindeutig aus dem Befehl JANAP 146(B) (Joint Army Navy Air Publication) vom September 1951 und Dezember 1953 hervor. Hier wird den Angehörigen dieser Waffengattungen und auch Piloten ziviler Fluggesellschaften eine Geldstrafe von 10.000,- Dollar und eine Gefängnisstrafe bis zu zehn Jahren angedroht, wenn sie einen UFO-Bericht veröffentlichen. Im Luftwaffenerlaß 200-2 (später 80-17 umnumeriert) heißt es u. a., daß nur Falschmeldungen und unechte UFO-Berichte veröffentlicht werden dürfen. Alle echten Berichte sollten als geheim behandelt und an die vorgesetzte Dienststelle weitergeleitet werden. Materielle Beweisstücke müßten sofort, möglichst auf dem Luftwege, an ATIC in Dayton befördert werden. So zum Beispiel:
Es war schon Pech für die US-Air Force und die CIA, daß es ausgerechnet in den fünfziger Jahren außergewöhnlich viele überzeugende Sichtungen gab, die sich einfach nicht alle geheimhalten ließen. Die Öffentlichkeit wurde mißtrauisch und kam bald dahinter, daß irgend etwas faul war. Für Blue Book gab es daher alle Hände voll zu tun, um das UFO- Problem herunterzuspielen. Gab es doch Fälle, die den Blue Book-Verantwortlichen schwer im Magen lagen: Am 20. Januar 1951 wurde z. B. Captain Lawrence W. Vinther von den Mid Continent Airlines um 20.30 Uhr vom Kontrollturm des Sioux City Airport aufgefordert, ein >sehr helles Licht< über dem Flugplatz aus der Nähe zu untersuchen. Vinther flog daraufhin gemeinsam mit seinem Copiloten F.Bachmeier dem Licht in seiner DC-3 nach, bis dieses ganz plötzlich beinahe kopfüber auf die Maschine von Vinther heruntertauchte, sie lautlos passierte und dann mit großer Geschwindigkeit etwa 60 Meter über der Nase der DC-3 vorbeiflog. Beide Piloten reckten sich die Hälse aus, um zu sehen, wohin das Ding geflogen war, bis sie entdeckten, daß es im Bruchteil von Sekunden eine Wendung von 180 Grad gemacht haben mußte. Denn jetzt flog das Objekt auf einmal in einer Entfernung von etwa 60 Metern auf Parallelkurs mit der DC-3 in der gleichen Richtung. Es war eine sehr helle Mondnacht, die es den beiden Piloten ermöglichte, sich das Ufo genau anzusehen. Es hatte die Größe einer B-29, vielleicht sogar etwas mehr, und war zigarrenförmig. Das weiße Licht schien aus einer Vertiefung am Rumpf des Objekts zu stammen. Nach einigen Sekunden verlor es an Höhe, flog unterhalb der Verkehrsmaschine vorbei und verschwand. Ein Zivilbeamter der Luftabwehr, der als Passagier in der DC-3 mitflog, sah das Objekt ebenfalls und bestätigte die Beschreibung der Piloten. Am 2. Juli 1952 um 11.10 Uhr vormittags befand sich der Marinedeckoffizier D.C.Newhouse mit seiner Frau auf einer Spazierfahrt in der Gegend des Salt Lake, etwa elf Kilometer von Tremonton, Utah, entfernt, als sie eine Formation runder, blitzender Objekte am Himmel sahen. Newhouse wußte über Flugzeuge Bescheid, da er in einem Luftfahrtversorgungs- depot in Oakland stationiert war, dem er als Marinephotograph zugeteilt war. Newhouse war sich darüber im klaren, daß es sich nicht um eine Flugzeugformation handelte, da die Objekte rund waren und mit Überschallgeschwindigkeit zu fliegen schienen. Newhouse nahm seine 16-mm-Filmkamera, setzte das Teleobjektiv auf und verfilmte etwa 13 Meter für die zwölf bis 14 Flugobjekte. Bevor er aufhörte, richtete er die Filmkamera auf eines der Objekte, das aus der Formation ausscherte und plötzlich in genau entgegengesetzter Richtung flog. Als Newhouse wieder auf die Formation zurückschwenkte, war diese verschwunden. Nachdem Newhouse seinen Film entwickelt hatte, schickte er ihn an Project Blue Book zur Auswertung. Der Film wurde drei Monate lang durch Experten auf ´Herz und Nieren´ geprüft. Danach wurde eine Fälschung hundertprozentig ausgeschlossen. Außerdem analysierte das Marine-Photo-Interpretation Laboratory (P.I.L.), das Photo-Auswertungslabor der Marine, den Film in über 1000 Arbeitsstunden auf das genaueste. Aus graphischen Darstellungen von jedem der 1600 Teilbilder des Films ging die relative Bewegung der Objekte und die Abweichung ihrer Lichtintensität hervor. Konventionelle Objekte konnten danach eindeutig ausgeschlossen werden. Die ´P.I.L.´ hielt in ihrer schrift- lichen Analyse zweifelsfrei fest, daß es sich bei den ´gefilmten Objekten um unbekannte Flugobjekte unter intelligenter Kontrolle´ gehandelt habe. Bereits am 15. August 1950 wurde der sogenannte Montana-Film aufgenommen, der zwei unbekannte Flugobjekte über Great Falls in Montana zeigt. Auch bei diesem Film wurde nach gründlicher P.I.L.-Analyse jede Fälschung ausgeschlossen. |
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