Der Varginha-Fall

 Varginha, Brasilien

Mehrere Augenzeugen versichern glaubhaft, daß in Varginha, Brasilien, ein UFO abgestürzt sei und dabei ein Außerirdischer geborgen wurde. Doch dieser Fall ist bis heute heftig umstritten. Seriöse UFO-Forscher gehen allerdings davon aus, daß dort tatsächlich ein Ereignis stattgefunden hat, das denselben Stellenwert hat wie der Crash bei Roswell im Juli 1947.

Am 20. Januar 1996 um 8.00 Uhr früh erhielt die Feuerwehrstation von Varginha in dem südbrasilianischen Bundesstaat Minas Gerais einen Telefonanruf. Jemand, der anonym bleiben wollte, behauptete in einem Park im nördlichen Stadtbezirk Jardim Andere eine mysteriöse Kreatur beobachtet zu haben. In Brasilien verirren sich immer wieder einmal wilde und mitunter auch gefährliche Tiere in die Städte. Für solche Fälle ist die Feuerwehr zuständig, und diese machte sich alsbald auf den Weg um nach dem Rechten zu sehen. Zwei Stunden nach dem Anruf trafen die Feuerwehrleute in Jardim Andere ein. Sie parkten auf einem Hügel, um sich einen guten Überblick über das Parkgelände zu verschaffen. Da sie mit einem herumstreunenden wilden Tier rechneten, waren die Feuerwehrmänner wie immer in solchen Fällen mit Netzen und Käfigen ausgerüstet. Sie gingen den steilen Hügel hinab in Richtung eines Waldgebietes. Dort stießen sie in der Tat auf etwas, was ihnen den Atem stocken ließ. Vor ihnen kauerte eine etwa ein Meter große, zweifüßige Kreatur mit blutroten Augen und seltsam ölig-brauner Hautfarbe. Das Wesen hatte drei kleine Höcker auf der Stirn und eine winzige Mundöffnung. Es gab seltsame Laute von sich, die sich anhörten wie Bienengesumm und es schien verletzt zu sein.

DAS MILITÄR GREIFT EIN

Während die Feuerwehrmänner versuchten die Kreatur einzufangen, verständigte der diensthabende Beamte die nächstgelegene Militärbasis. Der Kommandant des Stützpunkts, General Sergio Coelho Lima, ließ daraufhin das Gelände von einer Truppe Soldaten unverzüglich absperren, so daß kein Unbefugter Zutritt zu diesem Gebiet hatte. Doch ein Bauarbeiter namens Henrique Jose konnte v. Dach eines nahe gelegenen Hauses aus, alles Weitere mitverfolgen. Er sagte später aus, daß die Kreatur von vier Feuerwehrmännern mit einem Netz gefangen, in eine Holzkiste verfrachtet und dem Militär übergeben wurde. Anschließend wurde der Schauplatz in aller Eile geräumt. General Lima war mit dieser geglückten Operation zufrieden, doch er konnte sich nicht sehr lange in seinem Erfolg sonnen. Etwas später am selben Tag wurde der Ufologe Dr. Ubirijara Franco Rodrigues, der über den Vorfall im Park nicht informiert war, ebenfalls über eine befremdliche Begegnung in Kenntnis gesetzt. Eine ganze Serie von Telefonanrufen führte zu der Befragung von drei Mädchen, die vor einem Gebäude in Jardim Andere gegen 15.30 Uhr ein sehr merkwürdiges Wesen beobachtet haben wollen. Dieses befand sich ganz in der Nähe der Stelle, an der das erste Wesen eingefangen worden war. Die Mädchen sagten aus, daß es drei kleine Höcker auf der Stirn gehabt und wie der Teufel ausgesehen habe. Beim Anblick dieser Kreatur waren die Mädchen tief erschrocken und rannten voller Panik nach Hause. Inzwischen hatten auch Feuerwehr und Militär mehrere Anrufe von aufgeregten Bürgern entgegengenommen, die das zweite Wesen auch gesehen hatten. Es schien ebenfalls verletzt gewesen zu sein. Auf der Straße versammelte sich eine Menschenmenge und beobachtete, wie Feuerwehrmänner und Soldaten die seltsame Kreatur mit Netzen einfingen und sie sodann eilig fortschafften.

WERBEKAMPAGNE
Kurz darauf kam es zu einem Treffen zwischen den beiden brasilianischen UFO- Forschern Dr. Ubirijara Franco Rodrigues und Vitorio Pacaccini. Pacaccini hatte den Zwischenfall am Vormittag des 20. Januar untersucht, war aber nicht über die Ereignisse vom Nachmittag jenes Tages informiert. Beide Forscher kamen zu dem Schluß, daß sie es hier mit zwei unterschiedlichen Außerirdischen zu tun hatten. Sie taten sich zusammen und starteten eine Flugblattkampagne um damit zusätzliche Augenzeugen ausfindig zu machen. Die Neuigkeit von der Bergung zweier extraterrestrischer Wesen wurde zum Tagesgespräch der UFO-Scene und geisterte durch mehrere brasilianische UFO- Magazine. Aus dem ganzen Land kamen Ufologen nach Varginha gereist, um herauszufinden, was denn nun tatsächlich passiert war. Nach öffentlichen Veranstaltungen und Aufrufen in der Lokalpresse hatten sich nach kurzer Zeit 6O weitere Augenzeugen bei den Ufologen gemeldet. Auffällig war, daß überdurchschnittlich viele davon bei der Armee tätig waren. Fast jede Familie in Varginha hatte Angehörige bei den Militärs und der Vorfall am 20. Januar war überall das Gesprächsthema Nummer eins. Die UFO-Forscher erhielten von allen Seiten Hinweise darauf, daß an besagtem Tag eines der Wesen von verschiedenen Augenzeugen gesehen worden war. Die Ufologen notierten sich stets Namen und Rang der Betreffenden und überprüften diese sorgfältig. Es bestand nicht der geringste Zweifel daran, daß am 20. Januar auf dem Gelände von Jardim Andere völlig unabhängig voneinander zwei Alien-Begegnungen stattgefunden hatten. Doch was war danach geschehen ? Aus den Augenzeugenberichten ergab sich allmählich ein immer klareres Bild. Das am Sonntagvormittag eingefangene Wesen war anscheinend in die Unteroffiziersschule in Tres Coracoes, südöstlich von Varginha gebracht worden. Doch was dort mit ihm geschah, war den Militärbehörden nicht zu entlocken. Bekannt ist nur, daß ein Polizist am Fundort von dem Wesen verletzt wurde. Zwei Tage später verstarb dieser Polizist in einem örtlichen Krankenhaus. Als Todesursache wurde eine Lungenentzündung angegeben. Doch als die Angehörigen sich damit nicht zufrieden gaben und versuchten Näheres in Erfahrung zu bringen, weigerte sich die Krankenhausleitung weitere Informationen herauszugeben. (Die Augenzeugen sind vertrauenswürdig. Es gibt Anzeichen für ein durch die Begegnung mit dem Alien verursachtes emotionales Trauma. Dr.Ubirijara Franco Rodrigues, UFO-Forscher)

NOTAUFNAHME
Rodrigues und Pacaccini fanden heraus, daß das zweite Wesen am späten Nachmittag des Sonntags ins Bezirkskrankenhaus von Varginha gebracht worden war. Noch am selben Abend oder am Tag danach wurde es in das 1,5 Kilometer ent- fernte Humanitas-Hospital transportiert, weil man dort, so verlautete aus ärztlichen Quellen, seine Verletzungen wesentlich besser behandeln konnte. Laut Augenzeugenberichten starb die Kreatur aber kurz darauf und wurde am Montag, den 22. Januar, offiziell für tot erklärt. Kurz nach seinem Tod versammelten sich mindestens 15 Ärzte sowie auch Militärangehörige unterschiedlichster Ränge, Polizisten und Feuerwehrmänner in dem Krankenhauszimmer, als die Kreatur in einen Holzsarg gelegt wurde. Angeblich soll einer der Ärzte die winzige Mundöffnung aufgestemmt und mit einer Zange eine pechschwarze Zunge herausgezogen haben. Als er nach einigen Sekunden den Griff gelockert habe, sei die Zunge sofort in den Mund zurückgeschnellt. Derselbe Augenzeuge bestätigte die Existenz der drei Höcker auf der Stirn und gab an, daß das Wesen drei Finger gehabt hatte. Es besaß weder Geschlechtsorgane noch Brustwarzen oder einen Bauchnabel. Die verschrammten, runzligen Beine schienen über Gelenke zu verfügen. Die Hautfarbe entsprach früheren Schildernngen: Sie war braun und von öliger Beschaffenheit. Der Sargdeckel wurde festgeschraubt, von zwei Militärs mit Gesichtsmasken und Schutzhandschuhen in schwarze Plastikfolie eingwickelt und auf einen bereits wartenden Lieferwagen befördert. Am nächsten Morgen wurde d. Kreatur in einem Millitärkonvoi in die 320 Kilometer entfernte Universität von Campinas transportiert.

SUCHE NACH DEM WRACK
Während seiner Ermittlungen sprach der Ufologe Pacaccini auch mit einem Radar- techniker der brasilianischen Luftwaffe. Laut dessen Aussage hatten Radarexperten aus den USA Brasilien darüber informiert, daß in ihren Luftraum ein UFO eingedrungen sei. Bei dieser Warnung wurden sogar die exakten Längen- und Breitengrade angegeben. Ob eine Landung beziehungsweise ein Absturz bevorstand, vermochten die Amerikaner allerdings nicht zu sagen. Weiter erfuhr Pacaccini, daß in den Tagen vor dem 20. Januar in der Region Varginha hunderte von Meldungen über UFO-Sichtungen eingegangen waren. Der Farmer Eurico de Freitas schilderte, wie seine Frau und er in den frühen Morgenstunden vom erschreckten Blöken seiner Schafe aus dem Schlaf gerissen wurden. Als er aus dem Schlafzimmerfenster blickte, sah er ein graues Objekt, das »eine Art Rauch« ausspuckte und etwa fünf Meter über dem Boden lautlos über die Felder schwebte, bevor es lautlos in der Dämmerung verschwand. Pacaccini spekulierte, daß die beiden eingefangenen Wesen womöglich menschlichen Ursprungs waren vielleicht waren sie die Produkte eines mißglückten militärischen Experiments. Es könnte sich aber auch um echte Außerirdische handeln, deren Raumfahrzeug in der Nähe des Parkgeländes Jardim Andere abgestürzt war. Wenn das zutraf, stellte sich die Frage, wo es aufgeschlagen sein könnte. Pacaccini behauptet, daß seine Bemühungen das Wrack ausfindig zu machen vom Militär vereitelt wurden, und vermutet eine offizielle Vertuschung. Angeblich erhielt er per Telefon zahlreiche anonyme Morddrohungen. Es kam ihm auch zu Ohren, daß jedem Armeeangehörigen, der auch nur seinen Namen aussprach, ein zehntägiger Arrest drohte. General Coelho Lima soll außerdem einen Befehl erteilt haben, wonach Militärangehörigen jeglicher Kontakt mit brasilianischen Ufologen strengstens untersagt war. Das konnte jedoch nicht verhindern, daß weitere Details durchsickerten. Dieser Befehl läßt jedoch vermuten, daß auch die US-Regierung oder die Armee in die Angelegenheit verwickelt gewesen sein könnten. Am Morgen des 20. Januar, als das erste Wesen auf den Lastwagen verfrachtet wurde, war angeblich ein Amerikaner anwesend. Später wurde auf dem Sao Paulo International Airport ein Transportflugzeug der US-Luftwaffe vom Typ C-5 oder C-17 gesehen. Zwei Tage später tauchte das gleiche Flugzeug auf dem Campinas Airport auf, ganz in der Nähe der Universität, in die man das zweite Wesen nach seiner Autopsie angeblich gebracht hatte. Waren etwa beide Wesen das eine tot, das andere noch lebendig in die USA transportiert worden ? Weitere Beweise deuten auf eine mögliche Beteiligung der USA hin. Im April 1996 behauptete Luiza Silva, Mutter von zwei der Mädchen, die das zweite Wesen gemeldet hatten, daß sie von vier fremden Männern, die keine Brasilianer waren, aufgesucht worden war. Sie trugen angeblich weiße oder cremfarbene Armani-Anzüge und boten ihr eine »große Summe Bargeld« , wenn sie ihre Töchter dazu überreden könnte, über ihre Alien-Begegnung Lügen zu verbreiten. Als Frau Silva das jedoch rundweg ablehnte, kündigten die Männer ihre baldige Rückkehr an und fuhren in einem blauen Lincoln Gontinental, Baujahr 1994, davon.

EIN DRITTES WESEN ?
Neues Beweismaterial läßt vermuten, daß irgendwo vielleicht sogar noch ein dritter mutmaßlicher Alien umherirrt. Ein Autofahrer, der im Februar 1996 nachts unterwegs war, erblickte nach einer Kurve im Scheinwerferlicht etwa 50 Meter vor ihm auf der Straße eine eigenartige Gestalt. Voller Panik trat er auf die Bremse. Er sah, wie das Wesen schützend die Arme vor seine »blutroten Augen« hob und in die Dunkelheit entfloh. Der Fahrer schwört, daß es an jeder Hand nur drei, höchstens vier Finger hatte. Daß sich am 20. Januar 1996 etwas Außergewöhnliches ereignet hatte, steht außer Zweifel. Doch es stehen noch viele Fragen offen. Was geschah mit dem ersten Wesen ? Welche Ergebnisse erbrachte die Autopsie des zweiten ? Wenn es Aliens sind, wie gelangten sie auf die Erde und wo befindet sich ihr Raumschiff ? Die Ermitflungen im Varginha-Fall sind noch lange nicht abgeschlossen und vieles deutet darauf hin, daß wir es hier mit einem der wichtigsten Vorfälle der gesamten UFO-Geschichte zu tun haben.