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Neben dem reinen Unterhalten untereinander stellt ein MUD aber eine Fantasy-Welt im Textmodus dar. In jedem Raum, in dem sich der Spieler befindet, kann er sich über die Eingabe von Kommandos wie "schau" oder "untersuche" Informationen über das Aussehen des Raumes oder einzelner Details anzeigen lassen. Hier erfährt er beispielsweise, welche Ausgänge der Raum besitzt. Nun kann er sich durch die Eingabe von Himmelsrichtungen in andere Räume begeben und so nach und nach die gesamten Gebiete erforschen. Damit das ganze nicht langweilig wird, kommen natürlich auch vom Rechner erzeugte Lebewesen vor, sogenannte NPC's (Non Playable Character). Diese können gutartig oder bösartig sein. Daneben gibt es dann noch - was eigentlich das wichtigste an einem MUD ist - diverse Abenteuer, sogenannte Quests, die zu lösen sind. Das Interessante dabei ist, daß man jederzeit andere Spieler fragen kann, sobald man einmal "mit seiner Weisheit am Ende ist". Dies macht den Reiz des MUD aus. Oftmals ergeben sich dann wie beim IRC viele Internetbekanntschaften. Durch das Bestehen der Quests kann man den Spielerlevel seiner Spielfigur erhöhen und auch verschiedene Zaubersprüche lernen, die z.B. beim Kampf gegen NPC's helfen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von MUDs. In manchen MUDs spielen die einzelnen Teilnehmer "zusammen", sie helfen einander bei den Quests und es wird streng überwacht, daß keiner den anderen angreift. Die andere Sorte von MUDs hat gerade dies als Prinzip; die sogenannten PK-MUDs (Playerkill-MUDs). Hier gehört es dazu, mit anderen Spielern zu kämpfen, um Punkte zu sammeln. Ich persönlich habe an der ersten Variante mehr Spaß, mein bevorzugtes MUD ist das Morgengrauen an der Universität Münster, welches wohl das derzeit größte deutschsprachige MUD ist. Interessant ist übrigens, daß sämtliche MUDs von Studenten in eigener Regie geleitet werden. Alle Räume, NPC's, Quests usw. werden von ihnen selber in LPC (dem "C für MUDs") programmiert, angeschlossen und auf dem laufenden gehalten. Dazu gehört natürlich schon ein gewisser Idealismus und auch Einbuße von Freizeit. Oftmals gibt es bei den MUDs wie beispielsweise beim Morgengrauen regelmäßige MUD-Treffen, bei denen sich die Spieler dann in "real life" kennenlernen ... Das Morgengrauen hat ferner sogar einen "Förderverein Morgengrauen" gegründet, dessen Mitglieder über Spenden einen eigenen MUD-Rechner (und später auch Hardware-Aufrüstungen) finanziert haben. Nur so war es möglich, vom vielbenutzten Uni-Rechner auf einen eigenen Server auszuweichen. Ich habe hier einige Adressen der bekanntesten deutschsprachigen MUDs aufgeführt. Falls du dich nach dieser Beschreibung dafür interessiert, dann schau einfach mal in eines der MUDs hinein! Bei den meisten dieser MUDs ist sowohl eine Homepage als auch die Telnetverbindung verfügbar. Du kannst dies durch Klicken auf das entsprechende Symbol auswählen. |
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